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Volleyball: Saison 21/22 endet für TVC mit Niederlagenserie

Die Cloppenburger Drittliga-Frauen verloren das letzte Spiel gegen Bayer Leverkusen II mit 0:3. Es war die vierte Pleite in Folge.

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Sichtlich angefasst: Trainer Tomislav Ristoski, der hier von Karoline Meyer eine Fotocollage erhält. Foto: Langosch

Sichtlich angefasst: Trainer Tomislav Ristoski, der hier von Karoline Meyer eine Fotocollage erhält. Foto: Langosch

Mit einer 0:3-Niederlage (20:25, 23:25, 20:25) gegen Bayer Leverkusen II haben die Volleyballfrauen des TV Cloppenburg die Saison in der Dritten Liga West abgeschlossen. Ob sie dennoch Platz eins in der Tabelle der Abstiegsrunde behalten, stellt sich indes erst am Freitag heraus. Sollte dann der TV Eiche Horn in seinem Heimspiel gegen VoR Paderborn nicht punkten, bliebe der TVC Erster, erreichen die Bremerinnen aber zumindest den Tiebreak oder gewinnen gar, würden sie Cloppenburg auf den zweiten Platz verdrängen. Aber egal, wie es kommt: Der TVC ist auch in der nächsten Saison in Deutschlands dritthöchster Saison dabei.

Das hatte schon vor einigen Wochen festgestanden. Seitdem hat die Mannschaft von Trainer Tomislav Ristoski kein Spiel mehr gewonnen. Zuvor hatte es eine Siegesserie von sieben Erfolgen am Stück geschafft und das Saisonziel frühzeitig erreicht.

Gegner Leverkusen II hatte ebenfalls den Ligaverbleib schon vor dem ersten Aufschlag sicher, nachdem die SF Aligse das für Freitagabend vorgesehene Spiel bei der Bayer-Reserve abgesagt hatten. Damit kamen die Westdeutschen kampflos zu den Punkten, die sie definitiv zum Klassenerhalt brachten. Aber das Team um Trainer David Brechler trat in der Cloppenburger Halle an der Leharstraße sehr motiviert an. Bayers Zweite war durchweg die klar überlegene Mannschaft. Allein zum Ende des zweiten Satzes hin kam ein wenig Spannung auf, als der TVC einen 5:11-Rückstand beim 13:13 aufholte. Aber es sollte den Gastgeberinnen nicht gelingen, auch nur ein einziges Mal in Führung zu gehen. Zwar blieben die Cloppenburgerinnen immer auf Tuchfühlung und wehrten beim 22:24 einen Satzball ab. Im zweiten Versuch aber machte Leverkusen II den Sack zu und hatte im dritten Durchgang leichtes Spiel. Mit einem 20:9-Vorsprung im Rücken ließen sie die Zügel etwas schleifen und kamen ungefährdet ins Ziel, auch wenn der TVC noch ein gutes Stück dichter kam.


Cloppenburg - Leverkusen II 0:3

  • 1. Satz: 20:25 (27 min).
  • 2. Satz: 23:25 (26 min).
  • 3. Satz: 20:25 (27 min).
  • Wertvollste Spielerin: Gold: Viktoria Micke; Silber: Christine Tabeling.
  • TVC: Jule Lampe, Christine Tabeling, Marita Lüske, Polina Bizhko, Ilona Dacevic, Lisa Lammers, Lisa Walden, Patrycja Marzalek, Karoline Meyer, Katharina Rathkamp, Maria Paulat, Janna Eilers, Oleksandra Illiushko (ohne Einsatz), Mariia Petrenko (o. E.).
  • Zuschauer: 30.

Das abschließende 0:3 gegen Leverkusen II war aber für die Cloppenburgerinnen tatsächlich kein Beinbruch, auf die Stimmung drückte es dennoch. „Leverkusen war heute einfach besser und hat sehr fokussiert gespielt“, meinte Trainer Tomislav Ristoski, der seinen Posten nach dreieinhalbjähriger Tätigkeit niederlegt. Mit einem Strauß Blumen und einer Fotocollage verabschiedete ihn die Mannschaft – und rührte den Coach damit zu Tränen. „Egal, wie das Spiel heute ausgegangen ist“, meinte Ristoski mit einem verräterischen Funkeln in den Augen. „Die Mädels haben sich den Klassenhalt verdient und ein großes Dankeschön für das, was sie geleistet haben. Danke für die Zeit.“

Womöglich hat auch Katharina Rathkamp ihr letztes Spiel für den TVC bestritten. „Könnte gut sein, es steht aber noch nicht fest. Stand heute würde ich sagen: ,Das war's für mich', aber wer weiß, wie es im Herbst aussieht, wenn die neue Saison losgeht“, meinte die 37-Jährige, die seit 2014 für den TVC spielt. Ihr Rückblick auf die Serie 2021/2022 fällt zwiegespalten aus: „Die Mannschaft hat eine super Saison gespielt. Wir haben nie in Abstiegsgefahr geschwebt, das hatte in den Jahren zuvor ganz anders ausgesehen. Für mich persönlich aber war die Saison frustrierend.“

Im vergangenen Sommer war der Diangonalangreiferin ein Pferd auf den Fuß getreten und als sei das nicht genug, knickte sie im letzten Beachturnier des Sommers 2021 auch noch mit diesem Bein um. „Ich bin im Grunde zu jedem Spiel mit Ibuprofen angetreten und konnte hinterher drei Tage nicht laufen. Daher war es mir auch nicht möglich, regelmäßig zu trainieren. Wobei es für mich ein sehr hoher Aufwand ist, zu jeder Einheit zu kommen. Ich muss sehen, ob ich den noch mit meinen anderen Verpflichtungen treiben kann.“

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