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Vorfreude auf den nächsten Hochkaräter

Schalke gewünscht, Leverkusen oder Frankfurt bekommen: Trainer Christian Neidhart trifft mit Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen im DFB-Pokal auf alle Fälle auf einen Bundesligisten.

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Fast schon gewohntes Bild: Trainer Christian Neidhart (links) bejubelt mit den Spielern einen Erfolg seiner Mannschaft. Im DFB-Pokal geht‘s für Rot-Weiss Essen jetzt gegen Bayer Leverkusen oder Eintracht Frankfurt. Foto: : Picture Alliance/DPA/Marcel Kusch.

Fast schon gewohntes Bild: Trainer Christian Neidhart (links) bejubelt mit den Spielern einen Erfolg seiner Mannschaft. Im DFB-Pokal geht‘s für Rot-Weiss Essen jetzt gegen Bayer Leverkusen oder Eintracht Frankfurt. Foto: : Picture Alliance/DPA/Marcel Kusch.

Als Interviewpartner in der Kultstatus genießenden ARD-Sportschau eingeladen zu werden, diese Ehre wurde noch nicht vielen Fußballern aus dem Kreis Cloppenburg zuteil. Christian Neidhart, Trainer beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen und Ende der 90er und Anfang der 2000er Jahre Spieler beim BV Cloppenburg und Hansa Friesoythe, war am Sonntagabend Gast von Moderator Alexander Bommes. Grund: die Auslosung des Achtelfinales im DFB-Pokal.

Rot-Weiss, als letzter verbliebener Viertligist im Reigen der Großen des deutschen Fußballs, hatte in den ersten beiden Runden bereits für mächtig Aufsehen gesorgt. Dem 1:0-Sieg zum Auftakt gegen Bundesligist Arminia Bielefeld folgte in Runde zwei ein 3:2-Erfolg gegen Zweitligist Fortuna Düsseldorf.

Doch nicht nur im Pokal, sondern auch in der Regionalliga West sorgt der Klub von der Hafenstraße für Furore. Seit Neidharts Amtsantritt im Juli 2020 blieb die Mannschaft in sämtlichen 20 absolvierten Partien ungeschlagen. 15 Siege, fünf Unentschieden und somit satte 50 Punkte auf dem Konto: RWE marschiert mit sechs Zählern Vorsprung vor Verfolger Borussia Dortmund II stramm auf Drittligakurs.

Skisprung-Ass Sven Hannawald zog die Lose

Skisprung-Ass Sven Hannawald zog die Lose, und der aus der VIP-Loge des Essener Stadions zugeschaltete Neidhart musste nicht lange warten. Gleich die erste Kugel trug den Namen des Viertligisten. Was folgte, war die obligatorische Frage nach dem Wunschgegner. „Ich persönlich würde Schalke bevorzugen, das wäre schön für die Fans“, meinte der RWE-Coach.

Verständlich, denn angesichts der derzeitigen sportlichen Misere der Königsblauen wären die Knappen nicht nur ein attraktiver, sondern wohl auch ein sportlich machbarer Gegner. Zudem käme es zu einem echten Ruhrderby. Als Essens Kontrahent mit dem Sieger der Partie Bayer Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt gezogen war, hielt sich Neidharts Begeisterung in überschaubaren Grenzen. „Es ist natürlich nicht das Wunschlos, aber wir sind froh, überhaupt noch dabei zu sein. Leverkusen spielt eine starke Saison, ich würde lieber die Eintracht nehmen.“

Immerhin ist es wieder ein Erstligist geworden

Immerhin wieder ein Erstligist, der nicht nur bundesweites Renommee für den traditionsreichen Revierklub garantiert, sondern auch einige Euros in die Kasse spült.

Normalerweise werden die DFB-Pokal Prämien vor der Saison festgelegt und je Runde abhängig vom sportlichen Abschneiden der Vereine ausgezahlt. Durch die Corona-Pandemie sinken allerdings die Prämien. In der Vorsaison wurde nach folgendem Schlüssel verteilt: In der ersten Runde gingen 130.500 Euro an die 24 Vertreter aus den Landesverbänden, 175.500 Euro an die anderen 40 Vereine. Die zweite Runde brachte den Vereinen 351.000 Euro, die 3. Runde 702.000 Euro. Im Viertelfinale bekamen die Vereine 1,404 Millionen Euro.


  • Info: Gespielt werden die Achtelfinal-Begegnungen am 2. und 3. Februar 2021. Die genauen Ansetzungen folgen in den nächsten Tagen.

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