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Zur Premiere gleich ein deutscher Rekord

Bei der Sprint-Kreismeisterschaft in Vechta kam jetzt zum ersten Mal die neue elektronische Zeitmessung offiziell zum Einsatz. Alex Kosenkow nutzte diese Gelegenheit auf beeindruckende Art und Weise.

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Mit 45 Jahren noch topfit: Alexander Kosenkow aus Steinfeld. Foto: Sieverding

Mit 45 Jahren noch topfit: Alexander Kosenkow aus Steinfeld. Foto: Sieverding

Über 70 Aktive, eine funktionierende neue Technik und zur Krönung ein deutscher Rekord: Für die Leichtathleten aus dem Kreis Vechta war es eine gelungene Premiere – und Alexander Kosenkow verlieh dieser Premiere ein wenig Glanz aus der großen Sportwelt.

Der ehemalige Deutsche Meister und Olympiateilnehmer aus Steinfeld absolvierte bei den Kreismeisterschaften Sprint/Langsprint auf der schönen Anlage der Uni Vechta seinen ersten Einzel-Freiluftstart in diesem Jahr – und nutzte die offizielle Einweihung der neuen elektronischen Zeitmessanlage des Kreissportbundes Vechta gleich zu einer Bestmarke in seiner neuen Altersklasse M45.

Trotz ungünstiger Windverhältnisse (- 2,0 m/s) lief er die 200 Meter in 22,49 Sekunden und unterbot damit die alte Bestmarke von Jochen Gippert (Herkenrath/22,73) deutlich. Über 100 Meter war der 45-Jährige, der für den TV Wattenscheid startet und dessen Karrierebestzeit bei 10,14 Sekunden liegt, zuvor bei 1,4 m/s Gegenwind in 11,08 Sekunden gestoppt worden.

Hightech im Zielbereich: Für viele jüngere Athleten war es der erste Start mit einer elektronischen Zeitmessung. Foto: SieverdingHightech im Zielbereich: Für viele jüngere Athleten war es der erste Start mit einer elektronischen Zeitmessung. Foto: Sieverding

Die Vorteile der neuen elektronischen Zeitmessanlage wurden damit schon bei ihrem ersten offiziellen Einsatz deutlich: Durch sie findet Kosenkows neuer Rekord Eingang in die offiziellen Bestenlisten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.

„Das war ein sehr gutes Sportfest. Die Anlage ist wirklich schön und die elektronische Zeitmessung macht solche Sportfeste für jeden Leistungs- und Hobbysportler viel interessanter“, sagte Alexander Kosenkow: „Man will als Athlet einfach eine offizielle Aussage haben.“

Auch bei den weniger prominenten Startern aus den fünf VEC-Vereinen BW Lohne, OSC Damme, Frisia Goldenstedt, TV Dinklage und SFN Vechta kam die neue Anlage, die von den Lohnern Lukas Meyer und Christian Kampers bedient wurde, bestens an. „Viele hatten ein Grinsen im Gesicht“, berichtete Vechtas Abteilungsleiter Gerd Seelhorst.

Für die meisten jüngeren Athleten war es der erste Start mit einer elektronischen Zeitmessung. Mittelfristig sollen die Ergebnisse über die Software Seltec direkt online gehen. Schulungen soll es noch in diesem Jahr geben.

Im Schatten von Kosenkow zeigten auch die Starter aus den VEC-Klubs starke Leistungen. Luis Pund vom TV Dinklage lief die 200 Meter in 24,14 Sekunden, Paul gr. Klönne (OSC Damme/beide Männer) die 100 Meter in 12,38 Sekunden. Beachtlich auch die Zeiten von Bendix Niemann (SFN Vechta/M15) über 300 Meter (44,24 sec), Anna Beimforde (BW Lohne/W13) über 75 Meter (10,86 sec) und Julius von Döllen (Frisia Goldenstedt/M13) ebenfalls über 75 Meter (9,91 sec).

Alex Kosenkow hofft derweil, dass der 200-m-Rekord nicht sein letzter bleibt. Nachdem seine Saison als Guide für den Sehbehinderten Marcel Böttger beendet ist – Fernziel sind die Paralympics 2024 in Paris –, will er selbst in den nächsten Wochen bei Sportfesten in Oldenburg (13.7.), Delmenhorst (15.7.), Minden (23.7.) und Wattenscheid (6.8.) starten und wenn möglich auch Gipperts deutschen M45-Rekord über 100 Meter (10,89 sec) knacken Dabei schielt er auch ein bisschen auf die entsprechenden Weltrekorde (10,72 sec/21,82 sec).

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