Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

VfL Oythe zahlt Lehrgeld und unterliegt mit 0:3

Enttäuschendes Volleyball-Gastspiel in Emlichheim / Ali Hobst: „Wir waren kein Gegner“

Artikel teilen:
Wieder ein SCU-Angriff: Lona Volkers drischt drauf, Oythes Jule Nuxoll (links) und Anne Jansen stemmen sich dagegen. Foto: Lüken

Wieder ein SCU-Angriff: Lona Volkers drischt drauf, Oythes Jule Nuxoll (links) und Anne Jansen stemmen sich dagegen. Foto: Lüken

Der Trainer hatte schon vor der Reise in die Grafschaft Bentheim vor dem spielstarken Gegner gewarnt und am Ende Recht behalten – auch wenn die Unzulänglichkeiten im eigenen Lager nicht zu übersehen waren: Die Volleyballdamen vom VfL Oythe unterlagen am Sonntag im Niedersachsenderby der 2. Bundesliga Nord beim SCU Emlichheim mit 0:3 (15:25, 16:25, 21:25).

VfL-Trainer Ali Hobst war nach der 71-minütigen Partie vor 130 Zuschauern in der Vechtetalhalle schon gefrustet. „Wir waren heute kein Gegner und haben Emlichheim nicht gefordert.“ Der Coach sprach von einer „absoluten Enttäuschung“. Emlichheim kam relativ einfach zu drei Punkten und ließ sich anschließend vom Publikum für den ersten Saisonsieg nach dem 1:3-Auftakt gegen den VC Essen feiern.

Mit zwei Niederlagen aus drei Spielen liegt der VfL Oythe auf dem drittletzten Platz. Dabei hatte Ali Hobst in der unmittelbaren Spielvorbereitung gar nicht den Eindruck, dass sein Team so ins Hintertreffen geraten könnte. In personeller Hinsicht war nur das Fehlen von Marian Mischo zu beklagen; die Mittelblockerin hatte sich am Freitag im Abschlusstraining eine Kapselverletzung im linken Daumen zugezogen. Für Mischo rückte Jule Nuxoll in die Startformation.

Das Oyther Ausgangsmanko des Sonntags lag vor allem im fehlenden Aufschlagdruck. Dadurch gab es auch große Defizite in den weiteren Verläufen der Ballwechsel, weil man häufig früh attackiert wurde. So lag Oythe in allen drei Durchgängen bis zur ersten technischen Auszeit immer schon zurück. Im ersten Durchgang hieß es aus Oyther Sicht 6:8, 7:13, 9:16, 13:17, 13:22 und 15:25. Ganz ähnlich war die Entwicklung in Satz zwei: 3:7, 8:16, 11:21, 16:25. Auch die zwischenzeitlichen Einwechslungen von Carina Mählmeyer und Mila Engelmann brachten keine durchgreifenden Veränderungen.

Im dritten Satz fehlten Cleverness und Glück

Im dritten Abschnitt brachte Ali Hobst Carina Mählmeyer und zudem Johanna Fragge als weitere Libera. An der Gesamtlage änderte sich insofern etwas, als der VfL nach 5:2-Führung sowie 6:8- und 13:19-Rückstand bei 21:23 zumindest mal in Reichweite zu einem Satzgewinn kam. Aber dann machte Emlichheim um Kapitänin und MVP Lona Volkers mit dem ersten Matchball zum 25:21 alles klar.
Ali Hobst resümierte: „Da hätten wir cleverer sein müssen. Es fehlte aber auch das Quäntchen Glück.“

Die fehlende Stabilität sei indes offensichtlich gewesen, sie habe sich allerdings auch schon beim 3:2-Sieg in Sorpesee offenbart. Zum 0:3 in Emlichheim sagte er: „Wir zahlen extremst Lehrgeld. Emlichheim hat das gemacht, was man machen muss, wenn der Gegner nicht stattfindet. Aber sie haben schon guten Volleyball gespielt.“ Am kommenden Samstag geht's zum in Essen gestrauchelten 2020-Abbruch-Meister VC Stralsund, dann kommt der zweimalige Ex-Titelträger DSHS Köln. Ali Hobsts Ahnung: „Die Aufgaben werden nicht leichter.“

Der neue Newsletter für Friesoythe. Immer am Donnerstag das Wichtigste aus der Eisenstadt in ihrem Postfach. So verpassen Sie nichts mehr.  Jetzt hier kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

VfL Oythe zahlt Lehrgeld und unterliegt mit 0:3 - OM online