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Am C-Port tanken Autos nun grünen Strom

Im Gewerbepark C-Port West hat am Freitag ein großer Ladepark für Elektroautos eröffnet. Der Strom dafür stammt aus einer Solaranlage, bezahlt wird, wie an jeder Tankstelle, mit EC- oder Kreditkarte.

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Volltanken bitte: Landrat Johann Wimberg (von rechts), Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann und Unternehmer Bernd Plaggenborg eröffneten am Freitag einen großen Ladepark für E-Autos am C-Port. Foto: Stix

Volltanken bitte: Landrat Johann Wimberg (von rechts), Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann und Unternehmer Bernd Plaggenborg eröffneten am Freitag einen großen Ladepark für E-Autos am C-Port. Foto: Stix

Eine herkömmliche Tankstelle gibt es im Gewerbegebiet an der Bundesstraße 401 schon lange. Jetzt ist ein Ladepark für E-Autos hinzugekommen: 2 Schnell- und 4 normale Ladesäulen mit jeweils doppelt so vielen Ladepunkten hat Unternehmer Bernd Plaggenborg am Freitag an einer seiner Produktionshallen in der Robert-Bosch-Straße im C-Port West eröffnet. Der besondere Clou daran: Man kann hier nicht nur mit speziellen Ladekarten der Stromanbieter bezahlen, sondern auch ganz normal mit EC- und Kreditkarte.

"Das war für mich ein ganz wichtiger Punkt", sagt Plaggenborg, der im C-Port das Metallbauunternehmen Metallu betreibt. Ein anderer ist die Stromerzeugung: Die Anlage bezieht ihren Strom tagsüber aus einer großen Solaranlage auf dem Dach der Halle. "Die produziert 1,1 Millionen Kilowattstunden im Jahr", sagt Plaggenborg. "Davon benötige ich 500.000 für die Produktion, der Rest fließt in die Ladestation." Wenn das Wetter mitspielt, tanken E-Autos am C-Port grünen Strom.

"Das Hafenareal am Küstenkanal ist durch die unmittelbare Nähe zum Kreuz der Bundesstraßen 72 und 401 ein perfekter Platz für einen Ladepark in diesem Ausmaß."Johann Wimberg, Landrat

Landrat Johann Wimberg wies bei der Eröffnung des Ladeparks auf die Bedeutung der Infrastruktur für die E-Mobilität und den Klimawandel hin. "Das Hafenareal am Küstenkanal ist durch die unmittelbare Nähe zum Kreuz der Bundesstraßen 72 und 401 ein perfekter Platz für einen Ladepark in diesem Ausmaß", sagte er. Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann unterstrich, dass ein großflächiges Netz an Ladepunkten die Anschaffung von kleineren E-Fahrzeugen mit geringerer Reichweite auch in ländlichen Gegenden  reizvoller mache.

Gegenüber dem Ladepark will sich demnächst ein Catering-Unternehmen ansiedeln, das dann auch eine Einkehrmöglichkeit für Reisende bietet. "Das ist für die Wartezeit eine großartige Ergänzung", sagt Plaggenborg. Eine Schnellladesäule kann den Akku eines E-Autos in 30 Minuten auf 80 Prozent seiner Kapazität aufladen. "Das passt", so Plaggenborg, "genau für eine kurze Pause samt Snack und Erfrischung."

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