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Bakum: Westfleisch-Verfahren ruht nach Kritik vorläufig

Die Pläne des Unternehmens für den Standort in Bakum zogen Kritik auf sich, insbesondere von Anwohnerinnen und Anwohner der Harmer Straße. Nun wurde der Erörterungstermin verschoben.

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Foto: C. Meyer

Foto: C. Meyer

Das Genehmigungsverfahren rund um die Pläne der Firma Westfleisch ruht vorläufig. Das teilt die Bakumer Gemeindeverwaltung mit. Westfleisch hat das Gewerbeaufsichtsamt auf Wunsch von Bürgermeister Tobias Averbeck gebeten, den vorgesehenen Erörterungstermin in das nächste Jahr zu verschieben, um diesen in Präsenz stattfinden lassen zu können. Das hat das Amt am Donnerstag schriftlich bestätigt, wie es von der Verwaltung heißt.

Damit soll den Bedenkenträgerinnen und -trägern, insbesondere den Anliegerinnen und Anliegern in unmittelbarer Nähe zum Standort an der Harmer Straße die Möglichkeit gegeben werden, aktiv Rückfragen zu stellen und Details zu diskutieren. So lange wird das Verfahren nicht fortgeführt.

Ausschusssitzung abgesagt

Die Pläne von Westfleisch standen ursprünglich auf der Tagesordnung für die Sitzung des für Donnerstagabend vorgesehenen Planungs- und Wirtschaftsausschusses. Unter Berücksichtigung der neuen Umstände des Verfahrens und der aktuellen Corona-Lage im Landkreis Vechta sowie in der Gemeinde Bakum wurde die Ausschusssitzung schließlich abgesagt. Es wurde angesichts der Tagesordnung mit einigen Zuschauerinnen und Zuschauern gerechnet.

Westfleisch hat beim staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg die Erteilung einer Genehmigung "zur wesentlichen Änderung einer Anlage zum Schlachten von Rindern" beantragt. So soll unter anderem die Schlachtkapazität von 220 Tonnen (bei einem Lebendgewicht von 400 Kilogramm pro Tier) pro Tag auf 630 Tonnen (bei einem Lebendgewicht von 700 Kilogramm pro Tier) pro Tag erhöht werden. Weiterhin beantragt das Unternehmen die Änderung der Betriebszeiten. An bis zu 26 Wochen im Jahr soll der Betrieb als Zwei-Schicht-Betrieb geführt werden. 

Westfleisch plant weiterhin eine Erweiterung der Rinderhälftenkühlhäuser, die Kältetechnik soll angepasst werden. Die Werkstatt soll aus dem Kellerbereich in den Bereich der ehemaligen Schweineschlachtung verlagert werden und in nord-nordöstlicher Richtung soll eine Lärmschutzwand errichtet werden.

Einige Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Bakumer Grünen kritisierten bereits diese Pläne.

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