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Weihnachtssingen kommt gigantisch an

Die Digitalversion des Lohner Events für „Sportler gegen Hunger“ wurde zum großen Erfolg. Bis Sonntagmittag waren allein online über 19.000 Euro eingegangen.

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Der musikalische Auftakt: Die Bläser machten beim 32. Lohner Weihnachtssingen für „Sportler gegen Hunger“ den Anfang. Es folgten viele weitere Aufnahmen, die aufwendig zusammengeschnitten wurden. Screenshots: weihnachtssingen-lohne.de

Der musikalische Auftakt: Die Bläser machten beim 32. Lohner Weihnachtssingen für „Sportler gegen Hunger“ den Anfang. Es folgten viele weitere Aufnahmen, die aufwendig zusammengeschnitten wurden. Screenshots: weihnachtssingen-lohne.de

Die Illusion war perfekt. Die Moderatoren Jörg Zerhusen und Horst „Hottea“ Kamphaus standen auf der schicken Bühne, auf dem Pult ein Adventskranz – und im Hintergrund das weihnachtlich beleuchtete Haus Uptmoor. Bis hierhin wirkte es fast so, als wäre das 32. Lohner Weihnachtssingen für die OV/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger“ eine ganz normale Auflage der Traditionsveranstaltung. Doch das Duo stand nicht etwa wirklich in der Lohner Fußgängerzone, sondern in einer Halle der Firma Road Sound, direkt an der A1. Das Haus Uptmoor wurde über einen riesigen Bildschirm in den Hintergrund projiziert.

Das Lohner Weihnachtssingen präsentierte sich coronabedingt im anderen Gewand. Alles digital. Doch auch diese 32. Auflage war eine besondere. Perfekt inszeniert, mit schönen musikalischen Einspielern und viel Liebe zum Detail. So kam auch per Livestream in den Wohnzimmern der Stadt Weihnachtsstimmung auf. Das Spendenergebnis der Veranstaltung war nicht weniger überragend: Alleine über das Online-Portal waren bis Sonntagmittag 19.096 Euro eingegangen.

„Ein gigantischer Betrag“, jubelte Horst „Hottea“ Kamphaus am und berichtete, dass die weiteren Spendenkanäle – wie etwa der „Spenden-Drive-in“ und das Bier-Taxi noch ausgewertet werden müssen. Bis zum heutigen Montag sind die Kanäle auch noch offen.

Eingespieltes Moderatoren-Duo: Jörg Zerhusen (links) und Hottea“ Kamphaus führten gekonnt durch den Abend.Eingespieltes Moderatoren-Duo: Jörg Zerhusen (links) und „Hottea“ Kamphaus führten gekonnt durch den Abend.

Mit einer Nachbetrachtung des Abends taten sich „Hottea“ Kamphaus und Jörg Zerhusen schwer. „Wir haben da einfach zu zweit in die Kamera geschaut“, sagt Kamphaus zur ungewohnten Situation in der Halle von Road Sound, wo sich auch das Impfzentrum des Landkreises Vechta befindet.

Um 18.00 Uhr war das Event der BWL-Basketballer, der Bläser und ihrer Freunde am Mittwoch online gegangen. Zwei Stunden lang führten Jörg Zerhusen und „Hottea“ Kamphaus durch das kurzweilige Programm. Zu sehen gab es für die „Streamer“ an den Bildschirmen aufwendig vorproduzierte Musik-Clips und weitere kleine Einspieler mit Gedichten und Geschichten. Man merkte schnell: Das Team um Jörg Zerhusen, „Hottea“ Kamphaus, Matthias Tebben und Leon Schumacher hatte zusammen mit den Event-Spezialisten von Road Sound ganze Vorarbeit geleistet.

Apropos Arbeit: Die verrichtete auch Christian „Posse“ Zerhusen als Geldeintreiber auf dem abgesperrten Parkplatz vor dem alten Rathaus. Und er war nicht alleine: Sohn Franz unterstützte ihn beim „Spenden-Drive-in“ – er sollte als Mann für die Zukunft schon einmal in die Rolle hineinwachsen.

Die beiden Weihnachtssingen-Außendienstler nahmen reichlich Spenden entgegen – was in mehreren Live-Schalten vom Road-Sound-Studio in die Lohner Innenstadt auch zu bestaunen war. Phasenweise staute sich der Verkehr regelrecht. Es lieferten aber nicht nur Autofahrer, sondern auch Fahrradfahrer und Fußgänger ihre Spenden ab – weshalb „Posse“ den „Drive-in“ kurzerhand zum „Geh-in“ erklärte.

Die Geldeintreiber im Außendienst: Christian Posse“ Zerhusen (links) und sein Sohn Franz managten den Drive-in.Die Geldeintreiber im Außendienst: Christian „Posse“ Zerhusen (links) und sein Sohn Franz managten den Drive-in.

Viel zu tun hatten derweil auch die Bier-Taxi-Fahrer, die mit dem Lohner Getränkehaus Elsen kooperierten. Im Vorfeld hatten die Lohner Bier- und Glühweinbestellungen aufgeben können. Vier Taxen waren schließlich am Mittwoch im Einsatz und brachten zig Bestellungen an den Mann und die Frau. Auch dabei entstanden noch einige Fotos und kurze Videos, die dann in das Programm eingebettet wurden.

Die erste Hälfte des Weihnachtssingens verlief musikalisch traditionell. Aus den in einzelnen Kabinen entstandenen Aufnahmen wurden mit viel Aufwand schöne Musikstücke kreiert – dank der herausragenden Hilfe von Andre Menke. Zum Abschluss des ersten Teils lief dann der Klassiker „Heal the World“ von Michael Jackson. Es war zugleich die Staffelübergabe an die Lohner „Stadtstreicher“, die mit der Anmoderation von Johannes Vallo die Bühne übernahmen. Es folgte ein rund zweistündiges DJ-Programm mit DJ Bolle und Niklas Cue inklusive Verlosungen.

Nebenbei ging der Blick während des Livestreams immer mal wieder nach oben links. Denn dort wurde in Echtzeit der Stand der Spenden erhoben, die über das Portal „Betterplace“ eingegangen sind. Am Sonntagmittag standen sensationelle 19.096 Euro auf der Uhr. Die Spenden aus Posses Drive-in und dem Bier-Taxi-Erlös waren noch nicht mit eingerechnet. Auch die Zahl der Stream-Besucher wird in den kommenden Tagen noch ermittelt; die Organisatoren sind sehr gespannt.

2021 hoffentlich im alten Gewand

„Hottea“ Kamphaus war unterdessen auch am Donnerstagmorgen noch voll im digitalen Tunnel. „Ich bin immer noch im Internet und find' da auch nicht mehr raus“, sagte er mit einem Grinsen. Das erste Feedback sei schon mal positiv gewesen, zumal ja auch technisch alles reibungslos funktionierte.

Bei all ihrer Freude über die schönen Einspieler und Beiträge zum Lohner Weihnachtssingen präsentierten sich die Moderatoren allerdings auch ein bisschen wehmütig. Dass die Pandemie das Winterfest mit über 2000 Menschen in der Lohner Innenstadt verhindert hatte, stimmte das Duo doch ein wenig traurig. Und so sprach Jörg Zerhusen prompt eine Einladung fürs Weihnachtssingen 2021 aus. Dann wieder vor dem echten Haus Uptmoor.

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