Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Wildcards für Artland Dragons und Münster

Das Teilnehmerfeld für die Saison 2022/23 in der 2. Basketball-Bundesliga ProA ist komplett. Rasta Vechta freut sich auf vier Derbys.

Artikel teilen:
Auch in der Saison 2022/23 gibt's das Derby: Rasta Vechta und die Artland Dragons – hier Tajuan Agee (rechts) und Jacob Knauf – spielen weiter gemeinsam in der 2. Bundesliga ProA. Foto: Becker

Auch in der Saison 2022/23 gibt's das Derby: Rasta Vechta und die Artland Dragons – hier Tajuan Agee (rechts) und Jacob Knauf – spielen weiter gemeinsam in der 2. Bundesliga ProA. Foto: Becker

Klassenerhalt trotz Abstieg, Aufstieg trotz Viertelfinal-K.o.: Für die Artland Dragons und die WWU Baskets Münster hat die Basketball-Saison 2021/22 doch noch ein versöhnliches Ende gefunden – spät, aber nicht zu spät. Trotz fehlender sportlicher Qualifikation für die 2. Bundesliga spielen beide Klubs in der kommenden Serie 2022/23 in der ProA. Der Aufsichtsrat der 2. Liga vergab jeweils eine Wildcard an die Quakenbrücker und an Münster. Das teilte die Liga am Samstag mit. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sehen in den beiden Klubs „ambitionierte, attraktive und traditionsreiche Standorte zur Weiterentwicklung des ProfiBasketballs in Deutschland“.

Die Artland Dragons hatten in der vergangenen Saison 2021/22 als Tabellen-15. den sportlichen Klassenerhalt verpasst, sie waren neben Itzehoe und Ehingen einer von drei Absteigern. Die WWU Baskets Münster, die die Hauptrunde in der 2. Liga ProB Nord auf Platz eins beendet hatten, waren unterdessen im Playoff-Viertelfinale ausgeschieden und verpassten so den sportlichen Aufstieg in die ProA. Für die Wildcard ist laut „Spiel- und Veranstaltungsordnung“ eine Gebühr von 75.000 Euro fällig.

Durch die doppelte Wildcard-Vergabe ist das 18er-Feld der ProA nun komplett. Neu dabei sind neben Münster noch BBL-Absteiger Gießen 46ers sowie die Dresden Titans und die Giants Düsseldorf als sportliche Aufsteiger aus der ProB. Die ProA verlassen haben BBL-Aufsteiger Rostock Seawolves sowie Itzehoe und Ehingen als Absteiger.

Münster war der Zuschauerkrösus in der ProB

Dass es zwei freie Plätze in der ProA gab, hatte zwei Gründe. Erstens: Der neue Grundlagenvertrag zwischen dem Deutschen Basketball Bund und der 2. Liga sah eine ProA-Erweiterung von 16 auf 18 Teams vor. Und zweitens: Der zweite sportliche BBL-Absteiger Skyliners Frankfurt blieb durch den Aufstiegsverzicht von ProA-Finalist Tübingen und dank einer Wildcard für 700.000 Euro in der 1. Liga.

Rasta Vechta, das im Oktober in seine sechste ProA-Serie geht, begrüßt die Wildcards für die Dragons und Münster. Denn: Es bahnen sich vier stimmungsvolle Derbys an. Münster war der Zuschauerkrösus in der ProB-Saison. Die elf Hauptrunden-Heimspiele sahen im Schnitt 1281 Fans, bei den beiden Playoff-Heimspielen lag der Schnitt bei 2288 Zuschauern.

Münster gehörte letztmals vor 19 Jahren der 2. Liga an, damals stieg der UBC sang- und klanglos ab. 2018 stieg Münster aus der 1. Regionalliga in die ProB auf. In Verbindung mit dem Umzug in die Halle Berg Fidel boomt der Basketball in Münster – und jetzt folgt die 2. Liga. „Wir bedanken uns für das Votum und die Wertschätzung des Aufsichtsrates uns gegenüber und werden das in uns gesetzte Vertrauen nicht enttäuschen“, sagte Helge Stuckenholz, Manager der Baskets Münster.

Die Artland Dragons, die zuletzt in Adrian Breitlauch (Eisbären Bremerhaven) und Jacob Knauf (Schwenningen) zwei Abgänge vermeldet hatten, gehen dank der Wildcard in ihre fünfte ProA-Saison. „Wir freuen uns unheimlich, dabei zu sein. Wir werden jetzt sofort die Planungen für die ProA-Saison angehen“, sagte Dragons-Geschäftsführer Marius Kröger. Man sei sehr froh und dankbar, dass man den Aufsichtsrat der 2. Bundesliga vom Standort Quakenbrück überzeugen konnte.

Wie das Teilnehmerfeld in der ProB Nord und Süd aussieht, ist noch offen. Fakt ist nur: Es sollen 28 statt 26 Mannschaften sein. Mit dabei ist dann auch Rasta Vechta II als Aufsteiger.


2. Bundesliga ProA 2022/23

  • Teilnehmer (18 Klubs): Gießen 46ers (Absteiger), Tigers Tübingen, Science City Jena, Gladiators Trier, Bayer Giants Leverkusen, Uni Baskets Paderborn, PS Karlsruhe Lions, Eisbären Bremerhaven, Nürnberg Falcons, Phoenix Hagen, VfL Kirchheim Knights, Rasta Vechta, VfL Bochum, Panthers Schwenningen, Dresden Titans (Aufsteiger), Giants Düsseldorf (Aufsteiger), Artland Dragons (Wildcard), Baskets Münster (Wildcard).

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Wildcards für Artland Dragons und Münster - OM online