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"Wenn andere straucheln, wollen wir zur Stelle sein"

Mit Erreichen der Aufstiegsrunde sowie Einzug ins Viertelfinale des Bezirkspokals kann sich die sportliche Bilanz allemal sehen lassen. Beverns Trainer Olaf Blancke zur Situation im OM-Interview.

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Nach der Saison ist Schluss: Trainer Olaf Blancke (rechts) und Cotrainer Peter Hölzen wollen mit dem SV Bevern in Meisterschaft und Pokal noch einiges erreichen. Foto: Wulfers

Nach der Saison ist Schluss: Trainer Olaf Blancke (rechts) und Cotrainer Peter Hölzen wollen mit dem SV Bevern in Meisterschaft und Pokal noch einiges erreichen. Foto: Wulfers

Neun Siege, Platz zwei nach der Hinrunde und somit sicher die Aufstiegsrunde erreicht: Wie fällt Ihr Fazit nach der Hinrunde aus?
Wir können ein positives Fazit ziehen, weil wir mit unserem sehr kleinen Kader das bestmöglichste Ergebnis für uns haben einfahren können. Bei zwei oder drei Spielen hätten wir eine bessere Punkteausbeute verzeichnen können. Gegen Firrel, Westrhauderfehn und Werlte im Hinspiel konnten wir unser Potenzial nicht abrufen.

Bevern steht neben Hansa Friesoythe als Teilnehmer der Aufstiegsrunde fest. Die beiden anderen Teams sind noch in der Schwebe. Wen würden Sie sich wünschen?
Da wir gegen keine Mannschaft mehr spielen müssen, ist es mir relativ egal, welche Mannschaft es mit in die Aufstiegsrunde schafft. Ich glaube aber, dass BW Papenburg und Frisia Wilhelmshaven die größten Chancen haben werden.

Wie viele Punkte Bevern mit in die Aufstiegsrunde nimmt, steht noch nicht fest. Zumindest im Direktvergleich gegen Friesoythe gab es zwei Niederlagen. Geht es für Bevern in den verbleibenden acht Spielen somit nur noch um die goldene Ananas?
Wenn die Aufstiegsrunde normal verläuft, werden Hansa Friesoythe und SC Melle den Aufstieg unter sich ausmachen. Wir wollen das Maximum an Punkten einfahren, um im Falle eines Strauchelns von Melle oder Friesoythe zur Stelle zu sein.

Im Pokal haben Sie mit Ihrer Mannschaft das Viertelfinale erreicht. Wird im neuen Jahr der Pokal höher gehängt als die Meisterschaft?
Das Viertelfinale in Firrel wird ein schweres Spiel, im Falle eines Weiterkommens haben wir natürlich alle Möglichkeiten, den Bezirkspokal zu gewinnen. Der Gewinn des Bezirkspokals wäre meiner Ansicht nach der einfachste Weg, einen Titel zu gewinnen. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und die Punktspiele sehr ernst nehmen, auch wenn wir nicht mehr absteigen können. Das Ziel war zu Saisonbeginn, die Aufstiegsrunde zu erreichen, und das haben wir geschafft.

Die Winterpause dauert zunächst einmal bis mindestens Mitte Februar. Ist das Wort Pause wörtlich zu nehmen oder haben Sie den Jungs individuelle Einheiten verordnet?
Wir werden am 24. Januar mit der Vorbereitung beginnen, die Jungs haben bis Silvester erst einmal Urlaub. Ab dem 1. Januar werden sie dann Laufpläne bekommen, um nicht wieder bei Null anfangen zu müssen.

Am 30. Juni 2022 endet Ihr Engagement beim SV Bevern nach nur zwei Jahren. Die Entscheidung des Vereins, auf einen neuen Trainer zu setzen, kam für Sie, vorsichtig formuliert, überraschend. Gibt's bei Ihnen eher Verständnis oder Enttäuschung?
Ich muss ehrlich sagen, dass mich die Entscheidung überrascht hat. Natürlich ist man dann zuerst einmal enttäuscht. Ich hätte mir vom Verein gewünscht, dass man sich im Vorfeld mein Konzept für die kommende Saison angehört hätte, dies ist leider in keiner Weise geschehen. Für den Rückhalt meiner Mannschaft und die Resonanz möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Es war überwältigend, so ein tolles Feedback von meinen Jungs bekommen zu haben. Meines Erachtens hatten wir den Umbruch in den letzten zwei Jahren eingeleitet, zum Beispiel mit den Verpflichtungen der jungen Spieler wie Tepe, Hoffmann, Hennig, Thoben und Kanjo. Ab sofort werde ich mich zu diesem Thema aber nicht mehr äußern, weil ich mich zu einhundert Prozent auf meine Mannschaft konzentrieren möchte und mich mit dem größtmöglichen Erfolg vom SV Bevern verabschieden möchte. Ich habe in den vergangenen Wochen mehrere Anfragen von verschiedenen Vereinen erhalten und werde voraussichtlich zur neuen Saison eine neue Aufgabe in Angriff nehmen.

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