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Zwei Sätze auf Augenhöhe mit Schwerin

Volleyball-Zweitligist VfL Oythe unterliegt dem Rekordmeister im Jubiläumsspiel mit 1:3. Und es bahnt sich eine Rückholaktion an.

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Vorbei am Block? Oythes Marian Mischo (links) am Samstag im Testspiel gegen den SSC Schwerin. Foto: Schikora

Vorbei am Block? Oythes Marian Mischo (links) am Samstag im Testspiel gegen den SSC Schwerin. Foto: Schikora

Sie wehrten sich nach Kräften, sie gewannen sogar einen Satz, aber unter dem Strich war Rekordmeister SSC Palmberg Schwerin auch ohne seine fünf Nationalspielerinnen eine Nummer zu groß für die Volleyballerinnen des VfL Oythe. Sei's drum, für den heimischen Zweitligisten war das Kräftemessen mit dem Schwergewicht aus Mecklenburg ein schönes Erlebnis anlässlich des 75-jährigen Bestehens des VfL Oythe. Dass am Samstagnachmittag nur knapp 100 Zuschauer zum Jubiläumsspiel in die Antonianumhalle kamen, trübte den Gesamteindruck allerdings ein wenig.

Oythes Coach Zoran Nikolic hatte bei seiner Bewertung des Tages nur das Sportliche im Sinn. „Das war ordentlich“, sagte der Serbe nach dem 1:3 (23:25, 25:22, 13:25, 17:25). Und er ging noch ins Detail: „Nach vier Wochen, in denen die Arbeit an der Kondition im Fokus stand, kommen jetzt die Feinheiten. Mit den ersten zwei Sätzen bin ich sehr zufrieden, mit den Sätzen drei und vier nicht. Da hat man sehr deutlich gesehen, dass wir uns in allen Bereichen des Spiels noch verbessern müssen.“

Vor allem am Ende des ersten Abschnitts, als Oythe fünf Satzbälle abwehrte, sowie im zweiten Durchgang zeigten die VfL-Damen eine klasse Leistung. Felix Koslowski, Trainer des SSC, sagte dazu: „Der Start war wie erwartet, da wir noch nicht viel sechs gegen sechs spielen konnten. Man hat gemerkt, dass wir noch Abstimmungsschwierigkeiten haben, aber das ist ganz normal zum Anfang der Vorbereitung. Oythe hat das aber auch gut gemacht. Sie haben eine relativ erfahrene Mannschaft.“

Je länger das Spiel dauerte, desto stärker wurde der zwölfmalige Deutsche Meister, der vor knapp 31 Jahren sein erstes Spiel in der 1. Bundesliga in Vechta absolviert hatte und am Samstag in Pia Fernau, Leandra Rixa Negri und Tutku Yüzgenc drei Neuzugänge aufbot. „Wir haben Stück für Stück unseren Rhythmus gefunden, den Druck nach und nach erhöht und qualitativ besser gespielt“, sagte Koslowski über die Sätze drei und vier. Und er bilanzierte: „Ich bin zufrieden mit dem ersten Spiel. Wir haben zwar noch viel zu tun, aber auch noch viel Zeit. Solche Spiele sind gut, da man sieht, woran man genau arbeiten muss.“

Nikolic und sein Team haben bis zum Liga-Auftakt nicht mehr ganz so viel Zeit; drei Wochen sind's noch, bis Oythe in seine 14. Saison in der 2. Bundesliga startet. Ob Dominika Zoltanska dann dem VfL-Team angehört, entscheidet sich in Kürze. Die 35 Jahre alte Polin, die von 2016 bis 2020 für Oythe gespielt hat, gehörte am Samstag sowie am Sonntag beim Testspiel bei BW Dingden dem Oyther Kader an. „Sie fährt am Montag zurück nach Polen. Wir werden dann sehen, ob's für beide Seiten passt“, sagte Nikolic. Sollte es zu einer Vertragsunterschrift kommen, wäre sie die 13. VfL-Spielerin.

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