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Von Rost und Glatzen in der Coronapause

Nach knapp halbjähriger Unterbrechung steht für die Cloppenburger Fußballer das erste Pflichtspiel an: Thüle trifft im Bezirkspokal auf Essen.

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Pflichtspieldebüt? Rückkehrer Lucas Duen (weißes Trikot) könnte am Sonntag für den SV Thüle in der ersten Runde des Bezirkspokales gegen den Landesligisten BV Essen zum Zug kommen. Foto: Langosch

Pflichtspieldebüt? Rückkehrer Lucas Duen (weißes Trikot) könnte am Sonntag für den SV Thüle in der ersten Runde des Bezirkspokales gegen den Landesligisten BV Essen zum Zug kommen. Foto: Langosch

Am kommenden Sonntag soll es endlich wieder ein Pflichtspiel für Cloppenburger Fußballmannschaften geben. Die unsäglich lange, knapp halbjährige coronabedingte Pause geht mit der Partie zwischen dem Bezirksligisten SV Thüle und dem Landesligavertreter BV Essen zu Ende. Die beiden Mannschaften kämpfen um den Einzug in die zweite Runde des Bezirkspokales. Anstoß in Thüle ist um 15 Uhr.

„Wir freuen uns sehr, dass es wieder losgeht und brennen darauf, auf den Platz zu gehen“, sagt Thüles Trainer, Michael Macke. Es ist sage und schreibe fast genau neun Monate her, dass der SVT ein Pflichtspiel bestritten hat. Am 1. Dezember 2019 trentte sich Thüle in Oythe vom dortigen VfL II mit einem 1:1 – danach kam erst die Winterpause, dann zwei witterungsbedingte Ausfälle und danach Corona.

Nach der Unterbrechung von einem dreiviertel Jahr wissen die Thüler natürlich überhaupt nicht, wo sie stehen. Die Testspiele gaben auch nicht überragend viel Aufschluss, zumal das Trainerduo Michael Macke/Sebastian Thunert so manches Mal nur eine dünne Besetzung zur Verfügung hatte. Darüber hinaus „war in den Tests noch viel Sand im Getriebe“, räumt Macke ein. „Aber die Vorbereitungsspiele zählen nicht mehr, wichtig ist am Sonntag die Partie gegen Essen, und noch wichtiger am Sonntag darauf der Punktspielstart gegen BW Lohne II.“

Mannschaft soll den Rost abgeschüttelt haben

Auch wenn die Prioritäten klar festgelegt sind, wollen die Thüler natürlich im Pokal weiterkommen. „Wir werden alles reinhauen und gucken dann mal, wofür es reicht. Ich hoffe aber, dass die Mannschaft den meisten Rost, den sie in der langen Pause angesetzt hatte, inzwischen abgeschüttelt hat“, meint Macke. Den einmal mehr „auf links gezogenen“ Kader der Essener kann der SVT-Coach kaum einschätzen, auch wenn er eines der BVE-Testspiel verfolgt hat. „Da kommt eine Wundertüte auf uns zu, bei Essen stehen viele unbekannte Gesichter im Kader. Aber die Jungs sind qualitativ hochwertig. Vielleicht ist es gut für uns, dass wir so früh in der Saison gegen den BVE spielen, wenn sich die Mannschaft noch nicht so gefunden hat.“

Personell sieht es ganz gut aus im Thüler Lager. Allerdings fehlt Innenverteidiger Tobias Latta nach wie vor mit einer Dehnung des Kreuzbandes, außerdem weilt Cristian Boicu in seiner Heimat Moldawien. Stefan Vogel hat sich am Montag zwar eine leichte Zerrung zugezogen, Trainer Macke geht aber davon aus, dass der Offensivspieler mitwirken kann. Das heutige Abschlusstraining soll der Härtetest werden.

Zweite Runde lautet das erklärte Ziel

Viel Praxis in Sachen Pflichtspiele weist Gegner Essen ebenfalls nicht auf. Vor der einzigen Partie im bisherigen Kalenderjahr 2020 am 8. März (0:5 bei BW Lohne) war die Mannschaft von Trainer Mohammad Nasari am 24. November (1:0 beim VfL Wildeshausen) im Einsatz. „Das ist ja gefühlt 100 Jahre her, da hatte ich noch keine Glatze“, meint der Coach augenzwinkernd.

An den Vorgaben für die Partie am Sonntag ändert sich aber nichts. „Wir fahren nach Thüle, um dann zehn Tage später in der zweiten Runde mitzumachen. Aber wir haben keinen Grund, Thüle zu unterschätzen. Der SV hat einen sehr guten Kader und wird alles versuchen, um uns zu besiegen. Viel wird auf die Tagesform ankommen. Und wir müssen die richtige Einstellung an den Tag legen. Im Pokal hast du 90 Minuten, in denen du es schaffst oder eben nicht. Da kannst du hinterher nichts mehr reparieren.“ Personell sieht es bei den Essenern ganz gut aus, nur zwei Fragezeichen tauchen im Kader auf, sonst ist er komplett.

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