Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Antibiotika-Einsatz in der Landwirtschaft geht zurück

Eine weitere Reduzierung des Einsatzes von Antibiotika in der Landwirtschaft ist aus Expertensicht aber weiterhin notwendig.

Artikel teilen:
Foto: dpa

Foto: dpa

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) hat sich erfreut zum Rückgang des Antibiotika-Einsatzes in der Landwirtschaft geäußert. "Das ist ein ganz wichtiges Thema, Antibiotika in der Tierhaltung zu reduzieren, und Niedersachsen als Agrarland ist da natürlich ganz besonders gefordert", sagte Staudte am Mittwoch in Hannover. Einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zufolge ist bei den für die Studie erfassten Nutztierarten ein rückläufiger Antibiotika-Gesamtverbrauch zu sehen, wenn auch mit Schwankungen. Erfasst wurde der Einsatz von Antibiotika in der Mast von Hähnchen und Puten, von Ferkeln und Schweinen sowie von Kälbern und Rindern.

Auch bei den für die Behandlung von Menschen wichtigen Antibiotikagruppen habe es einen Rückgang gegeben, hieß es. Das Institut hatte für seinen neuen Bericht die von den Ländern übermittelten Daten zum Antibiotikaeinsatz aus den Jahren 2018 bis 2021 erfasst und sie mit den Angaben aus 2017 verglichen.

Eine weitere Reduzierung des Einsatzes von Antibiotika in der Landwirtschaft ist aus Expertensicht weiterhin notwendig. Die neue Landesregierung wolle die Zuständigkeit für die landesweite Überwachung der Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes in der Nutztierhaltung wieder beim Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) in Oldenburg ansiedeln, sagte Staudte. "In der Frage findet gerade ein Austausch mit dem Niedersächsischen Landkreistag statt", sagte die Ministerin.

Landkreise sind für die Bewältigung der Aufgabe personell unterschiedlich aufgestellt

Erst im vergangenen Jahr hatten die Landkreise die Aufgabe vom Laves übernommen. Bei der Bewältigung dieser Aufgabe seien die Landkreise aber sehr unterschiedlich aufgestellt, sagte Staudte. Es gebe Landkreise, die mehrere Personen für diese fachlich sehr anspruchsvolle Arbeit abgestellt hätten; in anderen Behörden müsse ein Veterinär diese Aufgabe neben anderen Tätigkeiten mit erledigen.

Eine Folge des massenhaften Einsatzes von Antibiotika bei Menschen und Tieren ist, dass viele Bakterien gegen die Wirkstoffe resistent werden können, die Antibiotika also nicht mehr wirken. Daher sollen in der Tier- und der Humanmedizin Antibiotika nur sehr gezielt eingesetzt werden.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Antibiotika-Einsatz in der Landwirtschaft geht zurück - OM online