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Ausbildungsmesse eröffnet Hauptschülern Job-Perspektiven

Es war in der Dammer Schule eine Win-win-Situation für beide Seiten. Die Schüler lernten viele Berufe kennen. Und die Aussteller machten für sich Werbung unter den angehenden Auszubildenden.

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Steine anheben kinderleicht gemacht: Sophie Menke zeigte am Stand des Bauunternehmens Josef Runnebaum, wie sich schwere Kalksandsteine heute mittels moderner Krantechnik auf der Baustelle ohne körperliche Anstrengung bewegen lassen. Foto: Lammert

Steine anheben kinderleicht gemacht: Sophie Menke zeigte am Stand des Bauunternehmens Josef Runnebaum, wie sich schwere Kalksandsteine heute mittels moderner Krantechnik auf der Baustelle ohne körperliche Anstrengung bewegen lassen. Foto: Lammert

Kollektives Aufatmen bei Betrieben und der Hauptschule: Am Freitag konnte nach einer Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie wieder eine Ausbildungsmesse stattfinden.

14 Unternehmen und die Kreishandwerkerschaft präsentierten sich 70 9.- und 10.-klässlern, die in Gruppen aufgeteilt von Stand zu Stand zogen und sich jeweils eine 1/4-stunde lang von Vertretern des jeweiligen Betriebs über die Firma und die Ausbildungsplätze im Unternehmen unterrichten ließen.

Auszubildende informieren über die Berufe

Dabei setzten viele Betriebe auch auf eigene Auszubildende. "Es ist genial, wenn sie die Schülerinnen und Schüler informieren. Das ist gleich eine ganz andere Gesprächsebene, als wenn das ein Ausbilder macht", sagte Friedel Horstmann, Ausbildungsleiter beim Unternehmen Grimme Landmaschinen.

Auch das Baugeschäft Josef Runnebaum, das vor dem Haupteingang einen Kran und diverse, 70 bis 80 Kilogramm schwere Kalksandsteine aufgestellt hatte, setzte auf junge Mitarbeiter.

So demonstrierte Sophie Menke, die gerade im Vorfeld innerhalb ihres Bauingenieurstudiums ein 4-wöchiges Praktikum im Unternehmen absolviert, wie sich die schweren Steine mit Hilfe des Krans leicht transportieren lassen.

Unternehmen werben auf Messe für sich

Bauleiter Thorsten Siebe begründete die Teilnahme an der Ausbildungsmesse mit den Worten, wer sich nicht präsentiere, der werde keine Auszubildenden gewinnen.

Und so profitierten möglicherweise beide Seiten von der Messe: die Schülerinnen und Schüler, die erste Einblicke in zahlreiche Berufe gewinnen konnten, und die Betriebe, die vielleicht in absehbarer Zeit ein Bewerbungsschreiben von dem einen oder anderen Hauptschüler der heutigen Klassen 9 und 10 bekommen.

Praktika können sich gleich Anfang der Woche anschließen

Und damit die Jugendlichen, wenn sie es denn wollen, möglichst umgehend vor Ort in einen von ihnen favorisierten Beruf hineinschnuppern können, hatte die Schule nach Worten ihres Leiters Jan Runge mit den Unternehmen vereinbart, dass interessierte Schülerinnen und Schüler in der kommenden Woche von Montag bis Mittwoch ein 3-tägiges Praktikum absolvieren dürfen.

Diese Gelegenheit nutzten zum Beispiel Sophie Celine Piekenbrock und Alida Schindel. Nachdem bei sich an 5 Ständen informiert hatten, wurden die beiden 9.-klässlerinnen an dem der Stiftung Maria-Rast vorstellig und vereinbarten mit Frank Hörnschemeyer, Leiter des Begleitenden Sozialdienstes in dem Seniorenheim Haus Am Ohlkenberg,  die 3 Praktikumstage.

"So kann ich Menschen helfen, die Hilfe brauchen."Sophie Celine Piekenbrock, Schülerin

Es sei schon immer ihr Ziel gewesen, in einem Pflegeberuf zu arbeiten, sagte Sophie Celine Piekenbrock. Denn: "So kann ich Menschen helfen, die Hilfe brauchen."

Auch an anderen Ständen war die Nachfrage nach solchen Plätzen groß. Olaf Schnuck vom Mazda-Autohaus Wessel, sagte nach knapp 2 Stunden Ausbildungsmesse, bei ihm hätten sich 4 Jungen wegen des Kurzzeitpraktikums angemeldet.

Rektor Runge hofft bei nächster Messe auf mehr Handwerksbetriebe

Ob der guten Resonanz der teilnehmenden Betriebe, aber auch der Jugendlichen zeigte sich Jan Runge, der die Ausbildungsmesse zusammen mit seiner Kollegin Ruth Kohorst organisiert hatte, sehr zufrieden. Nur eines, sagte er, hätte er sich gewünscht: dass noch mehr Dammer Handwerksbetriebe sich beteiligt hätten. Allerdings wisse er, dass deren Auftragsbücher prall gefüllt seien und es ihnen deswegen schwerfalle, auch noch eine solche Messe zu besetzen.

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