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"Aushängeschild für unseren Ort"

Der„Tag der offenen Tür“ für das neue Hotel, den neuen Saal und das Restaurant der "Ratsklause" findet statt, wenn die Corona-Beschränkungen aufgehoben sind.

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So gut wie abgeschlossen: Die ersten Gäste haben im neuen Hotel am Marktplatz am Wochenende erstmals übernachtet. Foto: Willi Siemer

So gut wie abgeschlossen: Die ersten Gäste haben im neuen Hotel am Marktplatz am Wochenende erstmals übernachtet. Foto: Willi Siemer

„Das neue Hotel, der Saalbetrieb und das Restaurant sind nach dem Neubau beziehungsweise der umfassenden Sanierung ein Aushängeschild für die Gemeinde“, sagt Linderns Bürgermeister Karsten Hage. Er freue sich, dass Lindern neben attraktiven Geschäften einen gastronomischen Betrieb erhalte, der mit seinem Angebot einen Beitrag zur Infrastruktur Linderns unter anderem mit dem einzigen Restaurant leiste. Das werte den Marktplatz des Ortes weiter auf und biete mit der Außenterrasse die Aufenthaltsqualität, die man sich als Kommune für seinen zentralen Platz nur wünschen könne.

Bürgermeister voll des Lobes

Das umfassende Angebot, in dem überall die Liebe zum Detail und für die historische Dimension der jahrhundertelangen Gasthaus-Tradition spür- und sichtbar sei, biete viele neue Möglichkeiten, so Hage. Er dankte dem Investor und Besitzer Arnold Dröge, der mit seinem Engagement die Qualität ermöglicht habe. In dieses Lob schließe er auch die Planerin Gertrud Gerdes mit ein.

Als kleines Beispiel weist Hage auf die Reste einer Bordüre unter der Decke hin, die bei den Arbeiten entdeckt wurde. Es sei eine Schablone gefertigt worden. So schmücke dieses authentische Stilelement jetzt den ganzen Schankraum. Dass das Projekt mit 150.000 Euro aus der Dorferneuerung Lindern und rund 300.000 Euro als Zuschuss der „N-Bank“ des Landes gefördert wurde, sei eine weitere glückliche Fügung, die ebenfalls zum Gelingen beigetragen habe, so Hage. Lob gibt es vom Bürgermeister auch für den Umgang der Verantwortlichen mit den bei den Aufräum- und Abbrucharbeiten auf dem Dachboden des im Kern fast 200 Jahre alten Gebäudes gefundenen Dokumenten.

Gefundene Dokumente Heimatbund übergeben

Sie seien dem Heimatbund zur Auswertung zur Verfügung gestellt worden. Zudem werden sie im Saal und im Restaurant ausgestellt. Zu den dabei entdeckten Dokumenten gehört auch ein fast 200 Jahre alter Strafbefehl für den damaligen Wirt, der Geld für den Bierausschank während des Gottesdienstes in der unmittelbar angrenzenden Kirche zahlen musste. Die ebenfalls entdeckte alte Uhr des Linderner Uhrmachers Büter wird gerade restauriert. Die Gemeinde hat inzwischen zwei Büter-Uhren aus ihrem Besitz, die nur in einem Hinterzimmer aufbewahrt werden können, als Leihgabe zur Verfügung gestellt. So werde dieses wichtige kulturelle Erbe Linderns auch öffentlich stetig wahrgenommen, so Hage.

Der Betreiber der Ratsklause, Roland Wöst, freut sich, dass mit den Übernachtungen der ersten Gäste am Wochenende endlich auch das Hotel seinen Betrieb aufgenommen habe. Das schöne Gefühl könne er aber angesichts der Beschränkungen für das Restaurant und den neuen Saal durch die Corona-Vorschriften nicht so ganz genießen, weil alles noch mit angezogener Handbremse laufen müsse und der Start von Vorsicht und Umsicht beherrscht werde.

Möbel im Historismus-Stil

Die öffentliche Vorstellung mit einem „Tag der offenen Tür“ könne leider auch erst stattfinden, wenn die wesentlichen Beschränkungen aufgehoben worden seien. Zudem könne noch nicht alles angeboten werden wie zum Beispiel das täglich geöffnete Café und das Frühstücksbüfett für alle Interessierten.  

Das über dem Alt- und Neubau geschaffene Hotel verfügt über 15 Zimmer mit sechs Doppel- und neun Einzelbetten. Wöst hat sich für die über einen Fahrstuhl erreichbaren barrierefreien Zimmer für einen Mix aus Neu und Alt entschieden. Ähnlich wie das Restaurant sind die Räume mit Möbeln im Historismus-Stil, aber mit modernem Innenleben, ausgestattet.

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