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Wirbel in Peking - und viel Arbeit für Karl Quade

Der Dinklager berichtet von seinem Einsatz als Chef de Mission bei den Paralympics. Zwischenzeitlich kamen sogar Heimatgefühle auf.

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An der Rodelbahn: Karl Quade in Peking. Foto: Quade

An der Rodelbahn: Karl Quade in Peking. Foto: Quade

Der Wirbel um das Startrecht der russischen und belarussischen Behindertensportler hat bei den Paralympics in Peking vor der Eröffnungsfeier am Freitag große Aufmerksamkeit erregt. Auch der deutsche Chef der Mission, Karl Quade (67) aus Dinklage, war mit diesem Thema beschäftigt. Er hat aber auch Zeit und Muße gefunden, OM-Medien mit Fotos und einigen persönlichen Eindrücken zu versorgen.

Besonders auffällig seien die vermummten Menschen: „Die triffst du hier auf Schritt und Tritt. Es besteht eine panische Angst, dass sich Menschen mit Corona anstecken. Bei uns gibt es keinen positiven Fall. Soweit ich weiß, ist auch insgesamt hier im Dorf noch keiner positiv getestet worden.“

Flaggenparade Im Dorf Peking. Foto: QuadeFlaggenparade Im Dorf Peking. Foto: Quade

Ansonsten habe man es gut getroffen. Die in schönen Berghäusern angesiedelten Unterkünfte seien recht großzügig. „Das Essen ist gut und rund um die Uhr verfügbar, auch für den europäischen Gaumen gibt es genügend Abwechslung.“ Sogar Butter mit der Aufschrift „Oldenburg“, ansonsten flankiert von chinesischen Schriftzeichen, sei verfügbar. Karl Quade berichtet augenzwinkernd: „Da kommen Heimatgefühle auf.“

Als Chef de Mission – zum 14. Mal bei den Paralympics – hat Quade die Koordination des Mannschaftsbüros im Auge, er ist auch Ansprechpartner für das Organisationskomitee (OK) und das Internationale Paralympische Komitee (IPC). Weitere Aufgaben: Anfragen an das OK, Pressestatements, Interviews mit TV und Radio, Abstimmung mit anderen Nationalen Paralympischen Komitees (NPC) und die Teilnahme bei den Chef-de-Mission-Meetings – alle zwei Tage morgens um 7.30 Uhr.

Vor allem in der Russland-Ukraine-Frage war Karl Quade auch Ansprechpartner für die Mannschaftsmitglieder. Des Weiteren muss der Dinklager Politiker betreuen, wegen Corona aber aus der Ferne. Unter anderem gab es ein langes Gespräch mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung.

Auch der Austausch mit Ministerien und die Abstimmung mit der deutschen Botschaft zählen zu seinen Aufgaben. Karl Quade: „Und wenn ich dann irgendwann mal Zeit habe, schaue ich mir auch Wettkämpfe an.“

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