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Automobilzulieferer ZF wird den Wandel vom klassischen Getriebe hin zu rein elektrischen Antrieben bewältigen

Vorstandsvorsitzender Wolf-Henning Scheider hat gute Nachrichten. Der Konzern, der auch Werke rund um den Dümmer hat, komme gut mit dem technologischen Wandel in der Automobilbranche zurecht.

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Eine ZF-Mitarbeiterin montiert Komponenten für einen Rotor, den rotierenden Teil eines Elektromotors. Rotor und Stator sind die zwei wesentlichen Bestandteile eines Elektromotors. Foto: ZF

Eine ZF-Mitarbeiterin montiert Komponenten für einen Rotor, den rotierenden Teil eines Elektromotors. Rotor und Stator sind die zwei wesentlichen Bestandteile eines Elektromotors. Foto: ZF

Der Automobilzulieferer ZF hat sich im ersten Halbjahr 2022 laut Wolf-Henning Scheider, Vorsitzender des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG, „in einem global herausfordernden Marktumfeld behauptet“. Laut Mitteilung hat der Konzern in den ersten 6 Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 21,2 (2021: 19,3) Milliarden Euro erzielt, das ist eine Steigerung von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBIT lag bei 851 Millionen Euro (2021: 1 Milliarde Euro), das entspricht einer Marge von 4 Prozent (2021: 5,2 Prozent).

„Das erste Halbjahr war von vielen Unwägbarkeiten und externen Einflüssen geprägt, die wir als ZF-Team – auch basierend auf den Krisenerfahrungen der beiden vergangenen Jahre – gut gemeistert haben“, sagte Scheider bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. „Beeinflusst haben unser Geschäft der Krieg in der Ukraine, die pandemiebedingten Lockdowns in China, die eingeschränkte Verfügbarkeit von Halbleitern und die signifikante Inflation.“

Wolf-Henning Scheider, Vorsitzender des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG: Der Konzern konnte sich in einem global herausfordernden Marktumfeld behaupten“. Foto: ZFWolf-Henning Scheider, Vorsitzender des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG: Der Konzern konnte sich „in einem global herausfordernden Marktumfeld behaupten“. Foto: ZF

Während ZF – mit seinen Fahrwerktechnik-Werken rund um den Dümmer See einer der größten Arbeitgeber in der Region – ein Umsatzplus von 10 Prozent (währungsbereinigt 5 Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum erwirtschaftete, ging die weltweite Fahrzeugproduktion zurück. Sie lag im Pkw-Segment um 2 Prozent und im Nutzfahrzeugsegment um 28 Prozent unter den Werten des Vorjahres.

Der bereinigte Free Cashflow betrug im 1. Halbjahr minus 630 (2021: minus 186) Millionen Euro, was laut Mitteilung vor allem auf Sicherheitsbestände zurückzuführen ist, die wiederum von gestiegenen Materialpreisen und Wechselkurseffekten beeinflusst seien.

Auftragsvolumen für elektrifizierte Antriebe steigt auf 23 Milliarden Euro

Umfassende neue Aufträge hat ZF für strategisch bedeutende Technologien, zum Beispiel elektrifizierte Antriebe, erhalten. Das Auftragsvolumen in diesem Bereich beläuft sich für Pkw und Nutzfahrzeuge auf 23 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030. Damit könne ZF „den Wandel von klassischen Getrieben hin zu rein elektrischen Antrieben bewältigen und den Wegfall der Technologien für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr als ausgleichen.“

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