Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Volleyballfrauen des TV Cloppenburg kassieren dritte Niederlage in Folge

2:3 gegen BW Aasee im Nachholspiel der Abstiegsrunde in der Dritten Liga West. Samstag Saisonfinale gegen Bayer Leverkusen II.

Artikel teilen:
Nur zu Beginn durchsetzungsstark: Ilona Dacevic (links, hier gegen Aasees Chiara Claassen, Nummer 18, und Luisa Lüpken, verlor mit dem TV Cloppenburg 2:3 gegen die Münsteranerinnen. Foto: Langosch

Nur zu Beginn durchsetzungsstark: Ilona Dacevic (links, hier gegen Aasees Chiara Claassen, Nummer 18, und Luisa Lüpken, verlor mit dem TV Cloppenburg 2:3 gegen die Münsteranerinnen. Foto: Langosch

Der Spannungsabfall bei den Volleyballfrauen des TV Cloppenburg ist unübersehbar. Seitdem der vorzeitige Erhalt der Zugehörigkeit zur Dritten Liga West feststeht, kommt die Mannschaft von Trainer Tomislav Ristoski nicht mehr richtig auf Touren. Das 2:3 (25:19, 15:25, 23:25, 25:21, 9:15) im Nachholspiel gegen BW Aasee bedeutete die dritte Niederlage hintereinander in der Abstiegsrunde. Viel Zeit, um über diese überflüssige Niederlage zu grübeln, haben die Cloppenburgerinnen aber nicht, schon am Samstag steht das Saisonfinale an. Um 18 Uhr beginnt in der Sporthalle an der Leharstraße die Partie gegen Bayer Leverkusen II.

Die Gäste aus Münster waren mit einer Minimalchance angereist, die Klasse noch zu halten. Nach einer Reihe von coronabedingten Spielabsagen stand Aasee mit nur elf Begegnungen in der Tabelle, in den drei ausstehenden Partien brauchte und brauchen die Blau-Weißen aber Siege, um das rettende Ufer noch zu erreichen. Außerdem muss die Konkurrenz mitspielen und die „passenden“ Ergebnisse liefern.

Dass die Westfälinnen aber felsenfest von ihrer Chance überzeugt waren, davon war zumindest eingangs der Begegnung nicht viel zu spüren. Besser gesagt: der TVC ließ seinen Gegner nicht zur Entfaltung kommen. Die Gastgeberinnen, die auf Stammzuspielerin Karoline Meyer und Diagonalangreiferin Katharina Rathkamp verzichten mussten, setzten sich früh über 5:2 und 9:5 auf 11:6 ab. Zwar glich Aasee mit einer starken Angabenserie Luisa Lüpkens zum 11:11 aus, aber Cloppenburg bekam die Kurve. Mit fünf Punkten in Serie von 12:12 auf 17:12 waren die Weichen stellt, der TVC kam über 23:17 zu einem ungefährdeten 25:19 und damit zur 1:0-Führung.

  • TV Cloppenburg - BW Aasee 2:3
  • 1. Satz: 25:19 (24 min)
  • 2. Satz: 15:25 (23 min)
  • 3. Satz: 23:25 (25 min)
  • 4. Satz: 25:21 (26 min)
  • 5. Satz: 9:15 (15 min)
  • Wertvollste Spielerin:  Gold: Chiara Claassen; Silber: Lisa Walden.
  • TVC: Jule Lampe, Christine Tabeling, Marita Lüske, Polina Bizhko, Ilona Dacevic, Lisa Lammers, Lisa Walden, Mariia Petrenko, Janna Eilers, Oleksandra Illiushko, Daniela Dellwisch (ohne Einsatz), Kristin Fischer (o. E.), Patrycja Marzalek (o. E.), Maria Paulat (o. E.).
  • Zuschauer: 30.
  • Nächstes TVC-Spiel: Am Samstag (30. April, 18 Uhr) gegen Bayer Leverkusen II.

Wer sich nun auf einen entspannten Abend eingestellt hatte, sah sich umgehend eines Besseren belehrt. Wie schon so oft in dieser Saison schafften es die Spielerinnen um Trainer Ristoski nicht, ihre Leistung konstant abzurufen. Zwar knüpften sie zunächst an die Darbietung aus dem ersten Satz an, verloren dann aber komplett den Faden. Aus einer 8:4-Führung wurde in Windeseile ein 8:14-Rückstand und mündet in ein 15:25.

„Aasee hat gut aufgeschlagen und unsere Annahme kam nicht, so wird es schwer zu gewinnen“, analysierte Tomislav Ristoski. Allerdings leisteten sich die Gäste auch eine horrend hohe Anzahl an verschlagenen Angaben. Nicht weniger als 20 Services landeten direkt im Netz oder Aus, allein im dritten Durchgang gingen acht Angaben fehl. Diese Geschenke nahm der TVC aber nicht an. Est beim 19:24 rissen sich die Cloppenburgerinnen wieder zusammen, wehrten fünf Satzbälle ab, um dann beim sechsten bezeichnenderweise mit einer verpatzten Annahme Aasee den entscheidenden Punkt zu spendieren.

Aber wenigstens steckte der TVC nicht auf. Im vierten Satz lag er stets knapp vorne, geriet aber beim 20:21 erstmals in diesem Abschnitt ins Hintertreffen. Doch mit einem energischen Schlussspurt sicherten sich die Cloppenburgerinnen das 25:21 und damit den 2:2-Ausgleich.

Im fälligen Tiebreak ließ Aasee seine Zuspielerin, Lisa Lüpken, auf der Bank. Aber daraus schlugen die Gastgeberinnen kein Kapital. Beim letzten Seitenwechsel lagen noch mit 8;7 vorn, hatten dann aber nicht mehr viel zu bieten. Statt dessen machte Blau-Weiß die letzten fünf Punkte in Serie und sicherte sich mit 15:10 Satz und Sieg.

„Das war eine Frechheit, was wir heute geboten haben“, schimpfte TVC-Coach Ristoski. „Ich haben meine Mannschaft noch nie angegriffen, aber so ein Auftritt wie heute geht gar nicht.“ Die Chance es besser zu machen, besteht schon am heutigen Samstag, wenn das letzte Spiel der Saison gegen Leverkusen II ansteht. „Es wäre schön, wenn wir die Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen könnten“, meint Ristoski, für den es sein letztes Spiel als Trainer auf der TVC-Bank sein wird.

Gegen die Bayer-Reserve, die das Hinspiel mit 3:0 gewonnen hat, wird Zuspielerin Karoline Meyer wieder dabei sein. Katharina Rathkamp gehört zwar zum Aufgebot, aber mit ihrer Fußverletzung ist ein Einsatz nicht zu erwarten. „Katha quält sich schon durch die ganze Saison, das muss man ihr hoch anrechnen. Nun geht es für uns um nichts mehr, also gehen wir auch kein Risiko ein. Die Gesundheit geht absolut vor“, sagt Tomislav Ristoski.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Volleyballfrauen des TV Cloppenburg kassieren dritte Niederlage in Folge - OM online