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Vor dem Lockdown fehlt Lohne das Glück

Trotz zahlreicher Chancen blieb der Fußball-Oberligist beim 0:0 in Uphusen erstmals torlos. Dafür hielt eine ewige blau-weiße Serie. Hier der Nachbericht.

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Letzter Einsatz vor der Pause: BW Lohne um Christopher Schepp (blau-weißes Trikot). Foto: Wenzel

Letzter Einsatz vor der Pause: BW Lohne um Christopher Schepp (blau-weißes Trikot). Foto: Wenzel

Vor dem langen Leerlauf war noch mal alles dabei. Fast alles. Viel Hektik, viele Chancen, viel Leidenschaft, viel Kampf – nur keine Tore. Fußball-Oberligist BW Lohne ist im letzten Spiel vor der Corona-Zwangspause am Samstag beim TB Uphusen nicht über ein 0:0 (0:0) hinaus gekommen. Vor coronabedingt nur 100 Zuschauern blieb BWL damit auch in der achten Partie der Saison ungeschlagen. Die einzige Premiere: Lohne erzielte erstmals kein Tor.

Ein Triumph im Achimer Ortsteil hätte eigentlich nur allzu gut in das Lohner Stimmungsbild der vergangenen Wochen und Monate gepasst. Seit dem Aufstieg im Sommer geht der Blick fast nur nach oben. Und weil die Begegnung am Samstag als einziges Oberliga-Spiel noch stattfand, hätte ein Sieg sogar die Tabellenführung in der 10er-Staffel bedeutet. Das Remis reichte hingegen nicht, um am SC Spelle-Venhaus vorbeizuziehen. So bleibt BW Lohne im November Zweiter.

Dieser verpassten Chance trauerte Henning Rießelmann nicht länger als nötig nach. „Leider haben wir das letzte Quäntchen Glück heute nicht gehabt, um das Tor auch zu machen“, hielt der Lohner Trainer kurz nach dem flotten Remis fest. Und damit war das Hadern schon vorbei. Stattdessen blickte der Coach zufrieden auf den bisherigen Saisonverlauf zurück: „Wir gehen jetzt ungeschlagen in die Winterpause. Und von daher: alles in Ordnung.“ Ob für Lohne wirklich schon „Winterpause“ ist, steht allerdings noch in den Sternen. Laut Spielplan stehen nach der November-Sperre im Dezember noch die Spiele beim FC Hagen/Uthlede (6.12.) und beim Rotenburger SV (12.12.) an. Fest steht schon jetzt: Lohne wird Anfang Dezember ein Jahr ohne Liga-Niederlage sein.

„Es war ein intensives Spiel.“Lohnes Trainer Henning Rießelmann

Zur Partie in Uphusen sagte Rießelmann: „Es war ein intensives Spiel.“ Die Blau-Weißen begannen dominant, hatten im Turnerbund aber einen sehr unbequemen Gegner. Nach einer ordentlichen Anfangsphase musste BWL den Verlust von Aaron Goldmann (Rückenverletzung) verkraften. Der Lohner Spielmacher hatte zuvor per Pfosten-Freistoß die größte Chance vergeben (6.). Später blieben zwei Lohner Elfmeter-Wünsche unerfüllt: Andrej Homers Fallen wurde als Schwalbe gewertet (17.) und ein Uphuser Handspiel nicht geahndet (18.). Homer traf später per Kopfball noch mal den Pfosten (29.).

Die Gastgeber setzten nach einer halben Stunde auch selbst Akzente. „Wir hatten schon die bessere Spielanlage und auch mehr vom Spiel, wenngleich wir auch immer aufpassen mussten, dass nichts passiert“, sagte Rießelmann. Das wäre kurz vor der Pause fast der Fall gewesen, aber BWL-Keeper Christoph Bollmann parierte stark gegen TBU-Stürmer Faruk Celik (45.).

Nach dem Seitenwechsel war es ein intensives Hin und Her. Lohne hatte in den letzten 20 Minuten eine Drangphase. In dieser gab es zahlreiche BWL-Chancen: Rilind Neziri scheiterte per Freistoß an Uphusens Keeper Maximilian Hentrich (70.), bevor Gino Lago-Bentron freistehend verpasste (72.). Danach wurden auch noch die Schüsse von Bernard Suffner (82.) und Christopher Schepp (84.) entschärft, ehe Lago-Bentron aus der Ferne den Pfosten traf (89.). „Hat nicht sollen sein“, kommentierte Rießelmann.

Ärgerlich: Kurz vor Schluss sah der Lohner Felix Oevermann für ein Foul noch glatt Rot (90.). Er muss pausieren. Aber das gilt im November ohnehin für alle.


TB Uphusen - BW Lohne 0:0

  • TB Uphusen: Hentrich - Mendoza (30. Böntgen), Schippert, Buduar, Yigit - Wellmann (48. Koweschnikow) - Dogan, Ghassan, Helms - Celik (63. Schmidt), Güthermann.
  • BW Lohne: Bollmann - Westerhoff, Beermann (80. Selke), Oevermann - Heskamp, Menkhaus - Homer (68. Suffner), Goldmann (26. Lago-Bentron), Neziri - Prüne (68. Gill), Schepp.
  • Tore: Fehlanzeige.
  • Zuschauer: 100.

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