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Volksfeststimmung am Kroger Strohbecken

Das ungewöhnliche Triathlon-Event lockte wieder zahlreiche Sportler und Besucher an. Sportlich wurde der Wettkampf zu einer Familienangelegenheit. Inga und Benedikt Hintze triumphierten.

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Kraulen in Kroge: Unter den interessierten Blicken der Zuschauer ziehen die Triathleten im Strohbecken ihre Bahnen. Gestartet wurde im Viertelstundenabstand in Gruppen von jeweils 16 Aktiven. Fotos: Schikora

Kraulen in Kroge: Unter den interessierten Blicken der Zuschauer ziehen die Triathleten im Strohbecken ihre Bahnen. Gestartet wurde im Viertelstundenabstand in Gruppen von jeweils 16 Aktiven. Fotos: Schikora

Am Ende herrschte fast ein bisschen Volksfeststimmung auf dem Kroger Sportplatz – alles coronakonform, versteht sich. Bis zu 970 Aktive, Helfer und Besucher – allesamt geimpft, genesen oder getestet – waren laut Hygienekonzept erlaubt. 600 bis 700 dürften es gewesen sein, die im Anschluss an den 2. Kroger Strohbecken-Triathlon zum geselligen Teil übergingen. Erst gegen vier Uhr traten die Letzten den Heimweg an.

„Wir hatten bombastisches Wetter, das war echt eine geile Veranstaltung“, freute sich Frank Wassenberg aus dem Organisationsteam im Rückblick. In der Tat: Inmitten einer Schlechtwetterperiode erwischten die Kroger für die Neuauflage ihres Ausdauer-Dreikampfes den einzigen freundlichen Tag. „Es waren 23, 24 Grad, teilweise ein bisschen bedeckt. Für die Sportler war das ideal“, berichtete Wassenberg.

Herzstück des Events war wieder das diesmal 12 x 30 Meter große Schwimmbecken, das die Helfer des SV Kroge-Ehrendorf, der Landjugend und der Schützen aus Betonsteinen, Strohballen und Gummimatten auf dem Sportplatz errichtet und mit Wasser gefüllt hatten.

Und jetzt schnell rauf aufs Rad: Ein Teilnehmer des Strohbecken-Triathlons steigt nach dem Schwimmen in der Wechselzone eilig auf seine Zeitfahrmaschine.Und jetzt schnell rauf aufs Rad: Ein Teilnehmer des Strohbecken-Triathlons steigt nach dem Schwimmen in der Wechselzone eilig auf seine Zeitfahrmaschine.

100 Einzelstarter und 25 Dreierstaffeln nahmen den offiziellen Wettkampf über 300 Meter Schwimmen, 24 Kilometer Radfahren und sechs Kilometer Laufen in Angriff, darunter rund 40 Kroger, aber auch Sportler aus Oldenburg, Bielefeld oder Hannover. Im Viertelstundenabstand gingen die Startgruppen ins Wasser – jeweils 16 Sportler pro Gruppe. Neben dem guten Wetter genossen die Aktiven vor allem die Stimmung an der Strecke. „Im Einlaufbereich standen 150 Kroger. Die haben jeden abgefeiert“, berichtete Frank Wassenberg, der selbst auch den Dreikampf absolvierte.

Sportlich wurde der Triathlon zu einer Familienangelegenheit. Bei den Frauen siegte Inga Hintze von den Zweitliga-Triathletinnen von BW Lohne in 1:18:22 Stunden. Bei den Männern triumphierte ihr Mann Benedikt in 1:12:25 Stunden. Beide waren damit noch einmal deutlich schneller als die Vorjahressieger Lidia Hackmann (1:24:12) und Philipp Ellert (1:13:32). Die Scott-Mountainbikes für die Finisher, die im Verhältnis zu ihrem Gewicht die schnellste Zeit erzielten (und bei der Siegerehrung anwesend waren), gewannen Frank von Lehmden aus Lohne und die in England lebende Katrin Kroschinski.

Den Staffelwettbewerb gewannen „Die Waldheinis“ (Ann Kathrin Wieling, Marvin Luhmann, Marc Aulenkamp) aus NRW in 1:15:02 Stunden. Sie siegten auch in der Sonderwertung, die das Gewicht berücksichtigte, und dürfen sich nun über ein Essen und Trinken bei Knollenberg freuen.

„Ich habe bestimmt 100 Mal gehört, dass wir das wieder machen müssen“Organisator Frank Wassenberg

Schwere Stürze oder Verletzungen gab es keine. „Der MHD musste nur ein Pflaster rausgeben“, berichtete Frank Wassenberg. Trotz zwischenzeitlicher Probleme mit der Zeitmessung erhielten die Kroger zudem viel positive Resonanz von den Aktiven. „Ich habe bestimmt 100 Mal gehört, dass wir das wieder machen müssen“, erzählte Wassenberg. Er denkt derzeit noch nicht an eine Neuauflage. „Wir müssen das erst mal sacken lassen. Wenn, dann erst in zwei Jahren wieder.“

Begeistert zeigten sich die Organisatoren von der Tatkraft der zahlreichen jugendlichen Helfer, die nach der Veranstaltung in Windeseile die Wechselzone und später auch das Becken wieder abbauten. „Das hat sehr gut funktioniert“, berichtete Frank Wassenberg.

Am Samstag war das Strohbecken nach Abschluss des Wettkampfes kurzerhand zum Schwimmbad umfunktioniert worden. „Da waren eine Menge Kinder und Jugendliche drin“, so Wassenberg. Erst als gegen 21.00 Uhr die Dunkelheit einsetzte, wurde das Becken aus Sicherheitsgründen eingezäunt.

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