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Als die Bilanzsumme in die Trillionen ging

Die Volksbank Damme hat in ihrem Gebäude an der Mühlenstraße ein eigenes kleines Museum eröffnet. Die Ausstellung ist Teil des Volksbank-Projekts „Wünsche finanzieren“.

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Viele Informationen rund ums Geld: Marion Brand und Heiko Bertelt finden die Ausstellung sehr gelungen. Foto: Lammert

Viele Informationen rund ums Geld: Marion Brand und Heiko Bertelt finden die Ausstellung sehr gelungen. Foto: Lammert

Im Sockelgeschoss des Gebäudes der Volksbank Damme verbirgt sich seit wenigen Monaten etwas ganz besonderes: Im ehemaligen Vorraum des Tresorraumes hat die Bank im Zuge der Sanierungsarbeiten nach dem Wassereinbruch im Juni des vergangenen Jahres ihr eigenes kleines Museum mit 2 Themenschwerpunkten eingerichtet:

Der eine behandelt die Geschichte der am 17. September 1905 gegründeten Bank, die damals jedoch noch Dammer Spar- und Darlehnskasse hieß und deren erster Rendant August Leiber (-Wehberg) war. Er schied erst 1937 aus. Der zweite Schwerpunkt befasst sich mit der Geschichte des Geldes beziehungsweise vorheriger Zahlungsmittel von der Steinzeit, als die Menschen Waren noch tauschten, bis zum Bitcoin.

Manch interessante Zahl lässt sich in der von den Volksbank-Mitarbeitern Marion Brand, Herbert Bornhorst, Jan-Bernd Echtermann und Frederik Lüking konzipierten Ausstellung entdecken. So die Bilanzsummen in der Geschichte der Volksbank Damme. Die erste lag bei 22.000 Mark, die höchste 1923 in Zeiten der Inflation bei 143 Trillionen Mark. Im vergangenen Jahr erreichte die Bilanzsumme der Bank, die inzwischen mit den ehemaligen Volksbanken Osterfeine, Holdorf und Neuenkirchen-Vörden die Volksbank Dammer Berge bildet, 838,5 Millionen Euro.

Dammer Stadtmuseum stellt Teil der Fotos bereit

Herzstücke der beiden Ausstellungsbereiche sind 2 Touchscreens, auf denen die Besucher zum Beispiel Fotos aus der Bankgeschichte, aber auch Zahlen und Informationen über wichtige Ereignisse abrufen können. Einen Teil der Fotos hat das Dammer Stadtmuseum bereitgestellt, ebenso wie einige Geldscheine, darunter Dammer Notgeld, die in 2 Vitrinen ausgestellt sind. Ferner findet sich ein Sparbuch aus 1932.

Die Ausstellung, die jeder interessierte Bürger während der Öffnungszeiten der Volksbank Damme an der Mühlenstraße besuchen kann, ist Teil des Volksbank-Projekts „Wünsche finanzieren“. Auf der einen Seite können sich die Schüler in der Bank von deren Mitarbeitern etwa über die Themen Sparen und Kredite, aber auch über Berufe informieren lassen, zum anderen könnten sie dann auch die Ausstellung besuchen, sagt Marion Brand, die in der Bank im Bereich Marketing und Vorstandsassistenz tätig ist.

Sie sieht in diesem Angebot eine Ergänzung zum Projekt der Dammer Bürgerstiftung mit dem Titel „Was kostet mein Leben?“. Das sei zweigeteilt, sagt Heiko Bertelt vom Vorstand der Bürgerstiftung. Zum einen sprechen die rund zehn ehrenamtlichen Helfer der Stiftung in der Haupt- und in der Realschule mit Neunt- und Zehntklässlern über den Umgang mit Geld. Zum anderen zeigen sie den Jugendlichen zum Beispiel, welche Versicherungen sie nach dem Start ins Berufsleben brauchen oder auch welche Kosten ein Auto über den Kaufpreis hinaus aufwirft.

  • Info: Gruppen, die die Ausstellung in der Volksbank an der Mühlenstraße besichtigen wollen, können sich bei Marion Brand, Telefon 05491/667199, anmelden.

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