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Vom aktiven Fußballer zum Chef am Grill

Mehr TuS geht nun wirklich nicht: Seit einem halben Jahrhundert ist Hubert Jüchter fester Bestandteil bei Emstekerfelds Fußballern.

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Alles im Griff: Hubert Jüchter sorgt als Platzwart für ein optimales Geläuf auf den Plätzen an der Nussbaumallee. Foto: Wulfers

Alles im Griff: Hubert Jüchter sorgt als Platzwart für ein optimales Geläuf auf den Plätzen an der Nussbaumallee. Foto: Wulfers

Treffender lässt sich sein Wert für den Klub wohl kaum beschreiben. Die Frage, welche Funktion er denn beim TuS Emstekerfeld derzeit ausübt, ließ ihn nicht lange grübeln. „Ich mache eigentlich alles“, lautet die Antwort von Hubert Jüchter.

Spieler, Betreuer, Platzwart, Chef am Grill: Es gibt kaum eine Funktion, mit der der 67-Jährige beim Cloppenburger Stadtteilklub nicht schon betraut wurde. So hält Emstekerfelds Vorsitzender Tobias Spils große Stücke auf das TuS-Urgestein: „Hubert ist als Platzwart für den meist hervorragenden Zustand der Sportanlage zuständig. Wie viel Arbeit hierfür nötig ist, merkt man erst, wenn er einmal ausfällt und Ersatz nötig wird. Für seine ständige Anwesenheit auf dem Vereinsgelände und seine ehrenamtlichen Tätigkeiten für den TuS Emstekerfeld gebührt ihm großer Respekt.“

Bereits mit 16 Jahren zog es Jüchter zum TuS. In der B- und A-Jugend noch als Feldspieler im Mittelfeld agierend, war beim Sprung zu den Männern die Rolle des Torhüters angesagt. „Bei einem Spiel in Varrelbusch fehlte uns ein Torwart. Da haben sie mich dazu verdonnert, ins Tor zu gehen“, schmunzelt Jüchter.

TuS-Altherrenteam 1990. Oben von links: Werner Laudenbach, Jochen Kliefoth, Gerold Leckelt, Wilfried Gantzkow, Günter Kannen, Hannes Thoben, Wolfgang Heckmann. Unten von links: Uli Wiechert, Manfred Neie, Wolfgang Heinze, Hubert Jüchter, Uli Bendig, Harry Bürger, Bernd Wernke. Foto: VereinTuS-Altherrenteam 1990. Oben von links: Werner Laudenbach, Jochen Kliefoth, Gerold Leckelt, Wilfried Gantzkow, Günter Kannen, Hannes Thoben, Wolfgang Heckmann. Unten von links: Uli Wiechert, Manfred Neie, Wolfgang Heinze, Hubert Jüchter, Uli Bendig, Harry Bürger, Bernd Wernke. Foto: Verein

Der Job zwischen den Pfosten war fortan für ihn reserviert. Zweite Mannschaft, gelegentliche Einsätze in der Ersten, Altherren, Altligisten und Oldies: Wann immer es galt, ein Team zusammenzustellen, Jüchter war dabei. „Bei Freundschaftsspielen habe ich schon mit 27 Jahren bei den Altherren ausgeholfen. Mittwochs Altherren, Sonntag zweite Mannschaft, da hatte ich oftmals englische Wochen.“ Im Alter von 61 Jahren war der gelernte Vulkaniseur dann immer noch bei den Oldies dabei, doch eine Knieoperation setzte dem aktiven Treiben ein Ende. „Lust auf Fußball hab ich auch heute noch, doch der Doc hat mir geraten, mit dem Fußball aufzuhören.“

"Mit dem TuS wäre ich gerne einmal Hallenkreismeister geworden. Zweite und dritte Plätze gab es einige, doch zum Titel hat es nie gereicht."Hubert Jüchter

So bleibt Jüchter zumindest etwas Zeit, seinem zweiten großen Hobby zu fröhnen: Im MSC-Autocross ist Jüchter als gewievter Mechaniker gefragt. Sobald Rennen angesagt sind, bricht der Cloppenburger Tross mit etwa 20 Leuten auf. Jüchter fährt den Werkstattwagen und hatte nicht unerheblichen Anteil am Gewinn zweier Deutscher Meisterschaften.

Zu derlei Ehren hat es für ihn als Fußballer nicht gereicht. Dennoch fällt sein Resümee nach 45 Jahren aktivem Fußball überaus positiv aus, doch eine Sache ärgert ihn dann doch. „Mit dem TuS wäre ich gerne einmal Hallenkreismeister geworden. Zweite und dritte Plätze gab es einige, doch zum Titel hat es nie gereicht.“

Der könnte demnächst mit der ersten Mannschaft eingefahren werden, bei der Jüchter seit Jahren als Betreuer fungiert. „Die Spieler fühlen sich in der TuS-Familie wohl. Wir wollen und wir werden oben mitspielen“, richtet der bekennende HSV-Fan schon mal eine Kampfansage an die Konkurrenz.

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