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40000 ausländische Erntehelfer reichen nicht

Weiterhin werden auch heimische Kräfte für die Arbeit auf Feldern und in den Gewächshäusern der Region gesucht.

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Die Landwirtschaft benötigt helfende Hände. Vor allem die heimischen Betriebe, die auf den Obst- oder Gemüseanbau spezialisiert sind, werden in dieser Saison weniger ausländische Kräfte für Pflanz- und Erntearbeiten anwerben können. Foto: pixabay

Die Landwirtschaft benötigt helfende Hände. Vor allem die heimischen Betriebe, die auf den Obst- oder Gemüseanbau spezialisiert sind, werden in dieser Saison weniger ausländische Kräfte für Pflanz- und Erntearbeiten anwerben können. Foto: pixabay

Die Entscheidung der Bundesregierung, jetzt doch Erntehelfer aus dem Ausland unter bestimmten Bedingungen einreisen zu lassen, hat vielerorts in der Landwirtschaft, vor allem bei den Obst- und Gemüseanbauern in der Republik, für Erleichterung gesorgt. Dennoch ist klar, dass die jetzt im April und Mai unter strengen Auflagen einreisenden 40000 ausländischen Kräfte nicht ausreichen werden, um alle anstehenden Pflanz- und Erntearbeiten zu verrichten. Deshalb werden von den Landwirten nach wie vor auch Saisonarbeitskräfte in Deutschland gesucht.

Wer Interesse an einer Arbeit auf den Feldern und in den Gewächshäusern der Region hat, verfügt inzwischen über mehrere Möglichkeiten, sich über Jobangebote zu informieren. Natürlich kann immer auch der Landwirt vor Ort persönlich angesprochen werden, ob dieser Hilfe benötigt – das empfiehlt zum Beispiel die bäuerliche Basisverbindung „Land schafft Werte“.

Erntehelfer aus Bulgarien und Rumänien kommen auch in den Landkreis Vechta nicht in ausreichender Zahl. Die Arbeitsagenturen schätzen allein den Bedarf in Niedersachsen auf rund 40000 Kräfte bis zum September dieses Jahres.

Auch die Agentur für Arbeit, der Landkreis und das Kreislandvolk Vechta unterstützen die suchenden Betriebe. Sie raten den Landwirten die Börse unter www.arbeitsagentur.de zu nutzen. „Die Jobbörse ist mit diversen regionalen Portalen vernetzt“, erklären Agentur-Chefin Tina Heliosch, Landrat Herbert Winkel und Kreislandvolk-Geschäftsführer Dr. Friedrich Willms. Freie Stellen aus der Landwirtschaft können online oder telefonisch bei Caroline Scheper vom Arbeitgeberservice unter Telefon 04441/946-2232 gemeldet werden.

Neben bekannten Portalen wie etwa www.om-stellen.de entstehen derzeit Plattformen, über die Erntehelfer und Landwirte zusammengebracht werden sollen. So hilft auch das Portal www.agrarjobboerse.de der Landwirtschaftskammern bei der Suche und der Vermittlung von Saisonkräften. Für potenzielle Erntehelfer sei es wichtig, ihre Zuverdienstmöglichkeiten zu prüfen, weist Dr. Matthias Heyder, bei der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen Leiter des Fachbereichs Arbeitnehmerberatung, Weiterbildung auf einen wichtigen Punkt mit Bezug auf Saisonarbeitsverhältnisse hin.

Die Plattform www.saisonarbeit-in-deutschland.de bringt ebenfalls Landwirte und suchende Helfer zusammen. Landwirte können dort ihre Stellenangebote einstellen. Wer auf den Höfen helfen möchte, erhält auf der Plattform weitere Informationen. So wird ein Bild von der Arbeit vermittelt, man kann die Höfe nach Region, Monat und Betriebsart filtern und auch suchen. Über die hinterlegten Kontaktdaten (in der Regel Telefon oder E-Mail) ist es einfach und unkompliziert, direkt mit dem Betrieb Kontakt aufzunehmen. Die Plattform wurde vom Gesamtverband der deutschen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände entwickelt und wird vom Deutschen Bauernverband unterstützt.

  • Info: Mehr zum Thema unter www.saisonarbeit-in-deutschland.de; www.agrarjobboerse.de; www.arbeitsagentur.de; www.das-land-hilft.de.

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