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Ausschuss gibt grünes Licht für Aldi-Neubau

Löninger Investoren wollen den Geschäftskomplex am Kirchturm und die Parkplätze neu gestalten. Für die Planungen gab es Lob aus allen Rats-Fraktionen.

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Auf den Weg gebracht: Im zentralen Versorgungskomplex am Kirchturm  ist eine neue Aldi-Filiale an Stelle der Postenbörse geplant, die in den bisherigen Standort des Discounters umzieht. Foto: Willi Siemer

Auf den Weg gebracht: Im zentralen Versorgungskomplex am Kirchturm  ist eine neue Aldi-Filiale an Stelle der Postenbörse geplant, die in den bisherigen Standort des Discounters umzieht. Foto: Willi Siemer

Einstimmig und mit Lob von allen Fraktionen hat der Planungs- und Umweltausschuss des Löninger Stadtrates die für den geplanten Neubau der Löninger Aldi-Filiale und eines Wohnkomplexes notwendige Änderung des Bebauungsplans auf den Weg gebracht. Die Investoren sind nach dem Kauf des Bereichs des ehemaligen Schuhhauses Deters und der Diskothek Eigentümer des größten Teils des Geschäfts- und Wohnhauskomplexes zwischen Angelbecker Straße und Kirchturm.

Aldi will ein neues Konzept verwirklichen

Kern des Vorhabens ist der angedachte Neubau der Aldi-Filiale nach dem neuen Konzept des Discounters mit großen Fensterfronten, breiten Gängen und einer insgesamt „edleren Aufmachung“. Das geplante Gebäude soll auf dem Platz der jetzigen Postenbörse entstehen, die in den bisherigen Standort des Discounters direkt an der Angelbecker Straße umzieht. Zum dem Projekt gehört auch der Neubau eines Wohnkomplexes auf der anderen Seite zur Hase hin. Im Bereich des früheren Schuhhauses und der Diskothek werden acht Wohnungen in dem dreieinhalbgeschossig gebauten Komplex entstehen.  Im Bereich des Schuhhauses  wird das Gebäude  erweitert.

Neu gestaltet, das heißt breiter als bisher und mit einer anderen Ausrichtung, wird der Parkplatz sowohl zwischen Aldi und Rossmann als auch seitlich in Richtung Schulhof. Dieser Bereich wird für ausreichend Stellflächen, die öffentlich genutzt werden, um rund 300 Quadratmeter vergrößert, so dass der bisherige Fußweg etwas weiter in Richtung Schulhof verlegt wird. Die Gremien der katholischen Kirchengemeinde, mit denen die Stadtverwaltung wegen dieser in Kirchenbesitz befindlichen Fläche verhandelt habe, hätten „grünes Licht" für diese Neureglung gegeben, erläuterte der Bürgermeister. Der Spielplatz der Grundschule sei dann immer noch groß genug, alle Vorschriften würden bei Weitem übertroffen, so Bürgermeister Marcus Willen.

Er verwies in der Debatte auf die Kernaussagen des in der vergangenen Woche vorgestellten Einzelhandels-Gutachtens für das Löninger Stadtzentrum. Darin werde genau diese Fläche als „zentraler Versorgungsbereich“ mit direkter Anbindung und damit Sogwirkung für die Innenstadt bewertet. Daher sei die Entwicklung hier  gewünscht und gewollt. Sie sei froh, dass der Verbrauchermarkt in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums bleibe und der Rat den Überlegungen, ihn im Bereich der Tennishalle bauen zu lassen, eine Absage erteilt habe, erklärte die CDU-Fraktionsvorsitzende Hedwig Knabke. Lob gab es auch vom UfL-Ratsmitglied Burkhard Sibbel, der betonte, seine Fraktion stehe dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber: „So kann das angepackt werden“, erklärte er mit Blick auf den von Fachbereichsleiterin Hannah Lohe vorgestellten Bebauungsplan.

"So kann das angepackt werden".Burkhard Sibbel, UfL-Fraktion

Um die Bedenken, dass ein Komplex an der Hase den Blick aus Richtung Überhäsiges Viertel auf Kirchturm und Kirche versperre, zu entkräften, ist die Gebäudehöhe des hier terrassenförmig angelegten Gebäudes auf zwölf Meter begrenzt. Ohnehin verschwinde das Haus hinter dem gewachsenen Grün mehr oder weniger, betonte  Willen. Die Gebäudehöhe hatte in der Diskussion über die einmal hier geplante Turnhalle auf dem Hasetal-Parkplatz in den neunziger Jahren eine große Rolle gespielt.

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