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Zwei Stürze kosten die Finalteilnahme

Die Löninger Läuferin Carolin Hinrichs wird bei der U20-Europameisterschaft im Vorlauf über 3000 Meter Hindernis 10. Die 17-Jährige stürzte gleich zweimal.

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Getrennte Wege: Während Carolin Hinrichs (links) im Vorlauf ausschied, erreichte Ronja Funck das Finale. Foto: J. Hinrichs

Getrennte Wege: Während Carolin Hinrichs (links) im Vorlauf ausschied, erreichte Ronja Funck das Finale. Foto: J. Hinrichs

Etwas tragisch ist der erste internationale Auftritt für Carolin Hinrichs zu Ende gegangen. Die Läuferin des VfL Löningen verpasste den Endlauf über die 3000 Meter Hindernis bei den Europameisterschaften der Altersklasse U20 im estländischen Tallinn.

Die 17-Jährige stürzte gleich zweimal und kam in ihrem Vorlauf nur auf den 10. Platz. Dabei hatte sich das Rennen sehr gut angelassen. Carolin Hinrichs hielt sich zu Beginn direkt hinter der Spitzengruppe auf. Die hoch favorisierte Ungarin Gréta Hunne Varga, die als einzige der 27 Starterinnen mit einer Zeit von unter 10 Minuten gemeldet hatte, setzte sich früh an die Spitze des Feldes.

In der dritten Runde passierte Carolin Hinrichs das erste Malheur. Im Gedränge vor einem Hindernis stürzte die Löningerin, rappelte sich aber ruckzuck wieder auf und schaffte schnell wieder den Anschluss zur Führungsgruppe. Doch je länger das Rennen dauerte, desto schwerer wurde Hinrichs' Tritt. „Man konnte sehen, dass ihr die Kraft ausging“, meinte Vater Johannes Hinrichs. Die Familie ist mitgereist und verfolgte den Lauf live vor Ort im Kadrioru-Stadion.

U20-EM in Tallinn, 3000 m Hindernis, Frauen

  • 1. Vorlauf – 1. Marta Serrano (SPA/10:21,76),  2. Olivia Gürth (GER/10:22,41), 3. Moona Flosse (FIN/10:23,02), 4. Natalia Bielak (POL/10:24,96), 5. Sevval Özdogan (TUR/10:27,50), 6. Vasiliki Kallimogianni (GRE/ 10:31,72), 7. Katja Pattis (ITA/10:32,21), 8. El.Eichenberger (SUI/10:36,22), 9. Sigrid Noch (NOR/10:38,53), 10. Lotta-M. Flosse (FIN/10:45,58), 11. Eszter Hunne V. (HUN/10:52,59), 12. Sofia Cafasso (ITA/11:00,52), 13. Agnes Thundal (SWE/11:10,62), 14. Lowa Branth (SWE/11:12,64)
  • 2. Vorlauf – 1. Gréta Hunne V. (HUN/10:21,85), 2. Ronja Funck (GER/10:31,84), 3. Julia Koralewska (POL/10:32,02), 4. Leonie Saurer (SUI/10:32,79), 5. Venla Flosse Sa. (FIN/10:34,23), 6. Pelinsu Sahin (TUR/10:35,61), 7. Nara Elipe (ESP/10:42,33), 8. Nina Guillaud (FRA/10:45,94), 9. Nikoleta Rafailaki (GRE/10:49,43), 10. Carolin Hinrichs (D/10:55,54), 11. Aurora Bado (ITA/10:57,10), 12. Kathar. Götschl (AUT/11:17,41), 13. Sag Provci (SWE/11:26,41).
  • Im Finale – Marta Serrano, Olivia Gürth, Moo-na Flosse Korkealaakso, Natalie Bielak, Svvdal Özdogan, Gréta Hunne Varga, Ronja Funck, Julia Koralewska, Leonie Saurer, Venla Flosse Saari (alle direkt qualifiziert). Vasiliki Kallimogianni, Katja Pattis, Elena Eichenberger, Aigrid Noch Alvik, Pelinsu Sahin (als Zeitschnellste).

Eine Erkältung, die sich Carolin Hinrichs rund zwei Wochen vor der EM eingefangen hatte, forderte ihren Tribut. Bis etwa 1000 Meter vor dem Ziel hielt die 17-Jährige noch Anschluss, musste dann aber die Spitzengruppe, in der auch ihre Teamgefährtin Ronja Funck vom TV Jahn Walsrode mitlief, ziehen lassen. Außerdem gelang es ihr nicht mehr, die nachfolgenden Konkurrentinnen auf Distanz zu halten. Schließlich sollte Hinrichs noch auf den 10. Platz zurückfallen, weil sie am letzten Hindernis nochmals stürzte. Völlig entkräftet erreichte sie nach 10:55,54 Minuten das Ziel. Zum Vergleich: Mit ihrer Bestzeit von 10:20,35 Minuten hätte sie in Tallinn beide Vorläufe, auch den wesentlich schnelleren ersten, gewonnen.

„Natürlich war Carolin im ersten Moment enttäuscht, aber kurz darauf war sie schon wieder guter Dinge“, sagte Johannes Hinrichs. „Carolin hat Erfahrungen gesammelt, das ist das Wichtigste. Nun soll sie sich richtig auskurieren, denn in rund zwei Wochen steht als nächste Saisonhöhepunkt die Deutsche Meisterschaft an.“

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