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Vierter Sieg in Folge: Rasta Vechta lässt nicht locker

Der Basketball-Zweitligist feiert einen 81:79-Erfolg bei den Kirchheim Knights und liebäugelt plötzlich mit den Playoffs. Hier gibt's den Nachbericht mit den Reaktionen.

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In der Defense gefordert: Rastas Spielmacher Sa'eed Nelson (Mitte), der mit sechs Assists der beste Passgeber des Abends war, gegen Kirchheims Karlo Miksic. Foto: Markus Brändli

In der Defense gefordert: Rastas Spielmacher Sa'eed Nelson (Mitte), der mit sechs Assists der beste Passgeber des Abends war, gegen Kirchheims Karlo Miksic. Foto: Markus Brändli

Was für ein krasser Unterschied! Am Sonntag die hochemotionale, elektrisierende Hexenkessel-Kulisse in der Artland Arena in Quakenbrück. 2000 Fans, ein Derby voller Leidenschaft. Am Mittwoch dann die eher trostlose Atmosphäre in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim unter Teck: 304 Besucher, kaum Flair, kaum Stimmung. So unterschiedlich die äußeren Bedingungen auch waren, für die Basketballer von Rasta Vechta endeten beide Partien mit dem gleichen Gefühl – mit dem Gefühl des Sieges. Drei Tage nach dem 69:67-Kraftakt in Quakenbrück, mit dem Rasta den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga ProA perfekt gemacht hatte, landete Vechta einen 81:79 (41:36)-Sieg im Nachholspiel bei den VfL Kirchheim Knights.

Der vierte Sieg in Folge, der siebte Erfolg in den letzten neun Spielen – spät in der Saison, die über weite Strecken ziemlich verkorkst war, stimmen auf einmal die Resultate. Zu spät für die Playoffs der Top 8? Rasta liegt weiter auf Platz zwölf. Die „Tabellenprognose der ProA“, die auf Grundlage von basketballspezifischen Berechnungen die beste und schlechteste noch mögliche Platzierung für alle Teams ermittelt, spuckt im Fall von Rasta Rang sieben als Maximum aus. Die Kurzversion: Es ist kompliziert, aber theoretisch noch möglich.

Für Rasta geht's am Samstag (19.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten Ehingen/Urspring weiter. Eine Woche später reist Rasta zum zweiten Absteiger Itzehoe, ehe am 11. April das Hauptrundenfinale gegen Jena folgt.

Lodders mit 22 Punkten der überragende Akteur

Rastas Coach Vladimir Lucic war am Mittwochabend erst mal nur froh, dass sein Team Saisonsieg Nummer 14 eingefahren hatte. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Es war das dritte Spiel in sechs Tagen, dazu die lange Anreise nach Kirchheim“, sagte der Serbe: „Aber wir haben uns durchgekämpft und gegen ein richtig gutes Team in der ersten Halbzeit nur 36 Punkte zugelassen.“

Auch Robin Lodders, dank starker Wurfquoten aus dem Feld (8/9) und an der Freiwurflinie (6/7) mit 22 Punkten der Topscorer beim Sieger, war sehr zufrieden. Der Center, der 41 Sekunden vor Schluss nach Traumpass von Tajuan Agee zum 79:79 traf, sagte nach der Energieleistung: „In Kirchheim ist es immer schwer zu gewinnen. Wir haben nie aufgegeben – auch nicht, als wir am Ende zurücklagen. Es fühlt sich gut an, dass wir diese Saison noch irgendwie positiv beenden können. Es ist rein rechnerisch auch noch einiges drin.“ Eine Anspielung auf die Playoffs, die auch Lucic direkt nach der Partie im Sinn hatte: „Jetzt haben wir tatsächlich noch eine Chance auf die Playoffs. Dafür müssen wir natürlich unsere Hausaufgaben machen.“

Neben Lodders punkteten auch Agee (15), Joel Aminu (12) und James Washington (11) zweistellig. Letzterer war mit vier Steals auch der beste Balldieb des Abends. Agee machte unterdessen Rastas Punkte 75 bis 77 sowie 80 und 81.

Zum Spielverlauf: In der ersten Halbzeit brauchte Rasta relativ lange, um in der Offense einen Fuß in die Tür zu bekommen. Das Team lag bis Mitte des zweiten Viertels durchgehend zurück (2:8, 7:13, 12:17, 18:24, 21:28), um dann allerdings die Kontrolle zu übernehmen. Ein erster 8:0-Lauf brachte die erste Führung (29:28), nach der zweiten 8:0-Serie hieß es dann 39:34 für die Gäste – auch dank Lodders, der zu diesem Zeitpunkt noch ohne Fehlwurf war (4/4 Zweier, 3/3 Freiwürfe).

Im dritten Viertel setzte sich Rasta auf 49:39 und 53:42 ab, auf einmal lag sogar der direkte Vergleich im Bereich des Möglichen. Die Knights, mit denen Vechta nach Punkten gleichzog, hatten das Hinspiel dank Ex-Rasta-Guard Besnik Bekteshi (31 Punkte, 8/9 Dreier) mit 96:83 gewonnen.

Der Gast geriet aber ins Wanken und kassierte den Ausgleich (63:63). „Dass wir das Spiel nach unserem zweistelligen Vorsprung Mitte des dritten Viertels nicht schon entschieden haben, ist nur eine Randnotiz. Spiele entscheiden sich immer im Schlussabschnitt“, sagte Lucic. Er sei „auf jeden Fall sehr zufrieden“ mit der Mannschaft. Lodders ergänzte: „Das ganze Team hat 100 Prozent gegeben.“ Und es blieb im Schlussviertel, in dem es sechs Führungswechsel gab und in dem Rasta nach einer 0:7-Serie mit 73:77 zurücklag, cool. So cool, wie drei Tage zuvor auch in Quakenbrück.

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