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100 Prozent der Kartoffeln aus der Region

Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte veröffentlicht die Firma Wernsing Feinkost einen Nachhaltigkeitsbericht für die Jahre 2018/19.

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Die Geschäftsführung von Wernsing Feinkost: Andreas Sostmann (von links), Stefan Trenkamp, Stefan Wernsing, Martin Ponzel und Alfred Kessen.   	Foto: © Wernsing

Die Geschäftsführung von Wernsing Feinkost: Andreas Sostmann (von links), Stefan Trenkamp, Stefan Wernsing, Martin Ponzel und Alfred Kessen.   Foto: © Wernsing

Die Firma Wernsing Feinkost hat heute ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht unter dem Titel „Nachhaltig wirtschaften – Zukunft gestalten“ für die Geschäftsjahre 2018/19 vorgelegt. Im Bericht erläutert das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsstrategie und wie es ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitskriterien entlang der gesamten Wertschöpfungskette folgt.

Bereits seit 2017 ist der Lebensmittelhersteller nach dem ZNU-Standard zertifiziert. Dieser Standard des Zentrums für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Witten/Herdecke unterstützt Wernsing bei der Weiterentwicklung seines Nachhaltigkeitsmanagements.

„Der Nachhaltigkeitsbericht ist ein Meilenstein für unser Unternehmen."Stefan Wernsing, geschäftsführender Gesellschafter

„Der Nachhaltigkeitsbericht ist ein Meilenstein für unser Unternehmen. Er macht unsere Aktivitäten in Sachen Nachhaltigkeit zum ersten Mal öffentlich, dokumentiert unsere Fortschritte und ist somit ein wichtiger Impuls für den Dialog mit unseren Anspruchsgruppen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Stefan Wernsing.

Gegliedert ist der Bericht in die wesentlichen Themenfelder des Unternehmens in den Kapiteln „Für gute Lebensmittel‘‘, ,,Für eine verantwortungsvolle Produktion‘‘ und ,,Für ein gutes Miteinander“.

Im Fokus stehen unter anderem der kontrollierte Anbau und die nachhaltige Beschaffung der Rohware. So stammten im Berichtszeitraum beispielsweise 100 Prozent der Kartoffeln – einer der wichtigsten Rohstoffe bei Wernsing – aus kontrolliertem und zertifiziertem Anbau – davon der überwiegende Teil aus der Region – wie die Hälfte aller anderen Zutaten auch.

Produktverpackungen wurden reduziert

Auch in puncto Verpackungsreduzierung und Recycling verzeichnete das Unternehmen Fortschritte. So konnten Produktverpackungen bei gleichbleibender Sicherheit reduziert werden. Mehr als 40 Prozent der frischen Kartoffelprodukte liefert der Hersteller bereits in Mehrwegsystemen aus. 84 Prozent der mengenmäßig eingesetzten Verpackungen sind recyclingfähig. Diese Quote soll bis 2025 auf 95 Prozent erhöht werden.

In der Produktion setzt Wernsing vor allem auf weniger, dafür grüne Energie. Während die Produktionsmenge in den vergangenen 16 Jahren um 120 Prozent gestiegen ist, stieg der Energieverbrauch um lediglich 30 Prozent. Der überwiegende Teil des Strombedarfs wird dabei mit zertifiziertem Grünstrom abgedeckt. Überhaupt setze das Unternehmen in Sachen Klima Zeichen. Zwischen 2012 und 2018 konnten die CO2-Emissionen um 42 Prozent durch den Einsatz neuer Technologien reduziert werden. Inzwischen werden auch nicht vermeidbare CO2-Emissionen durch Investitionen in Klimaschutzprojekte kompensiert. Bis spätestens 2022 will das Unternehmen eine 100-prozentige Klimaneutralität erreichen.

Verantwortungsvolles Handeln schließe Themen wie das Wohlergehen der Mitarbeiter, Sicherheit, Unternehmenskultur und gesellschaftliches Engagement mit ein. So investierte Wernsing 2018/19 beispielsweise in 16000 Stunden Fortbildung für seine Mitarbeiter, bildete rund 100 Auszubildende aus und setzte auf gezielte Nachwuchsförderung. Darüber hinaus wurden regionale soziale Projekte durch Spenden wie auch über diverse Mitarbeiteraktionen unterstützt.

Nächster Bericht soll in zwei Jahren folgen

Für Stefan Wernsing ist der Nachhaltigkeitsbericht ein wichtiger Schritt: „Entscheidend ist das Bewusstsein für die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt, Mensch und Gesellschaft. Unser Nachhaltigkeitsbericht zeigt, dass wir uns dieser Herausforderung stellen und verantwortungsvoll handeln, damit unsere Kundinnen und Kunden auch in Zukunft mit gutem Gewissen unsere Produkte einkaufen können.“

Das Unternehmen plane den nächsten Nachhaltigkeitsbericht mit Informationen zu Zielen und Fortschritten im Bereich Nachhaltigkeit im Jahr 2022 zu publizieren. Der vollständige aktuelle Bericht steht auf der Website www.wernsing.de zum Download zur Verfügung.

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