Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Volleyballfrauen des TVC aus dem Himmel direkt in die Hölle

Drittligist aus Cloppenburg kassiert nach 3:1-Erfolg beim VC Olympia Münster gegen Tuspo Weende eine deutliche 0:3-Niederlage.

Artikel teilen:
Ratlosigkeit: Die Volleyballfrauen des TV Cloppenburg um Trainer Fabio Bartolone erwischten gegen Tuspo Weende einen rabenschwarzen Tag und verloren deutlich mit 0:3. Foto: Langosch

Ratlosigkeit: Die Volleyballfrauen des TV Cloppenburg um Trainer Fabio Bartolone erwischten gegen Tuspo Weende einen rabenschwarzen Tag und verloren deutlich mit 0:3. Foto: Langosch

Ein Wechselbad der Gefühle haben die Volleyballfrauen des TV Cloppenburg hinter sich gebracht. Einem sicheren 3:1-Erfolg (16:25, 25:17, 25:19, 25:23) beim VC Olympia Münster folgte im Heimspiel gegen Tuspo Weende die kalte Dusche. Am Ende verloren sie sang- und klanglos mit 0:3 (16:25, 19:25, 17:25).

Am Samstag mussten die TVC- Frauen neben Polina Bizhko, die aus familiären Gründen in beiden Partien fehlte, und der beruflich verhinderten Libera Kristin Fischer kurzfristig auch auf Mittelblockerin Oleksandra Illyushko verzichten, die auch aus familiären Gründen passen musste.

Anstelle von Illyushko kam Maris Brock zum Zuge und der Neuzugang vom VfL Oythe II feierte sein Debüt in der TVC-Startformation. Es ließ sich für die Gäste in Münster indes schlecht an. Über 1:5 gerieten sie deutlich mit 3:11 ins Hintertreffen. Sie sollten es auch nicht mehr schaffen, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. So stand nach 22 Minuten ein 16:25 und damit ein 0:1 zu Buche.

Zweimal MVP: Zuspielerin Jule Lampe (rechtsI wurden nach beiden Spielen am Wochenende zur wertvollsten Spielerin des TVC gewählt. Foto: LangoschZweimal MVP: Zuspielerin Jule Lampe (rechtsI wurden nach beiden Spielen am Wochenende zur wertvollsten Spielerin des TVC gewählt. Foto: Langosch

Diesen ersten Satz hatte die Mannschaft von Trainer Fabio Bartolone indes offenbar gebraucht. Danach kam der TVC besser ins Spiel. Beim 13:12 im zweiten Satz ging er erstmals in diesem Spiel in Front und baute den Vorsprung konsequent his zum 25:17 aus. Auchbim dritten Satz sollten die Cloppenburgerinnen das besser Ende für sich haben. Zwar verspielten sie eine 12:7-Führung, aber nach dem 16:16-Ausgleich zogen sie wieder auf 23:18 davon und siegten mit 25:19.

So schien der Weg geebnet für einen sicheren Sieg, zumal sich das Bartolone-Team im vierten Durchgang nach 11:12-Rückstand ein 16:12 und 21:17 erspielte. Doch es sollte noch hochspannend werden. Münster glich nicht nur aus, sondern lag unversehens mit 22:21 in Front. Doch die Gäste bewahrten kühlen Kopf und nutzten gleich den ersten Matchball zum 25:23 und damit 3:1-Sieg.

  • VCO Münster - TV Cloppenburg 1:3
  • 1. Satz: 25:16 (22 min)⋌
2. Satz: 17:25 (25 min)⋌
3. Satz: 19:25 (26 min)⋌
4. Satz: 23:25 (26 min)⋌
  • Wertvollste Spielerin: Gold: Jule Lampe (TV Cloppenburg), Silber: Lara-Marie Schaefer (Olympia Münster).⋌
  • TVC: Jule Lampe, Christine Tabeling, Maris Brock, Maria Paulat, Ilona Dacevic, Marita Lüske, Lisa Walden, Mariia Petrenko, Janna Eilers, Patrycja Marszalek (ohne  Einsatz).
  • Zuschauer: 40.

Diesen Schwung des Erfolges schienen die Cloppenburgerinnen in die zweite Partie des Wochenendes mitzunehmen. Gegen Tuspo Weende legten sie ein 4:0 vor, das sie ruckzuck auf 14:7 ausbauten. Wenig verwunderlich, dass Gästetrainerin Daniela Wiemers mit einer Auszeit reagierte. Diese kurze Unterbrechung sollte zum Bruch in dieser Begegnung führen. Danach wurde es ein komplett anderes Spiel. Während den bis dahin so souveränen Gastgeberrinnen rein gar nichts mehr gelingen wollte, lief es beim Team aus Göttingen urplötzlich wie am Schnürchen. Der TVC holte im Auftaktsatz sage und schreibe nur noch zwei Punkte, nach 23 Minuten Spielzeit hatte Tuspo – als Tabellenvorletzter angereist – mit 25:16 die 1:0-Führung unter Dach und Fach.

Hernach wurde es nicht besser für die Cloppenburger Frauen. Zwar flackerte phasenweise ein wenig Hoffnung auf, wenn sie wie etwa im zweiten Durchgang Rückstände von 2:7 (auf 8:9) und 14:20 (auf 18:20) verkürzten, aber es reichte nicht, um der Begegnung eine neue Wende zu geben. Dafür blieb das Spiel der Gastgeberinnen zu fehlerhaft, während Weende konsequent durchzog und folglich auch hochverdient gewann.

  • TV Cloppenburg - Tuspo Weende 0:3
  • 1. Satz: 16:25 (23 min)
  • 2. Satz: 19:25 (24 min)
  • 3. Satz: 17:25 (23 min)
  • Wertvollste Spielerin: Gold: Kornelia Rambo (Tuspo Weende), Silber: Jule Lampe (TVC).
  • TVC: Marita Lüske, Jule Lampe, Christine Tabeling, Oleksandra Illyushko, Janna Eilers, Ilona Dacevic, Kristin Fischer, Lisa Walden, Maria Paulat, Mariia Petrenko, Maris Brock (ohne Einsatz), Patrycja Marszalek (o. E.).
  • Zuschauer: 100.
  • Nächstes TVC-Spiel: Am kommenden Samstag (22. Oktober) von 20 Uhr an bei den SSF Fortuna Bonn.

„Das war gar nichts von uns, null“, ärgerte sich TVC-Trainer Fabio Bartolone über den schwarzen Tag seines Teams und die mit Abstand schwächste Saisonleistung. Immerhin blieb Cloppenburg im sechsten Spiel erstmals ohne Punkt. Den hatte seine Mannschaft auch nicht verdient, fand auch Bartolone: „Wir waren in allen Elementen schlechter, sei es Aufschlag, Annahme, Zuspiel oder Angriff. So kann man in dieser ausgeglichenen Liga nicht gewinnen. Das war eine Lehrstunde für uns und ich hoffe, dass meine Spielerinnen daraus lernen und es in den nächsten Spielen besser machen. Jedenfalls sind wir an diesem Wochenende aus dem Himmel direkt in der Hölle gelandet.“

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Volleyballfrauen des TVC aus dem Himmel direkt in die Hölle - OM online