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"50+1“: Jubiläumsempfang des Zweckverbandes Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre mit Verspätung

Der Zweckverband Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre ist 2020 50 Jahre alt geworden. Corona ließ eine Feier aber erst jetzt zu. Die Gäste sparten dabei nicht mit lobenden Worten.

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Präsent für den Festredner der Jubiläumsfeier: Der Präsident der Oldenburgischen Landschaft, Prof. Dr. Uwe Meiners (links), wird mit einem Geschenk von Maria Oloew, Johann Wimberg und Bernhard Möller (von rechts) überrascht. Foto: Passmann

Präsent für den Festredner der Jubiläumsfeier: Der Präsident der Oldenburgischen Landschaft, Prof. Dr. Uwe Meiners (links), wird mit einem Geschenk von Maria Oloew, Johann Wimberg und Bernhard Möller (von rechts) überrascht. Foto: Passmann

Im vergangenen Jahr ist der Zweckverband Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre (ETT) 50 Jahre alt geworden. Groß sollte der runde Geburtstag gefeiert werden. Doch daraus wurde nichts. Corona schlug zu und das Festwochenende wurde abgesagt. Doch ganz wollte man sich dann doch nicht der Pandemie beugen. So gab es 2021 ein Jubiläumsprogramm "50+1“ mit Aktionen und Erlebnissen – und kürzlich im Hotel Seeblick an der Talsperre einen kleinen Jubiläumsempfang mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung.

Wachstum während der Pandemie unterbrochen

"Damals konnte niemand absehen, was sich aus der Gründung des Zweckverbandes, ein Zusammenschluss von 7 Gemeinden und einem Landkreis, entwickeln würde. Mittlerweile hat sich der Tourismus zu einer echten Wirtschaftskraft entwickelt", begrüßte Bernhard Möller, Vorsitzender der Verbandsversammlung, die Gäste. Die steigenden Umsatz- und Übernachtungszahlen würden eine deutliche Sprache sprechen. Jedoch sei das Wachstum 2020 und 2021 durch Corona unterbrochen worden. "Es gab erhebliche Einbrüche im touristischen Bereich“, meinte Möller. Mittlerweile seien aber wieder positive Signale von touristischen Anbietern gesendet worden.

Als ein malerisches Blau im Herzen Niedersachsens bezeichnete der Landrat des Landkreises Cloppenburg und Verbandsgeschäftsführer des Zweckverbandes, Johann Wimberg, das Erholungsgebiet. "Es ist ein wahres Kleinod für Touristen und als Ort der Naherholung für die Menschen im Oldenburger Land geworden“, so der Landrat. Die Thülsfelder Talsperre habe sich zu einem beliebten und weit über die Region hinaus bekannten Urlaubs- und Ausflugsziel gemausert. Das Erholungsgebiet sei ein Standbein der lokalen Wirtschaft. Viele würden davon profitieren, so Wimberg.

"Die Thülsfelder Talsperre ist zu einem Qualitätsmerkmal in unserer Region geworden, zu einer Art Vorzeigeobjekt mit mittlerweile fast 354.000 Übernachtungen."Festredner Prof. Dr. Uwe Meiners, Präsident der Oldenburgischen Landschaft

"Der Interessengemeinschaft Thülsfelder Talsperre ist mit dem Zweckverband und der Umsetzung beispielhafter Projekte ein großer Wurf gelungen“, betonte der Präsident der Oldenburgischen Landschaft, Prof. Dr. Uwe Meiners, in seiner Festrede. Für den ehemaligen Direktor des Museumsdorfes Cloppenburg ist die künstlich entstandene Talsperre ein Stück Heimat, ein Stück oldenburgische Heimat, die als kulturlandschaftliches Highlight in dieser Region einfach dazu gehöre. "Die Thülsfelder Talsperre ist zu einem Qualitätsmerkmal in unserer Region geworden, zu einer Art Vorzeigeobjekt mit mittlerweile fast 354.000 Übernachtungen, wo zugleich ökologische und touristische Interessen in Einklang gebracht wurden und werden", sagte Prof. Dr. Meiners.

Ob das allerdings nachhaltig gelinge, werde man aufs Neue reflektieren müssen. Die Thülsfelder Talsperre sei ein wahrer Schatz und ein großartiges Geschenk im Oldenburger Land. Dafür dankte er allen Verantwortlichen. "Wie aber gehen wir mit lieb gewordenen Räumen zukünftig um? Welche Chancen haben sie angesichts von enormem Bevölkerungswachstum und globaler Migration von Klimaerwärmung und Umweltkatastrophen? Und das nicht irgendwo in der Wüste oder Arktis , sondern hier vor Ort. Was wird aus der Thülsfelder Talsperre, wenn Menschen im Sommer nicht mehr baden könnten? Wenn der Wasserzustrom aus dem Oberlauf versiegte und der touristische Traum vom einmaligen Erlebnis der Schärenküstenlandschaft im Oldenburger Münsterland für immer dahin wäre“, fragte sich der Präsident.

Kommt der Thülsfelder Aal in Bronze zurück?

Doch davon sei das Erholungsgebiet weit entfernt. Aber über das Geschaffene dürfe man nicht die Käseglocke stülpen und sich allein auf das Bewahren und Erhalten konzentrieren. Ökologie und wirtschaftliche Aspekte müssten verzahnt werden, meinte der Präsident der Oldenburgischen Landschaft.

Musikalisch umrahmte Chris Bruns mit Gesang und Gitarre die Jubiläumsfeier. Eine Zusammenstellung von Projekten aus 50 Jahren Zweckverband gibt es in einer Jubiläumsbroschüre. Zum Abschluss regte Antonius Bösterling aus Cloppenburg an, den Thülsfelder Aal in Bronze wieder an verdiente Persönlichkeiten zu verleihen, die sich für das Erholungsgebiet einsetzen. Letztmalig gab es die Auszeichnung vor 34 Jahren. Er übergab die Skulptur an Landrat Johann Wimberg, der die Idee positiv aufnahm.

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