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Zwölf Fälle, aber der TV Dinklage soll spielen

Der Staffelleiter hat eine Verlegung der Landesliga-Partie beim SV Bad Rothenfelde abgelehnt. Beim TVD sorgt das für großen Ärger.

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Frust über die Blockadehaltung: TVD-Coach Stefan Arlinghaus (stehend). Foto: Wenzel

Frust über die Blockadehaltung: TVD-Coach Stefan Arlinghaus (stehend). Foto: Wenzel

Sie sollen spielen – und alleine das ist für die Landesliga-Fußballer des TV Dinklage eine unglaubliche Nachricht. In der Mannschaft gibt es eine große Corona-Welle, zwölf Teammitglieder haben sich allein seit dem vergangenen Samstag mit dem Virus infiziert. Nach jetzigem Stand stehen dem TVD elf Spieler zur Verfügung – aber die letzte Partie der Vorrunde der Landesliga-Staffel 2 beim SV Bad Rothenfelde soll am Sonntag um 14.00 Uhr trotzdem stattfinden.

Schon in der vergangenen Woche hatte es Ärger gegeben, weil der VfR Voxtrup trotz elf Coronafällen gegen Union Lohne am Sonntag spielen musste – er verlor mit 0:2.

„Wir sind mit unserem Versuch, das Spiel zu verlegen, auf komplett taube Ohren gestoßen“, berichtet Dinklages Trainer Stefan Arlinghaus. Man habe den kommenden Mittwoch angeboten, man habe den kommenden Freitag angeboten – doch all das half nichts. Gastgeber Bad Rothenfelde habe an den Staffelleiter Stefan Brinker verwiesen – und dieser habe dem Dinklager Wunsch nicht zugestimmt. Er wolle, so berichtet es Stefan Arlinghaus, dass das Fernduell gegen GW Mühlen um den letzten freien Platz in der Meisterrunde zeitgleich steigt. „Aber wo ist da die Fairness?“, fragt Arlinghaus.

Der Staffelleiter fragt: „Warum sollten sie denn nicht spielen?“

Auf die OM-Medien-Nachfrage, ob der TVD denn tatsächlich spielen müsse, antwortete Staffelleiter Stefan Brinker: „Warum sollten sie denn nicht spielen? Voxtrup musste doch auch spielen – oder?“ Man habe sich gegen eine Pufferwoche und für den Meister- und Abstiegsrundenstart am 27. März entschieden. Daher seien keine Verlegungen möglich. „Gleiches Recht für alle“, meint Brinker angesichts der Ähnlichkeit der Situationen in Voxtrup und Dinklage. „Die 1. Bundesliga kriegt es hin, die 2. Bundesliga kriegt es hin, die 3. Liga kriegt es hin, die Regionalliga kriegt es hin, die Oberliga kriegt es hin – aber die Landesliga kriegt es nicht hin“, ärgert sich der TVD-Trainer.

Am vergangenen Samstag hatte der TV Dinklage ursprünglich ein Testspiel gegen den SV Bevern bestreiten wollen. Die Zahl der Coronafälle war da aber bereits auf acht gestiegen, sodass man zu einer Absage gezwungen war. Zu diesem Mittel kann der TV Dinklage bei einem Punktspiel logischerweise nicht so einfach greifen.

Arlinghaus hofft, dass sich zumindest ein paar Spieler freitesten können. Bei zwei Akteuren hat dies am Freitag geklappt. Ob ihr Einsatz gesundheitlich aber überhaupt möglich ist, ist eine andere Frage. Der Coach hofft, dass er mehr als eine Startelf zusammenbekommt. Eine Voraussetzung dafür ist, dass keine weiteren Fälle hinzukommen, was er aber befürchtet. Wirklich sicher ist er sich mit Blick auf Sonntag nur bei sechs Spielern aus seinem Kader, weil sie bereits genesen sind. Falls es weitere Ausfälle gibt, müssen die Zweite oder die „A“ aushelfen.

Für die nächste Saison hat der TVD indes einen neuen Innenverteidiger verpflichtet: Philipp Scibior kommt aus Brockdorf.

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