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Viel Bewegung am Amasyaweg

Die Lohner Fußballer erwarten den Bezirksliga-Aufstieg durch den Saisonabbruch. Für Coach Thomas Schmunkamp ist klar: Die Defensive muss verstärkt werden.

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Absoluter Torgarant: Amasyaspor-Stürmer Dennis Bart (rechts). Foto: Wenzel

Absoluter Torgarant: Amasyaspor-Stürmer Dennis Bart (rechts). Foto: Wenzel

Wer behauptet, in den letzten Wochen sei am Amasyaweg überhaupt nichts bewegt worden, der hat nicht genau hingeschaut. Natürlich, das letzte Fußballspiel des Kreisligisten Amasyaspor Lohne liegt fast drei Monate zurück. Aber bewegt wurde trotzdem etwas: die beiden Trainerbänke. Die stehen jetzt nicht mehr unmittelbar vor der Tribüne, sondern auf der gegenüberliegenden Seite. „Mir war das da zu unruhig. Die Trainerbänke direkt an der Tribüne – da ist dann zu viel Trouble“, sagt Coach Thomas Schmunkamp. Beim Umzugsprozess wurden auch gleich noch gelbe Sitzschalen montiert.

Erste Trainingsschritte wagte Amasya kürzlich auch schon – unter Einhaltung der Hygienevorschriften. Am Amasyaweg ist also trotz der Saison-Unterbrechung ein wenig Bewegung drin – und die gab es jüngst auch in Barsinghausen: Der Verbandsvorstand des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) hat sich für den Antrag auf Saison-Abbruch mit Aufsteigern und ohne Absteiger entschieden. Am 27. Juni wird auf dem virtuellen außerordentlichen NFV-Verbandstag abgestimmt. Amasyaspor wird dann aller Voraussicht nach über Umwege am Ziel ankommen. Auch bei Wertung mit der Quotientenregelung würde der Spitzenreiter das beste Team der Kreisliga stellen – also in die Bezirksliga aufsteigen.

Erwartet eine schwierige Aufgabe: Thomas Schmunkamp. Foto: SchikoraErwartet eine schwierige Aufgabe: Thomas Schmunkamp. Foto: Schikora

„Ich hätt's gerne über die sportliche Schiene gehabt“, stellt Thomas Schmunkamp klar. Aber da hat er keine Wahl. Die Euphorie mindert dieser Umstand denn auch nicht. „Der Verein freut sich – und ich freue mich auch drauf!“, sagt Schmunkamp in Erwartung der Spielzeit 2020/2021 in der OM-Bezirksliga. Er schiebt aber gleich hinterher: „Das wird natürlich eine unheimlich schwere Saison.“

Ihre Kader-Planungen hatten die Lohner bereits vor Monaten zweigleisig gestartet – und mit Beginn der Corona-Pause vorerst auf Eis gelegt. Mit dem Großteil des aktuellen Teams wurde nun bereits gesprochen, bislang wollen bis auf Mitan Bal (Wechsel zum TuS Dielingen) alle bleiben. Schmunkamp bedauert den Verlust und betont, dass man im Defensivbereich personell nachlegen müsse. Zwei bis drei Verstärkungen sollen es noch sein – für die Sechs und die Innenverteidigung.

Wichtiger Faktor im Offensiv-Spiel: Sedat Ablak (rechts) spielt auch in der kommenden Saison bei Amasyaspor. Foto: SchikoraWichtiger Faktor im Offensiv-Spiel: Sedat Ablak (rechts) spielt auch in der kommenden Saison bei Amasyaspor. Foto: Schikora

Neuzugang „Schorsch“ Hackmann (BW Lüsche) wird sich für diese Positionen weiter fit halten, ist aber in erster Linie als Co-Trainer eingeplant. Und Franz Zerhusen wird nach einem Jahr bei BW Lohne II wieder das Amasya-Tor hüten.

Die Offensivfraktion um Torjäger Dennis Bart (25 Treffer), Alper Yilmaz und Sedat Ablak verfügt derweil ohne Zweifel über gehobene Bezirksliga-Qualität. Youngster Ahmet Koc, der schon im Winter vom Nachbarn BW Lohne kam und bislang ein Spiel für Amasyaspor absolvierte, fällt für den Coach auch noch in die Kategorie „Neuzugang“. Zwei echte Neulinge sind zudem die BWL-Talente Vito Behrend und Elias Schmunkamp.

Dessen Vater Thomas hat für 2020/2021 derzeit 18 Namen auf der Liste stehen. Ein paar sollen hinzukommen. Bei Amasyaspor ist man sich einig, dass man nicht nur auf Fußballer mit türkischen Wurzeln setzen will.

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