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Vier in der Kreisliga-Titelspur – doch nur einer kommt durch

Kreisliga-Zwischenbilanz, Teil 3: Die Spitzengruppe mit Damme, Langförden, Lutten, Visbek, Mühlen II und Vechta II. Alle sind sich einig: Es wird spannend bis zum Schluss.

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Enges Duell: Ogün Cakrak (links) von RW Visbek im Zweikampf mit Maik Schmedes von BW Langförden am 9. Spieltag der Hinrunde. Foto: Schikora

Enges Duell: Ogün Cakrak (links) von RW Visbek im Zweikampf mit Maik Schmedes von BW Langförden am 9. Spieltag der Hinrunde. Foto: Schikora

40, 37, 37 und 37 Punkte – an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga geht es extrem eng zu. Mit RW Damme, BW Langförden, TuS Lutten und RW Visbek befinden sich vier Teams im Meisterschafts- und damit auch im Aufstiegskampf. Mit GW Mühlen II und SFN Vechta II sind zwei weitere Mannschaften in Schlagdistanz. Am Ende kann nur einer aufsteigen – der Aufstiegskampf spitzt sich zu. Wie sieht‘s bei der Top 6 aus? Eine Übersicht.

RW Damme: Der Spitzenreiter hat sich im vergangenen Sommer prominent verstärkt und ist seinen Zielen bisher gerecht geworden. Ganz zufrieden ist Trainer Fabian Lang allerdings (noch) nicht. „Wir hatten in einigen Spielen auch Spielglück, das muss man ehrlich sagen“, erklärt er. Deshalb hat Damme den Fokus seit Anfang Januar in der Vorbereitung unter anderem auf das Umschaltspiel nach Ballverlusten gelegt. „Nachlassen ist nicht erlaubt“, macht Lang deutlich. An der Spitze erwartet er ein enges Rennen. Er rechnet zudem nicht damit, dass sich eines der vier Teams aus dem Kampf verabschieden wird.

Mithelfen können in der Rückrunde wieder die zuletzt verletzten Dennis Neitzel, Benny Bloemen und Finn Wittich. Zudem steht Tim Wellmann nach einer Auslandsreise wieder zur Verfügung, Johannes Rechtien wurde aus der dritten Mannschaft hochgezogen – und Pelle Pellenwessel kehrte im Winter vom SV Langenberg nach Damme zurück. Fest steht derweil auch, dass Fabian Lang auch in der kommenden Saison Trainer bei RWD sein wird.

Nachlassen nicht erlaubt: Fabian Lang. Foto: SchikoraNachlassen nicht erlaubt: Fabian Lang. Foto: Schikora

BW Langförden: Zehn Spieltage führten die Nordkreisler in der Hinrunde die Tabelle an. Dann folgten drei Unentschieden im Oktober – seitdem ist BWL der Jäger. „Am Ende ist uns mit den ganzen englischen Wochen ein bisschen die Pumpe ausgegangen“, hadert Trainer Peter Siemer. Aber das sei jetzt längst Vergangenheit. Für die Rückrunde heißt es „Vollgas“, wie er deutlich macht: „Am Ende wird derjenige Meister, der mit Rückschlägen besser umgehen kann.“

Einen hat seine Mannschaft kürzlich erleiden müssen. Julian Büssing fällt mit einer Knieverletzung wahrscheinlich die ganze Rückrunde aus. Zudem befindet sich Maik Schmedes noch im Aufbautraining. „Wir werden das kompensieren können“, ist Peter Siemer zuversichtlich. Das ist er auch mit Blick auf das Pokalhalbfinale bei SFN Vechta II (16. April). Aber er macht deutlich: „Wir werden keinen Wettbewerb priorisieren.“ Derweil haben die Blau-Weißen erste Weichen für die nächste Saison gestellt: Mit Gerrit Strey wechselt ein oberliga- und landesligaerfahrener „Langfördener Jung“ zu BWL. Zudem bleibt Siemer Trainer.

Lutten will schnell in Gang kommen 

TuS Lutten: Wenn man in Lutten an den September und Oktober vergangenen Jahres denkt, kommen die fußballbegeisterten Menschen ins Schwärmen. Neun der zehn angesetzten Kreisliga-Spiele gewann der TuS in dieser Zeit. Seitdem mischt das Team von Trainer Andreas Lübbehusen ganz oben mit – verlor dann aber die Top-Spiele in Visbek (2:3) und gegen Damme (2:4). „Das ist eine genauso fette Erkenntnis wie die, dass wir so oft gewonnen haben“, sagt Lübbehusen. Lutten ging also mit einem kleinen Dämpfer in die Winterpause, in der weder Spieler geholt noch abgegeben wurden. „Wir sind aktuell gut am arbeiten und haben großen Respekt vor den Aufgaben“, sagt der Trainer mit Blick auf die anstehende Rückrunde.

Lutten will schnell in Gang kommen und sich an der Siegesserie der Hinrunde messen lassen. Wieder mit dabei sein wird nach einer langen Verletzungspause Henri Kossen. Dass Lutten nach so einer erfolgreichen Hinrunde aufsteigen will, ist klar. Aber Lübbehusen sagt auch: „Es würde nicht die Welt untergehen, wenn wir es nicht schaffen.“ So oder so: Schon jetzt steht fest, dass alle Spieler – trotz einiger Anfragen – ihre Zusage für die Spielzeit 22/23 gegeben haben. Auch Andreas Lübbehusen macht als Trainer weiter.

Visbek mit Sorgen 

RW Visbek: Noch mischen die Nordkreisler ganz oben mit. Doch vier Ausfälle bei einem Kader von 22 Mann machen Trainer Andreas Marischen zu schaffen. „Das Aufgebot lichtet sich leider“, sagt er. Mit Felix Diersen und Till Greiffendorf fallen zwei Spieler für die gesamte Rückrunde aus. Zudem studiert Finn Kenkel jetzt in Aachen und Maximilian Reinke wird erst Anfang April wieder fit sein. „Wir kommen kaum über die Runden“, hadert Marischen und berichtet, dass teilweise nur zehn Spieler im Training auf dem Platz stehen.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist allerdings durch die Verpflichtung eines alten Bekannten entstanden: Steffen Bahrs spielt ab sofort wieder für Visbek. Marischen bremst aber die Erwartungen: „Er hat ein halbes Jahr nicht gespielt und muss erst mal einiges aufholen.“ Mit Blick auf Aufstiegskampf und Kreispokal sagt er: „Wenn alle fit sind, bin ich zuversichtlich. Ansonsten wird's schwer.“

GW Mühlen II: Die Spitzenplätze sind so nah und doch irgendwie so fern. Deshalb hat Trainer Dirk Hackmann mit seiner Mannschaft ganz besondere Ziele. „Wir wollen gegen die Top 4 punkten, wir wollen am Ende vor Falke Steinfeld II stehen und insgesamt die beste Reservemannschaft sein“, hält er fest. Zwei der drei Vorhaben wurden in der Hinrunde schon in die Tat umgesetzt. Gegen die Topteams der Liga gab‘s allerdings null von zwölf möglichen Punkten. „Der Stachel sitzt tief“, gibt Hackmann zu. In der Rückrunde soll der Spieß umgedreht werden.

Hackmann wird Mühlen verlassen

Nicht mehr bei dem Vorhaben dabei sein wird Hannes Büscherhoff, der zuletzt in der Mühlener Landesliga-Mannschaft mittrainierte. Zudem beendete Johann Gerberding wegen eines Knorpelschadens seine Karriere. Für Dirk Hackmann stehen derweil die letzten 17 Spiele als Trainer der GWM-Reserve bevor. Er wird aus beruflichen Gründen am Saisonende aufhören. Ein Nachfolger wird derzeit gesucht, Dirk Hackmann selbst hilft dabei mit, wie er berichtet.

SFN Vechta II: Bei SFN dreht das Personalkarussell seine Runden: In der Mannschaft von Thomas Heitkamp hat sich im Winter einiges getan. Mit Simon Schübbe, Hieu Bui und Marvin Carstens haben drei Spieler die Kreisstädter verlassen. Zudem machten Florian Holm, Eike Nobis, Eren Esen und Tobore Macaulay die Vorbereitung in der Bezirksliga-Mannschaft mit. Wer am Ende auf Dauer in der Ersten spielt, ist noch nicht ganz klar. „Hinter unserem Kader stehen noch viele Fragezeichen, die sich erst Ende Februar auflösen werden“, sagt Heitkamp.

Verstärkung gibt‘s indes aus der eigenen A-Jugend: Mit Lukas Hachmöller, Elijon Kabashi und Erijon Kabashi wurden drei junge Talente hochgezogen. „Die wollen wir in der Rückrunde Stück für Stück integrieren“, sagt Heitkamp. Zudem sind Marco von Bistram und Xuan-Troung Dingh nach langen Verletzungen wieder dabei. Für die Rückrunde lauten die Ziele „im oberen Tabellendrittel bleiben und ins Kreispokal-Finale einziehen“, so Thomas Heitkamp.

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