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Vier Saison-Varianten für den VfL Oythe

Regulärer Volleyballstart wäre am 12. September gegen Bonn. Im ungünstigsten Fall gäb's eine einfache Runde ab Januar.

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Unten die Mannschaft, oben die Fans: So soll es beim VfL Oythe bald wieder sein.  Foto: Schikora

Unten die Mannschaft, oben die Fans: So soll es beim VfL Oythe bald wieder sein.  Foto: Schikora

Wann geht's los für den VfL Oythe? Die Frage nach dem Saisonstart in der 2. Volleyball-Bundesliga beschäftigt Verein, Mannschaft, Fans und auch den Dachverband Volleyball Bundesliga (VBL). In einer virtuellen Versammlung der Vereinsvertreter, an der auch VfL-Volleyballobmann Matthias Schumacher teilgenommen hat, wurden vier Einstiegsszenarien entwickelt, die je nach Corona-Lage zur Anwendung kommen werden. Sie sehen im günstigsten Fall den planmäßigen Liga-Auftakt am 12./13. September vor; die ungünstigste Variante wäre eine im Januar beginnende Serie – als einfache Runde.

Matthias Schumacher sieht als Voraussetzung für eine Saison-Wiederaufnahme die Zulassung von Zuschauern an: „Wir wollen keine Geisterspiele, könnten aber über einen Zeitraum von vielleicht zwei Wochen damit leben.“ Die Vereine brauchen die Zuschauereinnahmen.

Fall eins in den vier Saison-Szenarien sieht den regulären Beginn mit dem ersten Spieltag am 12./13. September vor, wobei der VfL Oythe mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger Fortuna Bonn starten würde. Das Saisonende wäre in diesem Fall ebenso regulär am 24. April 2021; Oythe hätte dann erneut eine Partie in der Antonianumhalle. Der Spielplan für diese Version ist intern schon vorbereitet worden und soll in Kürze endgültig feststehen.

Hofft auf Spiele und Fans: Matthias Schumacher. Foto: SchikoraHofft auf Spiele und Fans: Matthias Schumacher. Foto: Schikora

Version zwei sieht einen um zwei Wochen verzögerten Start vor. Die bis dahin ausfallenden Partien würden an Ersatzterminen stattfinden, die bereits im Spielplan enthalten sind.

Variante drei geht von einem um sechs Wochen verspäteten Saisonstart am 24./25. Oktober aus. Folglich würde die Saison bis Ende Mai gehen. Problematisch wäre dieses Szenario für viele Vereine, weil die Vertragslaufzeiten für die Spielerinnen angepasst werden müssen. Eigentlich enden die Kontrakte mit dem letzten Spiel Ende April.

Fall vier bezeichnet Matthias Schumacher als „Worst Case“: eine Saison nur als Rückrunde, die wahrscheinlich ab Januar gespielt werden würde. Ziel der Vereine ist es laut Matthias Schumacher, „so schnell wie möglich in den Normalzustand zu kommen“. Dazu zählen auch Spiele mit Zuschauern. Sei dies nicht möglich, müsse man halt warten. Schumacher hält zudem coronabedingte Rückschläge auf dem Weg zurück zur Normalität für nicht ausgeschlossen.

Die Volleyballer mit ihren bundesweiten oder zumindest länderübergreifenden Staffeln müssen also wie Basketballer oder Handballer auf Vorgaben von der Bundesregierung warten. Eventuell unterschiedliche Regelungen in einzelnen Bundesländern würden da nicht weiterhelfen. In der 2. Volleyball-Liga Nord der Damen sind Teams aus fünf Ländern am Start.

Grundsätzlich plant der VfL Oythe vorläufig mit Variante eins. Seit knapp fünf Wochen ist das Team von Trainer Ali Hobst im Training, seit drei Wochen befinden sich auch die weiteren Teams im Übungsbetrieb, der allerdings coronabedingt stark eingeschränkt ist. Oythe hatte in der abgebrochenen Saison den achten Platz belegt. Ali Hobst durfte sich außerdem über den Aufstieg der ebenfalls von ihm betreuen zweiten und dritten Mannschaft in die Regionalliga und Verbandsliga freuen.

Comeback und neues Ziel für Christine Aulenbrock

Unterdessen hat VfL-Außenangreiferin Christine Aulenbrock ein Comeback im Beachvolleyball gefeiert. Die 28-Jährige ist bei der neuen Beach-Liga in Düsseldorf mit Partnerin Sandra Ferger als Team VfL Oy᠆the im ersten von vier Blöcken an den beiden letzten Turniertagen für das verletzte Duo Kim Behrens/Cinja Tillmann eingesprungen. Nachdem die Techniker Beach Tour abgesagt worden war, wurde das Ersatzformat mit je acht Frauen- und Männerteams gestartet. Alle Spiele finden mit strengen Hygienevorschriften und ohne Zuschauer statt.

Am ersten Tag gab es für Aulenbrock/Ferger zwei knappe Niederlagen, an Tag zwei hieß es 2:1 und 1:2 – respektable Resultate nach vierwöchigem Training und kaltem Einstieg. Ungewohnt sei die Atmosphäre ohne Fans gewesen. „Da muss man sich schon selbst pushen“, sagt Christine Aulenbrock, die jetzt beim VfL Oythe in ihre vierte Hallensaison gehen wird.

Will zur DM: Christine Aulenbrock. Foto: SchikoraWill zur DM: Christine Aulenbrock. Foto: Schikora

Die Düsseldorfer Serie läuft bis zum 12. Juli, Aulenbrock/Ferger stehen weiter parat und bereiten sich zudem auf die DM-Quali vor, die Mitte und Ende Juli in Düsseldorf sowie Mitte August in Hamburg läuft. Für die Deutschen Meisterschaften vom 3. bis 6. September im Timmendorf sollen sogar mindestens 700 Zuschauer zugelassen werden. Christine Aulenbrock: „Dafür wollen wir uns auf jeden Fall wieder qualifizieren.“


 2. Volleyball Bundesliga Nord Damen 2020/21

  • Stralsunder Wildcats
  • BBSC Berlin
  • DSHS Köln
  • Skurios Volleys Borken
  • Bayer 04 Leverkusen
  • BW Dingden
  • VC Essen
  • VfL Oythe
  • SCU Emlichheim
  • BSV Ostbevern
  • VCO Berlin (Sonderspielrecht)
  • Eimsbütteler TV (Aufsteiger)
  • RC Sorpesee (Aufsteiger)
  • Fortuna Bonn (Aufsteiger)

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