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Zeitplan für BBL-Turnier gerät ins Wanken

Die Basketball-Bundesliga hatte auf grünes Licht bis zum 18. Mai gehofft, aber das wird wohl nicht klappen. Die Liga ist dennoch zuversichtlich.

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Warten auf den Neustart: Die Basketball-Bundesliga kämpft um die Fortsetzung der Saison. Foto: Becker

Warten auf den Neustart: Die Basketball-Bundesliga kämpft um die Fortsetzung der Saison. Foto: Becker

18. Mai, immer wieder der 18. Mai. Fast gebetsmühlenartig hat Stefan Holz, Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga, in den vergangenen Tagen vom ultimativen Stichtag für die BBL gesprochen. Spätestens am 18. Mai müsse die Liga grünes Licht von der Politik für ihr Hygiene- und Sicherheitskonzept für das geplante Saisonabschlussturnier in München (6. bis 28. Juni) haben, ansonsten sei der ohnehin schon eng getaktete Zeitplan für das dreiwöchige Event im Audi-Dome mit zehn Teams zur Rettung der seit Mitte März unterbrochenen Saison nicht zu halten. Der 18. Mai, also der kommende Montag, als „Point of no return“, so hieß es immer wieder.

Aber: Dieser 18. Mai wird wohl nicht zu halten sein, der bisherige Zeitplan steht auf der Kippe. Nach Angaben der „Rheinischen Post“ beschäftigt sich die Bayerische Landesregierung erst am 19. Mai im Rahmen ihrer wöchentlichen Ministerratssitzung mit dem BBL-Konzept – frühestens. „Die Staatskanzlei entscheidet über die Tagesordnung. Da kann sich immer was ändern“, zitierte die RP einen Sprecher des bayerischen Innenministeriums, das das Konzept derzeit prüft und bewertet.

BBL teilt mit: Vorbereitungen laufen normal weiter

Auf den ersten Blick eine kurze Verzögerung, aber sie könnte für Holz und Co. zum Problem werden. Der 18. Mai gilt als vereinbarter Stichtag zwischen der Liga und den Klubs. Sollte es bis zu diesem Tag keine politische Entscheidung geben, könnten Klubs nach dem Datum einen Rückzieher machen und ihre geplante Turnierteilnahme wieder absagen. Die BBL teilte am Donnerstag mit, dass „der kommunizierte Zeitrahmen der Entscheidungsfindung keinen Einfluss auf die Turniervorbereitungen“ habe. Es gebe auch „keine Auswirkung auf die Bereitschaft der zehn Klubs, daran teilzunehmen, oder deren organisatorische und sportliche Planungen“.

Ein konkretes Datum taucht in der Mitteilung nicht mehr auf, vom 18. Mai ist keine Rede mehr. Die Liga zeigte sich „zuversichtlich“, die notwendigen Genehmigungen der Politik und der Behörde für das Turnier und das vorgeschaltete Mannschaftstraining zu erhalten. In der BBL-Zentrale in Köln geht man fest davon aus, dass es am Dienstag grünes Licht aus München gibt.

Hofft auf grünes Licht aus München: BBL-Chef Stefan Holz. Foto: dpaHofft auf grünes Licht aus München: BBL-Chef Stefan Holz. Foto: dpa

Am 7. Mai hatte die Liga ihr 45-seitiges Konzept an die Innenministerien des Bundes und des Landes Bayern verschickt. Im Gegensatz zur Entscheidung für die Fußball-Bundesliga fühlt sich die Politik in Berlin aber nicht für das BBL-Event verantwortlich, berichtet die Rheinische Post. „Die Entscheidung über die Genehmigung der Durchführung einer Sportveranstaltung trifft das jeweilige Land bzw. Kommune“, heißt es demnach vom Innenministerium in Berlin. Weil das Finalturnier in München ausgetragen werden soll, sind „in diesem Fall also der Freistaat Bayern und die Stadt München“ verantwortlich, so das Bundesministerium weiter. Das bayerische Gesundheitsministerium sieht nach RP-Angaben „gute Chancen“, dass die Liga-Pläne genehmigt werden.

Sollte das Okay aber später kommen, müsste die BBL ihren Zeitplan und eventuell auch den Modus überdenken. Fakt ist: Die Saison soll bis zum 30. Juni beendet werden. Und vor dem Start in München sollen die Klubs noch Zeit für eine vernünftige Vorbereitung von knapp drei Wochen erhalten. Bislang ist geplant, dass es im Audi-Dome 36 Spiele ohne Zuschauer gibt, 20 in zwei Vorrundengruppen, gefolgt von einer K.o.-Phase mit 16 Partien. Es soll zwei Spiele pro Tag geben, die vom BBL-TV-Partner MagentaSport übertragen werden – eins um 17.00 Uhr, eins um 21.00 Uhr.

Jedes Team soll mindestens 24 Stunden Pause zwischen den Spielen haben. Laut Hygiene-Konzept bestehen alle Teams aus maximal 22 Aktiven (Spieler, Trainer, Betreuer). Die Mannschaften werden in einem zentralen Hotel in der Nähe der Halle untergebracht und dürfen keinen Kontakt zu Menschen außerhalb der Aktiven-Gruppe haben, also weder zum Hotelpersonal noch zur Gruppe der „Passiven“ (Medien, Kampfrichter, Ordner). An Spieltagen sollen maximal 130 Personen rund um die Halle aktiv sein, verteilt auf 60 Passive, 50 Aktive und 20 Ordner vor der Halle.

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