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31 Partner unterstützen den Impfaufruf im Oldenburger Münsterland "Wir sagen Ja zum Impfen"

Die beteiligten Unternehmen ändern ihre Werbeslogans. So rufen etwa die Volks- und Raiffeisenbanken in der Region mit dem äußerst passenden Slogan "Wir impfen uns den Weg frei." zur Impfteilnahme auf.

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"Wir sagen Ja zum Impfen.": 31 Unternehmen aus dem Oldenburger Münsterland starten jetzt einen lokalen Impfaufruf. Foto: Niehues

"Wir sagen Ja zum Impfen.": 31 Unternehmen aus dem Oldenburger Münsterland starten jetzt einen lokalen Impfaufruf. Foto: Niehues

Eine pfiffige Idee zieht Kreise: Mit Start am 7. Dezember fanden sich zunächst 150 Unternehmen in Deutschland zusammen, änderten ihre Werbeslogans und fordern seither Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich gegen die Corona-Pandemie zu stemmen, sich impfen oder boostern zu lassen. Bekannte mittelständische, inhabergeführte Unternehmen machen bei der Aktion ebenso mit wie große Konzerne. Auf Initiative von Ann Börries, Marketingleiterin bei Weltec Biopower in Vechta, beteiligen sich nun auch 31 Unternehmen und Institutionen im Oldenburger Münsterland (OM). Diese versammeln sich hinter der Losung "Wir sagen Ja zum Impfen." Partner der Initiative ist die OM-Mediengruppe.

"Have a break, have a pieks"Abgewandelter Impf-Werbeslogan des Kitkat-Schokoriegels

Die Veränderung aktueller Werbeslogans wie etwa für den Kitkat-Schokoriegel mit "Have a break, have a pieks" oder den von BMW in "Freude am Impfen" finden gesellschaftlich großen Widerhall. Derart witzig zum Impfen aufzufordern, das fand auch Ann Börries "außerordentlich gut". Für sie lag es nahe, nicht nur selbst teilzunehmen, sondern die Kampagne auf das OM herunterzubrechen. Nachdem die Marketingleiterin der Firma Weltec Biopower in Vechta zunächst selbst Firmen angesprochen hatte, merkte sie schnell, "dass viele mitmachen würden, was allein zu organisieren wohl schwierig geworden wäre". Der Weg zur OM-Mediengruppe und deren Geschäftsführer Dr. Michael Plasse war schließlich ein kurzer.

Plasse sieht in der lokalen Initiative ein "außerordentlich unterstützenswertes Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung". Um die Pandemie auch vor Ort endlich einzudämmen, sei es "entscheidend, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen". Denn noch ist die Impfquote in Deutschland mit rund 70 Prozent viel zu gering. Epidemiologen der Universität Tübingen sehen die vor der weiteren Verbreitung der Viren schützende "Herdenimmunität" erst bei einer Impfquote von 90 Prozent.

Wenn sich Big Dutchman in "Big Impfung" umtauft, Pöppelmann mit "Impfen. Machen wir" auftritt oder die Volks- und Raiffeisenbanken in der Region treffend "Wir impfen uns den Weg frei." titeln, dann sollen die neuen Slogans nicht nur zum Nachdenken, sondern vor allem zum Mitmachen auffordern.

Der bundesweite Impfaufruf ist unter dem Hashtag "#ZusammenGegenCorona" zu finden. Diesen Slogan nutzt auch die Bundesregierung, um für das Impfen zu werben. Im OM wird es bis zum Ende des Jahres Werbung für "Wir sagen Ja zum Impfen." auf allen Kanälen der OM-Mediengruppe und der beteiligten Unternehmen geben. Die Aufforderung soll sich nicht nur im Printbereich über Oldenburgische Volkszeitung und Münsterländische Tageszeitung sowie die zugehörigen Sonntagsblätter verbreiten, sondern wird ebenso bei OM Online, auf einer eigenen Internetseite, bei Facebook oder auch bei Instagram in Schrift, Ton und Bild zu sehen sein. "Wir erhoffen uns große Aufmerksamkeit und ganz besonders, dass die Aufforderung tatsächlich dazu beiträgt, dass die Impfzahlen in der Region weiter steigen", so Plasse.

Ergriff die Initiative und ruft zur Impfteilnahme auf: Weltec Biopower-Marketingleiterin Ann Börries. Foto: HeinzelErgriff die Initiative und ruft zur Impfteilnahme auf: Weltec Biopower-Marketingleiterin Ann Börries. Foto: Heinzel

Börries ist die Kampagne durchaus ein persönliches Anliegen: "Ich vermisse mein altes Leben. Das kann ich aber nur zurückhaben, wenn wir uns alle impfen lassen." Sie erlebe, dass das Coronavirus ihr tägliches Leben verändere. "Die Auswirkungen zum Beispiel auf die Innenstädte, auf den dortigen Einzelhandel oder die Gastronomie werden immer sichtbarer."

Auch auf ihren exportorientierten Arbeitgeber wirke die Corona-Pandemie massiv. Es gäbe erhebliche Einschränkungen im Service- und Montagebereich, auch Messeauftritte würden dem Unternehmen fehlen. Die Geschäfte leiden.

Nur das Impfen gegen das Coronavirus schützt vor schwerwiegenden Krankheitsverläufen

Unter den regionalen Unterstützern von "Wir sagen Ja zum Impfen." finden sich auch Institutionen wie die katholische Kirche im Oldenburger Land. "Gemeinsam können wir die Pandemie beenden. Alle, die sich jetzt impfen und boostern lassen, bringen uns ein Stück vom Leben zurück.“ heißt es im Aufruf. "Lasst euch impfen!“ heißt es dann auch im Begleitvideo der Aktion. Hier wird darauf hingewiesen, dass nur ein wirksamer Impfschutz das Risiko einer Corona-Infektion und schwerer Krankheitsverläufe reduziert. Auf die oft unterschätzten Langzeitwirkungen ("Long Covid") der Erkrankung verweist Stephan Benhamza, Geschäftsführer des Aphasiezentrums in Langförden, in dem neurologische Erkrankungen behandelt werden. Nicht nur die körperlichen Folgen seien schwerwiegend, sondern auch die neurologischen. Long-Covid-Patienten leiden oft unter Konzentrationsschwächen, die Merkfähigkeit sei beeinträchtigt, manchmal auch die Sprache.

Zu den weiteren Partnern des Aufrufs gehören die Landkreise Cloppenburg und Vechta. Sie flankieren die Aktion mit Impfterminen, die über das Internet vereinbart werden können. Unabhängig davon werden natürlich weiterhin unter anderem in den Praxen der niedergelassenen Ärzte vor Ort lebensrettende Vakzine verimpft.

  • Info: Näheres finden Sie auch auf www.om-online.de, www.impfung-clp.de und www.landkreis-vechta.de.

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