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Bei der Windparkplanung im Borringhauser Moor herrscht erstmal Ruhe

In Damme gibt es Gerüchte über Windparkflächen direkt am Dümmer. Anträge liegen noch nicht vor, heißt es aus dem Rathaus, Gespräche habe es gegeben. Das sei nicht ungewöhnlich, weiß Berthold Klatte.

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Alles ist offen: Ob die Gesellschaft Windpark Damme ihren Windpark im Borringhauser Moor erweitert oder im Bereich Schwege/Hunteburg einsteigt, ist noch nicht entschieden. Foto: Lammert

Alles ist offen: Ob die Gesellschaft Windpark Damme ihren Windpark im Borringhauser Moor erweitert oder im Bereich Schwege/Hunteburg einsteigt, ist noch nicht entschieden. Foto: Lammert

Die Gerüchteküche in Damme kocht: Es geht um mögliche neue Windparkflächen. Naturschützer befürchten, dass demnächst auch in unmittelbarer Nähe des Dümmers Windkraftanlagen aufgestellt werden sollen. Doch das scheint allenfalls Zukunftsmusik zu sein.

Denn, so erklärte Dammes Bürgermeister Mike Otte (CDU) auf Nachfrage: Aktuell liegen im Rathaus keine Anträge auf die Ausweisung neuer Flächen für Windenergieanlagen oder für eine Vergrößerung der Fläche des Windpark Borringhauser Moor vor. In der Verwaltung sei bekannt, dass es zwischen möglichen Investoren in einen Windpark beziehungsweise Projektierern und Flächeneigentümern Gespräche gebe. Aber an ihn oder die Verwaltung sei noch niemand mit einer Planung herangetreten.

„Viele Flächen werden auf ihre Machbarkeit untersucht.“Berthold Klatte, Geschäftsführer Windpark Damme

Solche Gespräche, erklärt der Geschäftsführer der Gesellschaft Windpark Damme (WPD), Berthold Klatte, gehören zum Alltag in der Windparkbranche. „Viele Flächen werden auf ihre Machbarkeit untersucht.“ Heißt: Es werden sogenannte Suchräume daraufhin geprüft, ob sie am Ende für einen ganzen Windpark oder das Aufstellen von einzelnen Windrädern geeignet sind.

In jüngster Zeit zeichnen sich offenbar auch im Bereich Hunteburg/Schwege im Zuge der Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsprogramms des Landkreises Osnabrück mögliche Potenzialflächen für die Erzeugung von Windenergie ab. Dazu hatte der Kreislandvolkverband Vechta im März für alle betroffenen Grundeigentümer, darunter viele aus dem Landkreis Vechta, eine Informationsveranstaltung organisiert.

Dr. Johannes Wilking, der Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes Vechta, empfiehlt: Wenn die endgültigen Flächen für einen Windpark feststehen, sollten die Grundeigentümer geschlossen mit den potenziellen Parkbetreibern verhandeln, sich gemeinsam auf einen Betreiber einigen und für die Grundeigentümergemeinschaft die Möglichkeit einer Beteiligung am Windpark erreichen. Das würde eine „Zerplanung“ des Gebietes durch verschiedene Projektierer verhindern.

Dazu sagte Berthold Klatte, die WPD sei bei der Veranstaltung vertreten gewesen. Das bedeute allerdings nicht automatisch, dass sie später den Zuschlag bekomme, falls in dem Gebiet ein Windpark entstehen sollte.

Aktuell dauert es etwa 6 Jahre, bis ein Windrad steht

Aber Klarheit darüber, welche Flächen überhaupt infrage kommen, gebe es derzeit nicht. Vielleicht lasse sich in 2 oder 3 Monaten etwas mehr sagen. Allerdings herrsche endgültige Planungssicherheit erst, wenn der Landkreis Osnabrück sein Raumordnungsprogramm verabschiedet hat.

Zudem verwiesen sowohl Mike Otte als auch Berthold Klatte hinsichtlich zukünftiger Windparkplanungen auf die neuen Vorgaben aus dem Bundeswirtschaftsministerium unter der Leitung von Robert Habeck (Grüne) und des Landes Niedersachsen. Das erklärte Ziel Habecks ist es, den Bau von Windenergieanlagen schneller auf den Weg zu bringen. Aktuell ziehen nach Angaben von Fachleuten etwa 6 Jahre ins Land, bis ein Windrad steht.

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