Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Ansgar Brinkmann spendiert zum Firmenjubiläum deftige Schoten

In Cloppenburg stellte „Der weiße Brasilianer“ Ansgar Brinkmann zum Intersport-Jubiläum neue Geschichten vor

Artikel teilen:
Amüsanter Abend: Ansgar Brinkmann (links) und Peter Schultz präsentierten amüsante Fußballgeschichten. Foto: Bernd Götting

Amüsanter Abend: Ansgar Brinkmann (links) und Peter Schultz präsentierten amüsante Fußballgeschichten. Foto: Bernd Götting

Er spielte in 18 Vereinen, hatte 39 Trainer „und mit allen Krieg“. Der frühere Bundesligaspieler und gebürtige Bakumer Ansgar Brinkmann zitierte in Cloppenburg aus seinem aktuellen Buch, und seine Zuhörer wunderte am Ende gar nichts mehr. Über 100 Besucher waren in die Räume der Firma Intersport-Laschinski gekommen, die den „weißen Brasilianer“ anlässlich ihres 25-jährigen Firmenbestehens eingeladen hatte.

Die Buchvorstellung wurde moderiert von Brinkmanns Co-Autor Peter Schultz, der auch als Radiomoderator beim Sender „1Live“ arbeitet und als Erfinder der Figur „Weißer Brasilianer“ gilt. Brinkmann und Schultz spielten sich vor einem hochgradig amüsierten Publikum die rhetorischen Bälle geschickt zu. So erfuhren die Zuhörer, das Brinkmann schon beim TV Juist spielte und dort zur eigenen Verwunderung erstmals in seinem Leben 2 Spiele an einem Tag bestreiten musste. Tidebedingt kommt die Fähre dort nicht so oft, sodass es hier Doppelspieltage vorkommen.

Beim BVC wurde Brinkmann bis in die Kreisklasse "runtersuspendiert"

Auch an seine Zeit beim Oberligisten BV Cloppenburg erinnerte sich der Bakumer und kommentierte die Verpflichtung durch den damaligen Großsponsor mit einem breiten Grinsen: „Der Sprehe hätte es ja ruhiger haben können“. Mit seinen damals 27 Jahren habe er im BVC dann durch sein Verhalten mehrere Suspendierungen provoziert, „bis runter in die Kreisklasse, eine Klasse über der Thekenmannschaft“. Wobei er an dieser Stelle allerdings ein klares Bekenntnis zum echten Fußball ablegte: „In der Kreisklasse gibt es noch pure Freude und ehrlichen Fußball“.

Kurz darauf begann mit seiner Verpflichtung bei Eintracht Frankfurt sein Aufstieg in die Bundesliga und die Zusammenarbeit mit Horst Ehrmanntraut, einem ebenso außergewöhnlichen wie kauzigen Trainer. „Er war wichtig für mich und ich war niemals fitter“, gestand der Fußballer und gab gleichzeitig einige Anekdoten über Ehrmanntrauts esoterische Frau zum Besten, deren Pendelkünste beim ihm völlig versagten. In Frankfurt gewann er ein Bundesligaspiel gegen den FC Bayern: „Das hatte ich mir schon als Kind gewünscht“.

Für kräftige Lacher sorgten dann deftige „Schoten“ über den stets und penibel um Bettruhe und Gesundheit besorgten Trainerassistenten, den er nachts in einer Rotlichtbar überraschte, oder wie er eines Tages der Steuerfahndung entging, weil er in Frankfurt im eigenen Auto schlief, da er noch keinen festen Wohnsitz hatte. Eine wichtige und erlebnisreiche Episode war offenbar auch die Zeit, in der Brinkmann und Jürgen Klopp in einer Mannschaft spielten und sich die Hotelzimmer teilen mussten.

Der zähnefletschende "Kloppo" flüchtete aus dem Hotelzimmer

Die Gegensätze waren krass: Hier der talentierte, aber ungelernte Junge vom Lande, dort der ehrgeizige Spieler und Student Klopp, der heute Teammanager beim FC Liverpool ist. „Kloppo hatte immer drei Bücher auf dem Bett, und ich hab immer Fernsehen geguckt bis zum Testbild!“ Bis Brinkmann irgendwann nachts wutentbrannt einen Fernseher aus dem Zimmerfenster warf, weil er mit dem Programm unzufrieden war. Da flüchtete selbst der damals schon zähnefletschende Klopp. „Niemand, nicht mal die Gegenspieler, hat mich jemals so beschimpft wie mein eigener Mannschaftskollege. Aber Kloppo ist eben 100 Prozent Emotion“, so Brinkmann über seinen früheren Kameraden. Später arbeitete er auch mit Trainer Benno Möhlmann zusammen, der gebürtig aus Lohne stammt. Brinkmann nannte ihn „einen Gentleman, der immer Wort gehalten hat“. Der aber auch ein Urteil aussprach, das bis heute gilt: „Brinkmann ist nicht disziplinierbar“.

Zeit für ein Update! Mit der jüngsten Überarbeitung unserer App haben wir das Nachrichten-Erlebnis auf dem Smartphone weiter verbessert und ausgebaut. Jetzt im Google-Playstore und im  Apple App-Store updaten oder downloaden.

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Ansgar Brinkmann spendiert zum Firmenjubiläum deftige Schoten - OM online