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WM-Dritter möchte endlich durchstarten

Den TVC-Handballer Mikkel Beck, Neuzugang aus Dänemark, nervt die Corona-Pandemie. Im Porträt spricht er über den Cloppenburger Verein und seine bisherige Karriere.

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Kaum zu stoppen: Auch wenn der Regisseur Mikkel Beck (rechts) erst drei Partien für den TV Cloppenburg absolvierte, blitzte sein Können bereits auf – wie hier im Spiel gegen das Team HandbALL Lippe II (26:31). Foto: Langosch

Kaum zu stoppen: Auch wenn der Regisseur Mikkel Beck (rechts) erst drei Partien für den TV Cloppenburg absolvierte, blitzte sein Können bereits auf – wie hier im Spiel gegen das Team HandbALL Lippe II (26:31). Foto: Langosch

Mit großen Erwartungen war der Däne Mikkel Beck im Sommer dieses Jahres zum frisch gebackenen Handball-Drittligisten TV Cloppenburg gekommen. Nach einer Saison beim Erstligisten HOJ Elite Handbold hatte Beck seine Heimat verlassen, um neue sportliche Erfahrungen zu sammeln. Doch nicht nur das. „Ein wichtiger Grund für den Wechsel war auch, dass ich mich persönlich weiterentwickeln möchte, das klappt in einem fremden Land besser“, sagt Beck, der am Dienstag 22 Jahre alt wurde. Doch nach rund 6 Monaten in Cloppenburg fällt es Mikkel Beck schwer, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. „Corona nervt und hat alles beeinflusst, es ist eine verrückte Zeit.“

Zwar ist Beck derzeit bei seiner Familie im heimischen Haslev auf der Insel Seeland, sobald die TVC-Handballer aber wieder loslegen dürfen, kehrt er nach Cloppenburg zurück. Im Gegensatz zu seinem Landsmann Jeppe Villumsen, der wie Mikkel Junggaard Beck Jorgensen – so Becks vollständiger Name – im August zum TVC gewechselt war. Villumsen hat den Klub corona-gefrustet bereits wieder verlassen. Das kommt für Beck nicht infrage. „Ich würde die Saison gerne für den TVC zu Ende spielen, danach sehen wir weiter.“

Von der Stadt Cloppenburg hat Beck, der nicht nur Handball spielt, sondern hier auch in einem Fahrradgeschäft arbeitet, aufgrund der Corona-Beschränkungen noch nicht allzu viel gesehen. Beim TVC fühlt er sich bislang aber pudelwohl. „Vor allem die Jungs in der Mannschaft haben mir den Einstieg sehr leicht gemacht. Aber auch sonst haben mir die Leute im Verein viel geholfen“, sagt Mikkel Beck.

Mikkel Beck. Foto: LangoschMikkel Beck. Foto: Langosch

Obwohl der Aufsteiger aus Cloppenburg aufgrund der
Corona geschuldeten Irrungen und Wirrungen erst drei Saisonpartien absolviert hat, ist Coach Barna-Zsolt Akascos voll des Lobes über seinen Spielmacher. „Ich bin begeistert. Jeder Trainer wünscht sich solch einen Mittelmann. Er setzt seine Nebenleute super ein und hat zudem einen guten Torabschluss. Ich würde mir sehr wünschen, dass Mikkel uns lange erhalten bleibt“, sagt „Axy“.

Dass Mikkel Beck ein Balltalent ist, verwundert nicht. Seine Mutter Helle war Handballerin, sein Vater Jan Fußballer. Mit beiden Sporarten begann er als kleiner Junge im Alter von drei Jahren. Natürlich stand im heimischen Garten später auch ein Tor, auf das Mikkel und sein drei Jahre jüngerer Bruder Emil warfen beziehungsweise schossen. Mikkel Beck fand im Laufe seiner Kindheit heraus, dass ihm der Handballsport mehr Spaß als Fußball bereitete und er dort auch die größeren Fähigkeiten hatte.

So entschied er sich im Alter von 12 Jahren die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen und ganz auf die Karte Handball zu setzen – damals noch im Rückraum auf der linken Seite. Seinen ersten größeren Erfolg feierte er mit seinem Heimatklub Dalby G-IF. „Es war zwar nur ein kleines Turnier, das wir damals gewannen, aber ich erinnere mich noch heute gerne daran“, sagt Mikkel Beck.

"Das war ein tolles Erlebnis"Mikkel Beck

In den folgenden Jahren wurde er besser und besser und landete als junger Mann bei Gudme Oure Gudbjerg (GOG). 2017 dann sein Durchbruch: Mit der U18 seines Vereins wurde Beck sowohl Meister als auch Pokalsieger und erhielt wenig später eine Einladung der dänischen U19-Nationalmannschaft. Mit diesem Team holte Mikkel Beck bei der Weltmeisterschaft in Georgien im selben Jahr sogar die Bronzemedaille. „Das war ein tolles Erlebnis“, erinnert er sich.

Aktuell wäre Mikkel Beck schon froh, überhaupt mal wieder Handball spielen zu können. Schließlich will er beim TVC endlich so richtig durchstarten und zeigen, über welch‘ „mega Potenzial“ er verfügt, wie sein Trainer Barna-Zsolt Akascos schwärmt.


Zur Person:

  • Mikkel Beck wurde in Haslev auf der dänischen Insel Seeland geboren. Am vergangenen Dienstag feierte er seinen 22. Geburtstag.
  • Seine Handballkarriere begann er als kleiner Junge bei Dalby G-IF. Im Herrenbereich absolvierte der Spielmacher später für Koge Handbold und HOJ Elite Handbold Partien in der 1. und 2. Liga Dänemarks.

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