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Akademie Überlingen feiert 15-jähriges Bestehen in Vechta

Zu dem Geburtstag gab es viele Stationen zum Mitmachen am Standort Neuer Markt. Alle Einnahmen werden an den Verein "Hilfe für krebskranke Kinder" gespendet.

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15 Jahre AKÜ: Anna Aszmons, Jennifer Ertel und Timo Heimburger (von links) präsentieren die verschiedenen Geburtstagsaktionen.   Foto: Hahn 

15 Jahre AKÜ: Anna Aszmons, Jennifer Ertel und Timo Heimburger (von links) präsentieren die verschiedenen Geburtstagsaktionen.   Foto: Hahn 

15 Jahre – so lange ist die Akademie Überlingen (AKÜ) in Vechta schon tätig. Das feierten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Mitmachaktionen am Standort Neuer Markt. Seit 2006 ist das private Bildungsunternehmen für Erwachsenenbildung im Raum Vechta aktiv, berichtete Standortleiterin Michelle Espelage. Seit 2019 führt sie den neuen Standort Vechta/Lohne. Die AKÜ biete vor allem von der Agentur für Arbeit geförderte Kurse für Arbeitssuchende. Aktuell seien es circa 150 Teilnehmende aus dem Landkreis Vechta in 8 verschiedenen Qualifizierungsmaßnahmen.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hätten schon Anfang des Jahres die Idee gehabt, den Geburtstag groß zu feiern, berichtete die Dinklagerin. Angesichts der Pandemie hätten sie aber mit der Planung noch ein wenig abgewartet. Nun konnte mit Genehmigung der Stadt, einem Hygienekonzept, der 3G-Regel und Kontaktnachverfolgung durch die Luca- oder Corona-Warn-App die Feier stattfinden. 200 Einladungen waren im Vorfeld verschickt worden. Die Gäste konnten an 6 Stationen spielen, essen, trinken und vor allem: spenden. "Soziales Engagement ist uns wichtig", erläuterte Espelage die Spendenaktion. Alle Einnahmen, außer die des Imbisswagens, gehen demnach an den Vechtaer Verein "Hilfe für krebskranke Kinder".

6 Stationen mit verschiedenen Angeboten

Ann-Kristin Südkamp vom Standort Lohne und Nicole Storck vom Standort Vechta verkauften am Büdchen "Made with love" von den Teilnehmerinnen der Maßnahme selbst hergestelltes Gebäck und Haushaltsutensilien. 17 Frauen mit Migrationshintergrund besuchen aktuell die niederschwellige 6-monatige Maßnahme zu "Kosmetik und Hauswirtschaft". Da geht es für die Frauen vor allem um den Erwerb von Deutschkenntnissen und praktische Einblicke in Kochen oder Backen, erläuterte Südkamp.

Speisen wurden bei der "Kulinarischen Weltreise" aus aller Welt angeboten. Ein Mann und 10 Frauen aus der Maßnahme "Servicefahrer und Hauswirtschaft" hatten Gerichte aus ihren Herkunftsländern vorbereitet. "Die haben 2 Tage in der Küche gestanden", sagte Irina Lachenmeier. Sie leitet die 6-monatige Maßnahme an, die vor allem auf Arbeitsplätze im sozialen Bereich abzielt. "Sie lernen älteren Menschen zu helfen, alle sozialen Komponenten und machen den Führerschein", erklärte Lachenmeier.

Game Stop: Auszubildender Volkan Önder (links) und sein Ausbilder Harun Colak spielen gegeneinander Slink Puck. 
Foto: Hahn
Kulinarische Weltreise: Irina Lachenmeier präsentiert eine der verschiedenen Speisen aus den Herkunftsländern der Teilnehmer. 
Foto: Hahn
Made with love: Nicole Storck (links) und Ann-Kristin Südkamp sammeln Spenden beispielsweise mit Gebäck und selbst genähten Topflappen. 
Foto: Hahn
Sparschwein: Die Einnahmen der Veranstaltung werden an den Verein Hilfe für krebskranke Kinder Vechta gespendet.
Foto: Hahn
Gewinne: Standortleiterin Michelle Espelage zeigt das Gewinnspiel: Wie viele Luftballons sind in dem Auto?
Foto: Hahn
Gedeckter Tisch: Teilnehmer einer Maßnahme hatten eine festliche Tafel fachgerecht eingedeckt. Die Besucher konnten sich selber beim Servietten falten ausprobieren. 
Foto: Hahn

Birgit Sieveke leitet die Vorbereitung der AKÜ auf eine externe Prüfung zur Hauswirtschaftskraft. Mit der Prüfung vor der Handwerkskammer hätten die Teilnehmenden dann eine abgeschlossene Ausbildung vorzuweisen, sagte sie. Der Kurs, der normalerweise über 16 Monate gehe, sei aufgrund der Pandemie auf 11 Monate verkürzt worden. Praktika seien nicht möglich gewesen, der Unterricht habe teilweise online stattfinden müssen. Trotzdem hätten 3 der 8 Teilnehmenden schon vor Kursende einen Job gefunden. Der Kurs hatte für den Geburtstag eine festliche Tafel fachgerecht eingedeckt. Bei einer "Speedchallenge" konnte sich jeder selber testen: Wie schnell kann man eine Serviette in der Technik "Bierstängel" falten? 

Auch beim "Game Stop" wurden Wettkämpfe ausgetragen. Harun Colak wurde umringt von seinen Auszubildenen, die mit ihm das Spiel "Slink Puck" spielen wollten. Auch Dosenwerfen, Boccia, Cornhole, Leitergolf und Zielschießen mit dem Fußball waren Spielmöglichkeiten. Colak bildet aktuell 10 Männer und eine Frau in der Berufsausbildung Lagerlogistik aus. Die Theorie lernen die Teilnehmenden in der AKÜ, 40 Arbeitstage pro Lehrjahr geht es in die Kooperationsbetriebe, erklärt Colak. Das Angebot richte sich vor allem an junge Menschen, die keinen Ausbildungsplatz gefunden hätten oder pädagogische Unterstützung benötigten. 

"Nicht nur die berufliche Weiterbildung ist für uns wichtig, sondern auch die soziale Integration."Carolin Idasiak, Teamleiterin Jobcenter Vechta

Auch der Geschäftsführer des Jobcenters Vechta, Frank kleine Kruthaup, besuchte mit seinen Kolleginnen, der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Katharina Drees, und der Teamleiterin für Markt und Integration, Carolin Idasiak, die Feier. "Nicht nur die berufliche Weiterbildung ist für uns wichtig, sondern auch die soziale Integration", erklärte Idasiak die Bedeutung von Weiterbildungsanbietern wie der AKÜ. Die 15-jährige Zusammenarbeit mit der Akademie Überlingen als "langjähriger, aufgeschlossener Partner" laufe super, betonte Drees. 

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