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Von Rheine über Amerika nach Oythe

Sandra Hövels ist der einzige Neuzugang des Volleyball-Zweitligisten und spielte bereits für zwei College-Teams.

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Lautstark dabei: Sandra Hövels (rechts). Foto: Gschweng

Lautstark dabei: Sandra Hövels (rechts). Foto: Gschweng

Zweitliga-Debüt mit 16 Jahren, dreieinhalb Jahre in den USA, nun Psychologie-Studium in Oldenburg und Leistungsträgerin beim VfL Oythe: Sandra Hövels hat schon einiges vorzuweisen. Und das mit gerade einmal 22 Jahren. Sie ist der einzige Neuzugang bei den Volleyballdamen des VfL Oythe – und am kommenden Wochenende steht die nächste Aufgabe an. Sandra Hövels trifft mit ihrer Mannschaft am Samstag um 19.00 Uhr in der 2. Bundesliga Nord daheim auf den BBSC Berlin.

Die Mittelblockerin wechselte im Sommer in die Mannschaft von Trainer Ali Hobst und will mit dem VfL Oythe einiges erreichen. „Das Ziel für uns ist es, sich Stück für Stück zu verbessern und immer besser als Mannschaft zu spielen“, erklärt Sandra Hövels. Der Teamgedanke steht bei ihr im Vordergrund – schon immer, wie sie sagt. Mit acht Jahren fing die aus dem nordrhein-westfälischen Rheine stammende Hövels mit dem Volleyballspielen an. „Mein Papa hat in einer Hobbymannschaft gespielt. So bin ich auf den Sport gekommen und habe bei einem Volleyballcamp mitgemacht“, sagt sie. Dort hat's gefunkt: Sandra Hövels fing ligatechnisch ganz unten an und steigerte sich, ehe sie mit zwölf Jahren in die Jugendabteilung vom USC Münster, dem Primus in ihrer Heimatregion, wechselte. Der Schritt kam vor allem zustande, weil ihr Trainer in Rheine „zum Glück früh bei mir Potenzial gesehen hat“, so Hövels.

Volleyballstipendium ebnet den Weg ins Ausland 

Vier Jahre später, im Alter von 16 Jahren, gab sie für den USC Münster II ihr Debüt in der 2. Bundesliga. Die Jahre in Münster waren für sie generell eine „sehr, sehr wertvolle Zeit“. Und sie sagt: „Ich habe gelernt, was Disziplin ist. Ich bin fast täglich mit dem Zug von Rheine nach Münster gefahren und war parallel in der Oberstufe.“ Nach dem Abitur entschied sich Sandra Hövels für ein Auslandsjahr in den USA. Über Kontakte kam sie an ein Volleyballstipendium am Daytona State College in Florida. „Ich wollte Volleyball nicht aufgeben, um ins Ausland zu gehen“, erklärt sie. Durch das Stipendium gab's da allerdings keine Zweifel mehr. Am College konnte sie weiter Volleyball spielen. „Das hat mir sehr gut gefallen“, sagt Sandra Hövels. Und so gab's eine Planänderung: Aus einem Jahr in den USA wurden dreieinhalb. Nach einer Spielzeit in Daytona wechselte sie an die Purdue University Fort Wayne, studierte dort Psychologie und spielte auf hohem Niveau ihren Lieblingssport: „Die Liga dort war sehr vergleichbar mit der deutschen zweiten Liga“, erläutert Hövels.

Seit dem Winter 2019/20 ist sie zurück in Deutschland. Im Januar und Februar trainierte sie bei der Regionalliga-Mannschaft vom SC Spelle-Venhaus, um sich fit zu halten. Ihr Plan für die nähere Zukunft stand zu dem Zeitpunkt aber schon lange fest: „Ich wollte in der Nähe einer Universität bei einem Zweitligisten spielen.“ Es klappte: Auf Empfehlung des Speller Trainers Stefan Jäger landete sie in Oythe und studiert mittlerweile in Oldenburg „Angewandte Neurokognitive Psychologie“.

Sandra Hövels lernt, wie Menschen im Kopf ticken – und sie weiß auch, wie sie tickt. Über sich selbst sagt die Mittelblockerin, dass sie „sehr präsent und laut auf dem Feld“ ist und dem Gegner gerne zeigt, dass sie da ist. Ali Hobst freut sich, dass Sandra Hövels im Sommer in Oythe gelandet ist. „Sie passt perfekt in unser Anforderungsprofil. Sandra Hövels ist jung und entwicklungsfähig“, sagt Hobst.

Heimspiel gegen den BBSC Berlin 

Und das Ziel für Samstag, für das Spiel gegen Berlin? „Ich erwarte von uns, dass wir das Spiel selbst in die Hand nehmen und von Anfang an Präsenz zeigen“, sagt Sandra Hövels: „Unser Ziel ist es, ein Spiel auf Augenhöhe zu führen und am Ende die Punkte mit nach Hause zu nehmen.“ Gewiss keine leichte Aufgabe: Der BBSC Berlin hat mit einem Spiel weniger drei Punkte mehr als der VfL auf dem Konto. Das weiß auch Sandra Hövels, die den Tabellenvorletzten nach dem 0:3 in Borken in die Pflicht nimmt: „Ich erwarte von uns eine deutliche Steigerung.“

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