Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Bauen, Bauen, Bauen

Thema: Wohnungsmangel – Wohnen ist die größte soziale Herausforderung und ein Thema mit Sprengstoffpotenzial. Deshalb müssten alle staatlichen Ebenen mehr in den sozialen Wohnungsbau investieren.

Artikel teilen:

400.000 Wohnungen sollen, so das Ziel der Bundesregierung, jährlich neu gebaut werden. 295.300 sind es geworden. Nun ja, möchte man sagen, immerhin 73,8 Prozent des Zielwertes erreicht. In der Schule wäre das immer noch eine 3+, vielleicht gar eine 2- und für die Politik dann doch mal eine einigermaßen gute Note.

Stattdessen aber ist man geneigt, der Wohnungsbaupolitik eine 5 oder gar eine glatte 6 zu geben, denn mit jedem Jahr vergrößert sich die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Dies umso mehr, als die Ampel-Koalition ihr Ziel von 100.000 neuen Sozialwohnungen im Jahr wegen des Ukraine-Kriegs wieder kassiert hat.

"Wo also sind die Wohnungsbaugesellschaften der Länder und Kommunen, die jetzt Geld in die Hand nehmen und in den Sozialwohnungsbau investieren?"Heiner Stix

Zugegeben, die Bundesregierung kann kaum etwas dafür, dass Handwerker fehlen, Baumaterialien knapp und teuer, die Zinsen hoch sind. Aber sie könnte, sie müsste mehr tun. Das allerdings gilt auch für die Länder und Kommunen, denn Wohnen ist inzwischen die größte soziale Herausforderung und ein Thema, das echtes Sprengstoffpotenzial hat.

Und genau deshalb ist die öffentliche Hand gefordert, genau deshalb sind Sozialwohnungen das letzte Ziel, das in der Wohnungsbaupolitik aufgegeben werden darf. Wo also sind die Wohnungsbaugesellschaften der Länder und Kommunen, die jetzt Geld in die Hand nehmen und in den Sozialwohnungsbau investieren? Der ist, wenn auf kommunalem Grund gebaut wird und die Renditeerwartungen auf ein Minimum reduziert werden, vergleichsweise günstig. Und es nimmt gerade bei Mietwohnungen für wenig solvente Menschen den Druck vom Markt. 

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Bauen, Bauen, Bauen - OM online