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130 Prüflinge von der Lehre freigesprochen

Vechtas Kreishandwerksmeister Andreas Theilen ist überzeugt: Es ist keine Energiewende ohne Handwerker möglich. Die Fachkräfte seien gefragt.

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Handwerker sind wichtig, doch Nachwuchs für den Beruf fehlt häufig. Foto: dpa/Dittrich

Handwerker sind wichtig, doch Nachwuchs für den Beruf fehlt häufig. Foto: dpa/Dittrich

Von 166 Prüflingen des Handwerks im Kreis Vechta wurden auf der Freisprechungsfeier im Waldhof in Vechta nach alter Tradition von der Lehre 130 freigesprochen. Sie hatten ihre Gesellenprüfung bestanden, 25 nicht und 11 wollen diese im nächsten Jahr nachholen. Kreishandwerksmeister Andreas Theilen und Landrat Tobias Gerdesmeyer waren sich einig, dass die neuen Gesellen eine beruflich positive Zukunft haben. Fachkräfte – und das seien die neuen Gesellen – würden überall und dringend gebraucht.

Viele Gäste wohnen Freisprechungsfeier bei

Unter den Gästen der Freisprechungsfeier wurden unter anderem Handwerkskammerpräsident Eckhard Stein, die Ehrenhandwerksmeister Günter Wittrock und Ludger Wessel, Landrat Tobias Gerdesmeyer, Berufsschulleiter Martin kleine Bornhorst und Tina Heliosch, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit, begrüßt.

Traditionell mit den schwarzen Hüten: die Zimmerer in ihrer Zunftkleidung. Foto: EsslingerTraditionell mit den schwarzen Hüten: die Zimmerer in ihrer Zunftkleidung. Foto: Esslinger

Andreas Theilen sprach sich für eine schnelle und unbürokratische Energiewende in Deutschland aus. „Photovoltaikanlagen montieren sich nicht von alleine, ebenso wie alternative Heizungssysteme, wie Wärmepumpen, Erdwärmeanlagen, Brennstoffzellen und Windanlagen nicht. Ohne uns Handwerker ist eine Energiewende in Deutschland nicht möglich“, so der Kreishandwerksmeister.

Landrat Tobias Gerdesmeyer bescheinigte den „Junghandwerkern“ eine gute Entscheidung, einen Handwerksberuf zu erlernen. Diese berufliche Entscheidung biete viele Chancen. Es gebe im Oldenburger Münsterland starke Betriebe und viele zukunftsorientierte Chancen. Mit Mut und Entschlossenheit könne man hier gut leben.

Zahlreiche Handwerker mit Diplom ausgezeichnet

Acht Frauen und ein Mann: die Friseurinnen und der Friseur erhielten ihr Zeugnis und ihren Gesellenbrief. Foto: EsslingerAcht Frauen und ein Mann: die Friseurinnen und der Friseur erhielten ihr Zeugnis und ihren Gesellenbrief. Foto: Esslinger

Unter der Moderation von Kraftfahrzeug-Obermeister Andreas Meyer wurden den Gesellen die Zeugnisse und Gesellenbriefe überreicht. 29 junge Tischler bildeten die größte Anzahl der neuen Facharbeiter, es folgten mit 16 die Kaufleute für das Büromanagement, die Elektroniker, die Maurer (darunter eine Frau) und die Friseure (darunter ein Mann). Besonderes Lob erhielten die Tischler-Gesellen für ihre Gesellenstücke, die im Haus des Handwerks ausgestellt wurden.

Mit einem Diplom ausgezeichnet wurden durch den Kammerpräsidenten Stein und Vizepräsidentin Irene Lammert die Elektroniker: Linus Böckmann, Fabian Diekmann, Stellen Themann und Marten Herzog, die Maurer Kriss Possenriede, Jakob Ruhe, Daniel Ziethen und Jon Siewe sowie die Kauffrau Linda Hain, der Zimmerer Steffen Rambau und der Kraftfahrzeugmechatroniker Leo Brinkmann. Sie nehmen alle auch künftig an den Landesentscheidungen teil.

Extra geehrt: Die elf Diplom-Träger mit dem Handwerkskammerpräsidenten Eckhard Stein und Vizepräsidentin Irene Lammert (rechts) sowie Kreishandwerksmeister Andreas Theilen und Landrat Tobias Gerdesmeyer (links). Foto: EsslingerExtra geehrt: Die elf Diplom-Träger mit dem Handwerkskammerpräsidenten Eckhard Stein und Vizepräsidentin Irene Lammert (rechts) sowie Kreishandwerksmeister Andreas Theilen und Landrat Tobias Gerdesmeyer (links). Foto: Esslinger

Besonderen Beifall auf der Freisprechungsfeier erhielt die 20-jährige Pia Prues, die erzählte, wie es ihr erging als einzige Maurer-Gesellin in der Berufsschule und täglich am Arbeitsplatz. Sie habe zeigen können, dass auch Frauen das Zeug haben, einen Maurer-Beruf zu erlernen. Sie wolle nach einer Fachhochschulreife für das Berufsschul-Lehramt studieren.

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