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151 Handwerker erhalten Gesellenbriefe

Corona führte im Kraftfahrzeughandwerk zu starken Umsatzrückgängen. Gut läuft es hingegen wieder bei den Friseurbetrieben.

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Im Ausbildungszentrum der Maurer konnten Gäste und die zu freisprechenden Gesellen reichlich Abstand halten. Foto: Esslinger

Im Ausbildungszentrum der Maurer konnten Gäste und die zu freisprechenden Gesellen reichlich Abstand halten. Foto: Esslinger

Die Handwerker-Freisprechung im Sommer führte wegen der aktuellen Pandemie dazu, dass die Feiern an zwei Tagen und in sechs Abschnitten durchgeführt werden müssen. Bei drei Abschnitten am Samstag im Ausbildungszentrum der Maurer am Alten Flugplatz erhielten die Maler, die Metaller, die Tischler, die Friseure und die Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker ihre Gesellenbriefe überreicht. Die Feierstunde fand unter Abstandshaltung und unter den vorgeschriebenen Hygienevorschriften statt.

Kreishandwerksmeister Andreas Theilen erklärte, als er sich vor 25 Jahren selbstständig gemacht habe, sei er vielfach beraten worden, über eine Betriebsschließung aufgrund einer weltweiten Virusinfektion sei nicht gesprochen worden. Die Kreishandwerkerschaft habe durch den Ausfall der überbetrieblichen Unterweisungen einen hohen finanziellen Schaden erlitten. Eine Betriebsabfrage habe zudem ergeben, dass die schlimmsten Ausfälle im Kraftfahrzeughandwerk entstanden seien. Die Friseure hätten nach der langen Schließung nach dem Ende des „Lockdowns“ einen enormen Kundenansturm erlebt und die Ausfälle wieder ausgeglichen.

Zwei der vier Gewinner des Wettbewerbs: Für Die Gute Form“ für die gebauten Gesellenstücke wurden (von links)  Linus Espelage und Fynn von Lehmden geehrt. Foto: EsslingerZwei der vier Gewinner des Wettbewerbs: Für „Die Gute Form“ für die gebauten Gesellenstücke wurden (von links)  Linus Espelage und Fynn von Lehmden geehrt. Foto: Esslinger

Theilen zeigte sich erfreut, dass 151 Prüflinge von der Lehre freizusprechen seien. Mit drei Hammerschlägen, die für Ehrbarkeit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit stehen sprach der Kreishandwerksmeister die bisherigen Lehrlinge frei. In Deutschland gebe es 1 012 000 Handwerksbetriebe mit mehr als 5,5 Millionen Beschäftigte. Im Kreis Vechta seien von 10 000 Einwohnern 1166 Personen im Handwerk beschäftigt. Damit sei der Kreis Vechta die Handwerkerhochburg in Niedersachsen und belege Platz eins.
Ein Grußwort richtete Tina Heliosch, Vorsitzende und Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit in Vechta. Das Handwerk habe nach wie vor „goldenen Boden“. „Sie haben ein breites Wissen erworben. Das Fundament ist gelegt, vermehren Sie es“, sagte die Gastrednerin.

Wurden ebenfalls geehrt: (von links) Leon Magnus Brockhaus und Florian Theilmann. Foto: EsslingerWurden ebenfalls geehrt: (von links) Leon Magnus Brockhaus und Florian Theilmann. Foto: Esslinger

Unter der Moderation des stellvertretenden Kreishandwerksmeisters Dirk Motrzek überreichten stellvertretender Obermeister Gregor Meyer und Berufsschullehrer Matthias Dierkes den Tischlergesellen ihre Gesellenbriefe und Zeugnisse. Das Tischler-Handwerk vergibt für die handwerklich erstellten Gesellenstücke mit dem Wettbewerb: Die „Gute Form“ für die selbst gestalteten und gebauten Gesellenstücke Preise. Hier kam Linus Espelage von der Oldenburger Interior auf Platz eins vor Fynn von Lehmden, (System und Struktur), Leon-Magnus Brockhaus (Betrieb: Frank Dödtmann GmbH) und Florian Theilmann (Ralf Goda GmbH).

Am ersten Freisprechungsabschnitt wurden zwölf Maler, acht Metaller, 20 Tischler, 13 Friseure/innen und fünf Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker freigesprochen.  Am kommenden Samstag (8. August) werden in drei Abschnitten die Dachdecker die Kraftfahrzeughandwerker, die Elektrotechniker, die Zimmerer und Ausbaufacharbeiter, die Bürokaufleute und Maurer feierlich freigesprochen. Dabei werden dann auch Diplomträger besonders geehrt.

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