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Thema: VW investiert in autonomes Fahren – Satte 73 Milliarden Euro sollen in neue Techniken und Vernetzung von Fahrzeugen gesteckt werden. Es wirkt so, als setze VW jetzt alles auf eine Karte.

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Die deutschen Autobauer wollen aufholen, allen voran Volkswagen. Nachdem der konsequente Start in die E-Mobilität viel zu lange verschlafen wurde, will der Konzern jetzt satte 73 Milliarden Euro in neue Techniken wie autonomes Fahren und Vernetzung von Fahrzeugen stecken. Das ist sicher mehr als ehrgeizig. Es wirkt so, als setze VW jetzt alles auf eine Karte, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Und man kann den Eindruck gewinnen, als sei der Autokonzern jetzt bedacht, nicht noch einmal Tesla das Feld zu überlassen, sondern bemüht, den US-Autobauer künftig rechts zu überholen. Dabei hatte VW beim Start von ID.3 und dem neuen Golf grob unterschätzt, dass es gerade das Zusammenspiel der Software ist, die die E-Mobilität von morgen ausmacht. Es sind nicht allein Akkus und E-Motoren, die Elektroautos nach vorne schieben. Nicht umsonst liegt die Kernkompetenz Teslas besonders im Softwarebereich.

Hier aufzuholen und alle Möglichkeiten auszuschöpfen, ist richtig. Das kann der große Wurf werden, muss es aber nicht. VW sollte hier mehr an seine Kunden denken. Denn denen sind die E-Autos noch viel zu teuer, die Reichweiten viel zu kurz. Und es fehlt vor allem die Ladeinfrastruktur. Solange diese Fragen nicht zufriedenstellend gelöst sind, läuft VW angesichts des Investitionsvolumen Gefahr, sich verkalkuliert zu haben.

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