Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

77 Infizierte auf Schlachthof von PHW in Bogen

1000 Personen haben die bayrischen Behörden auf das Corona-Virus getestet. Im Landkreis Vechta sieht es indes besser aus.

Artikel teilen:
Bei einer  Corona-Testung an dem Schlachthof in Bogen ist das neuartige Virus bei 59 Menschen festgestellt worden. Insgesamt sind nach aktuellem Stand damit 77 Mitarbeiter infiziert. Foto: dpa

Bei einer  Corona-Testung an dem Schlachthof in Bogen ist das neuartige Virus bei 59 Menschen festgestellt worden. Insgesamt sind nach aktuellem Stand damit 77 Mitarbeiter infiziert. Foto: dpa

Bei einer groß angelegten Corona-Testung in einem Wiesenhof-Schlachthof im Landkreis Straubing-Bogen ist das Virus bei weiteren 59 Menschen festgestellt worden. Zuvor war bei 18 Mitarbeitern das Virus nachgewiesen worden. Daraufhin hatten die bayrischen Behörden eine Reihenuntersuchung aller rund 1.000 Mitarbeiter angeordnet. Die dafür nötigen Abstriche wurden am Dienstag und Mittwoch genommen. Stand Freitag sind demnach insgesamt 77 Beschäftigte infiziert. Rund 150 weitere Mitarbeiter sollen noch getestet werden.

Mitte der Woche hatte die PHW-Gruppe in Rechterfeld mitgeteilt, dass es in den Schlachthöfen in Lohne und Wildeshausen keine Infektionen mit dem Coronavirus gebe. Nach negativen Tests bei Westfleisch in Bakum am Anfang der Woche gab die Vechtaer Kreisverwaltung am Freitag auch Entwarnung für einen fleischverarbeitenden Betrieb der Vion-Gruppe in Holdorf. Auch hier seien 53 Tests negativ ausgefallen, teilte Landkreis-Sprecher Jochen Steinkamp am Abend mit. Anlass für die Abstriche war, dass das Coronavirus  bei 130 Mitarbeitern eines Vion-Schlachtbetriebes in Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden war. 

Steinkamp erklärte: „Der Landkreis Vechta wird aufgrund der Fälle in Bogen Kontakt zur Betriebsleitung von Wiesenhof aufnehmen, die Situation analysieren und sich dann mit dem Land Niedersachsen abstimmen. Dabei werden auch mögliche Tests geprüft werden.“

Arbeiterunterkünfte werden unter Quarantäne gestellt

Im Landkreis Straubing-Bogen sind unterdessen die Unterkünfte, in denen betroffene Mitarbeiter leben, nach Angaben des Landratsamts unter Quarantäne gestellt worden. Lokale Medien berichten, Infizierte, die dort nicht isoliert werden könnten, seien in eine zentrale Einrichtung gebracht worden. Dort werde die Quarantäne durch einen Sicherheitsdienst überwacht.

Nach Bekanntwerden des Corona-Ausbruchs in Bogen kündigte der dortige Schlachthof-Geschäftsführer Jürgen Loibl nach Angaben lokaler Medien weitere freiwillige Tests an. Das Ziel sei „der bestmögliche Schutz aller unserer Beschäftigten, die Sicherstellung des Tierschutzes und die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit frischem Geflügelfleisch“.

Die örtlichen Behörden verwiesen am Freitag darauf, dass die Anti-Corona-Maßnahmen im Landkreis Straubing-Bogen wieder verschärft werden könnten, sollten binnen sieben Tagen mehr als 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner bestätigt werden. Dies solle möglichst verhindert werden.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

77 Infizierte auf Schlachthof von PHW in Bogen - OM online