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Als "Querdenker" auf einer Wellenlänge

Nadine Krefeld tritt ihren Posten als Geschäftsführerin im St.-Marien Hospital an und will sich schnell einarbeiten.

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Gute Stimmung zum Auftakt: Bernd Wessels begrüßt Nadine Krefeld, mit er als Doppelspitze das Marien-Stift führt. Foto: Claudia Wimberg

Gute Stimmung zum Auftakt: Bernd Wessels begrüßt Nadine Krefeld, mit er als Doppelspitze das Marien-Stift führt. Foto: Claudia Wimberg

Windiges Wetter in ohnehin stürmischen Zeiten begleitete ihren ersten Arbeitstag. Dennoch trat Nadine Krefeld ihn entspannt an, „da ich ja nicht in ein verlorenes Feld komme und ein Krankenhaus retten muss", sagt die neue Geschäftsführerin des Friesoyther St.-Marien-Stifts, die mit Geschäftsführer Bernd Wessels ab jetzt eine Doppelspitze bildet.

Mitten in der zweiten Corona-Welle begrüßte Wessels seine Kollegin gestern mit einem sogenannten "Onboarding" auf der Kommandobrücke des Krankenhauses. Diesen Begriff aus dem Personalmanagement „kenne ich auch noch nicht so lange, aber er passt ganz gut", betonte der 55-Jährige, der die 36-jährige Betriebswirtin schon per Beamer und Großbildschirm mit ersten Strukturen und Maßnahmen vertraut machte und Chancen wie Risiken erörterte.

Manches Mal auch gegen den Strom schwimmen

Als persönliches Präsent gab es neben Blumen den "Musterbrecher", eine Lektüre für Führungskräfte, die nicht in Schablonen handeln, sondern auch quer denken wollen und "manches Mal gegen den Strom schwimmen müssen, um sich, wie wir in diesem Fall, als keine Einheit zu behaupten", unterstrich Wessels und liegt damit auf einer Wellenlänge mit Nadine Krefeld. „Das ist auch meine Überzeugung", sagt das Vorstandsmitglied, das zurzeit „noch viel begreifen und zusammenführen muss" und dem Anspruch gerecht werden will, „mich möglichst schnell einzuarbeiten, um einen Mehrwert zu erbringen.

Wie berichtet, ist die gebürtige Nordhornerin vom Universitätsklinikum Münster nach Friesoythe gewechselt, wo sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern voraussichtlich im Sommer sesshaft werden möchte.

Als gleichberechtigte Führungskraft teilt sie sich im St.-Marien-Stift die anstehenden Aufgaben gezielt mit Bernd Wessels auf. So übernimmt er die strategische Ausrichtung und sie ist für das operative Geschäft im Hause mit rund 700 Mitarbeitern zuständig.

2020 krisenbedingt rund 600 Patienten weniger

Angesichts der Corona-Pandemie sei aktuell wieder ein leichter Rückgang der Patienten spürbar. Auch die Aufenthaltsdauer werde verkürzt, teilte Wessels mit. "Keine Nacht länger als unbedingt erforderlich", laute offenbar die Devise und Operationen, die zeitlich nicht zwingend notwendig sind, werden verschoben", berichtet der Geschäftsführer und wiederholt die Aussage, dass die Sicherheit im Hause noch weiter hochgefahren wurde, "alle sensibilisiert sind und niemand sich unsicher zu fühlen braucht."

Grundsätzlich verzeichnet das Hospital 2020 aufgrund der Krise mit Lockdown rund 600 Patienten weniger. Statt einer Auslastung von bisher 85 bis 90 Prozent zu dieser Jahreszeit, sind es in diesen Tagen 75.

Mehr als ausgelastet ist der Bereich der qualifizierten Entgiftung. "Dem hohen Bedarf können wir in den Räumen aufgrund der Abstands- und Hygienevorschriften leider nicht gerecht werden. Das ist ein Problem", bedauert Wessels und hofft für die Betroffenen, dass sie auch unter diesen erschwerten Bedingungen „gut durch die Zeit kommen."

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