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Auch der Spritpreis-Trend wird früher oder später einbrechen

Thema: Die Spritpreise ziehen wieder an – Dass es seit Donnerstag an den Zapfsäulen wieder teurer zugeht, darf niemanden überraschen. Und auch kein Grund sein, nach staatlichem Eingriff zu rufen.

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Wir schlagen das Kalenderblatt um – und der ADAC Alarm: Nicht nur das 9-Euro-Ticket ist Geschichte, sondern ebenso der Tankrabatt, der Anfang Juni noch als Rohrkrepierer gescholten wurde, seit Donnerstag aber zurückgesehnt wird, sind die Preise an den Zapfsäulen doch wieder kräftig gestiegen.

Dass die Strategie seitens der Bundesregierung, dem Bürger das 9-Euro-Ticket und „günstiges“ Tanken als Beruhigungspille für den Sommer zu verschreiben, nicht die ausgereifteste war, wurde lang und breit resümiert. Was aber von Anfang an klar war: Die Steuersenkung würde auf 3 Monate befristet sein. Nun den Aufstand zu proben, weil alles doch bitteschön so zu bleiben hätte, wie es zuletzt war, erinnert an ein bockiges Kind, das sich sträubt, den Nachbarshund zum Ferienende wieder abzugeben. Man hat sich doch gerade so schön an ihn gewöhnt.

Wohlgemerkt: Es geht nicht darum, in die lindnersche Kerbe der viel zitierten „Gratismentalität“ zu schlagen. Es geht schlichtweg darum, zu akzeptieren, dass Märkte sich nach Angebot und Nachfrage regulieren. Ist Mehl knapp, wird Brot teuer. Will jeder ein iPhone, verknappt Apple das Angebot und treibt den Preis in die Höhe. Dass Ölkonzerne jeden Cent mitnehmen, den sie bekommen können, ist ihnen nicht zu verübeln, solange kartellrechtlich alles korrekt ist. Dass der Verbraucher lieber günstig als teuer einkauft, ebenso wenig. Wünschen würde man sich mehr Gelassenheit und Vertrauen darauf, dass erfahrungsgemäß jeder Trend früher oder später wieder einbricht. Der permanente Schrei nach staatlichem Eingriff ist ermüdend.

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