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Wiedersehen weckt große Emotionen

SFN Vechtas Drittliga-Handballerinnen erwarten am Samstag den TSV Wattenbek, den neuen Klub von Mette Müller und Ute Zimmermann.

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Durchbruch auf der rechten Seite: Vechtas junge Linkshänderin Carla Clasen im Spiel gegen den Tabellenführer SV Henstedt-Ulzburg am vergangenen Samstag. Foto: Schikora

Durchbruch auf der rechten Seite: Vechtas junge Linkshänderin Carla Clasen im Spiel gegen den Tabellenführer SV Henstedt-Ulzburg am vergangenen Samstag. Foto: Schikora

Natürlich, es geht um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Aber davon abgesehen ist an diesem Samstag bei den Handballerinnen von SFN Vechta auch ganz viel Gefühl im Spiel. Denn beim Drittliga-Heimspiel gegen den TSV Wattenbek aus Schleswig-Holstein (17.30 Uhr) feiern die Vechtaerinnen ein Wiedersehen mit zwei guten alten Bekannten.

Mette Müller und Ute Zimmermann, beide von 2015 bis 2020 als Leistungsträgerinnen für SFN aktiv, spielen seit dieser Saison für das Wattenbeker Drittliga-Team. Beide sollen am Samstag von ihrem alten Verein offiziell verabschiedet werden – das war 2020 coronabedingt nicht möglich gewesen.

„Die Aufregung ist schon groß“, gibt Mette Müller vor dem Wiedersehen mit ihren langjährigen Mitspielerinnen zu: „Vechta war fünf Jahre lang unsere sportliche Heimat. Da hängen schon unsere Herzen dran. Man hat so viel zusammen erlebt. Das war unser zweites Zuhause und es sind viele Freundschaften entstanden.“

Hier noch im SFN-Trikot: Wattenbeks Kreisläuferin Mette Müller. Foto: Gabi MüllerHier noch im SFN-Trikot: Wattenbeks Kreisläuferin Mette Müller. Foto: Gabi Müller

Und diese Freundschaften bestehen immer noch. So werden Mette Müller und Ute Zimmermann schon am Freitag anreisen und das komplette Wochenende bei den Schwestern Jane und Nele Müller in Osnabrück verbringen – ehe die Freundschaft dann am Samstag für anderthalb Stunden ruht. „Natürlich würden wir die Punkte gerne mitnehmen“, sagt Mette Müller.

Auch Vechtas Trainer Kai Freese betont: „Wir werden die beiden verabschieden, aber für das Spiel spielt das überhaupt keine Rolle. Wir werden alles dran setzen, die beiden Punkte zu holen.“ Sportlich liegen Vechta (5./8:6 Punkte) und Wattenbek (4./8:4) nahezu gleichauf. Wattenbek profitierte dabei zuletzt von einem Sieg am Grünen Tisch. Nachdem Werder II verletzungsbedingt nicht zum Auswärtsspiel in Wattenbek antreten konnte, gingen die Punkte kampflos in den Norden.

SFN-Coach Freese hofft, die Fehlerquote ähnlich niedrig halten zu können wie beim knappen 30:34 gegen Überflieger Henstedt-Ulzburg am vergangenen Samstag. Vechtas Kader ist vor dem zweiten Heimspiel binnen acht Tagen weitestgehend komplett. Nur Spielmacherin Ria Hacek befindet sich weiterhin in Quarantäne.

Ute Zimmermann muss am Samstag zuschauen - sie hat die Nase gebrochen

Trainer bei Wattenbek ist übrigens Mannhard Bech, ein viermaliger Nationalspieler, der als Aktiver 1994 und 1995 mit dem THW Kiel Deutscher Meister wurde. In Wattenbek trainiert er jetzt unter anderem seine Töchter Maxie und Mette – Letztere fällt allerdings mit einem Kreuzbandriss aus, ebenso wie Jana Grützner. Als Leistungsträgerinnen hat Kai Freese Rieka Thal (Rückraum rechts) und Britt Punzius (Rückraum links) ausgemacht. Britt Punzius machte kürzlich beim 32:25-Sieg in Altenholz mit 13 Feldtoren auf sich aufmerksam.

Mette Müller und Ute Zimmermann spielen in Wattenbek bislang noch nicht die Rollen, die sie in Vechta innehatten, was auch an Verletzungen liegt. Mette Müller (31) verpasste wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk zwei der fünf Saisonspiele und erzielte bei ihren drei Einsätzen drei Tore. Ute Zimmermann (27) hatte zunächst Wadenprobleme und fällt jetzt mit einer gebrochenen Nase sechs Wochen aus. Auch in Vechta wird sie nicht spielen.

Mette Müller berichtet aber auch von Umstellungsproblemen. „Wir spielen hier ein ganz anderes System – nur Tempo, run and gun. Das ist nicht so meins“, gibt sie zu. Trotz ihrer enormen Körpergröße kommt sie überwiegend auch nur im Angriff zum Einsatz – bei SFN war sie auch im Abwehr-Innenblock stets eine feste Größe.

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