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VfL Oythe verpasst die Chance auf mehr

Die Zweitliga-Volleyballdamen unterliegen mit 1:3 bei den Stralsunder Wildcats. Ali Hobst verbringt eine  „aufgewühlte Nacht“.

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Intensive Besprechung, aber keine Punkte: VfL-Trainer Ali Hobst (Mitte) und seine Mannschaft kehrten ohne Zählbares aus Stralsund zurück. Foto: Schikora

Intensive Besprechung, aber keine Punkte: VfL-Trainer Ali Hobst (Mitte) und seine Mannschaft kehrten ohne Zählbares aus Stralsund zurück. Foto: Schikora

900 Kilometer gefahren, keine Punkte mitgenommen: Das ist die zahlenmäßig ernüchternde Bilanz für den VfL Oythe. Der Samstagstrip des Volleyball-Zweitligisten zu den Stralsunder Wildcats endete mit einer 1:3 (17:25, 22:25, 25:23, 16:25)-Niederlage. Aber: Es wäre mehr drin gewesen. Zu diesem Fazit kam VfL-Trainer Ali Hobst.

„Ich hatte eine aufgewühlte Nacht“, berichtete der Coach am Sonntagvormittag, „denn es war ein Spiel der vertanen Chancen.“ Und so musste sich das favorisierte Stralsunder Team – Abbruchmeister 2019/20 – mehr strecken als vielleicht erwartet oder vermutet. Denn Wildcats-Trainer Andre Thiel hatte nach dem Wackelstart mit vier Punkten aus drei Spielen nun im Vorfeld eine klare Prognose für einen Heimsieg abgegeben.

Ali Hobst konstatierte nach der Partie in der bei nur 245 Zuschauern wieder „extrem lauten Halle“: „Die Möglichkeiten wurden uns nicht geschenkt, sondern wir haben sie uns erarbeitet. Aber wir haben es dann oft schnell wieder eingerissen. Das ist einfach schade.“ Besonders in den Stralsunder Punkte-Rallyes gelang es den Gästen häufig nicht, zügig den notwendigen Gegenschlag zu platzieren.
Ali Hobst hatte dabei bewusst seine Formation von der 0:3-Niederlage in Emlichheim ins Rennen geschickt, um ihr eine Chance zur Rehabilitation zu geben. Das ist in Teilen gelungen, aber der Coach hielt fest: „Wir müssen konstanter und stabiler werden. Die Leistung in Stralsund sollte das untere Limit für für die nächsten Spiele sein.“

Nur zwei Punkte - und jetzt ein Doppeleinsatz

Oythe schaut nach vier Saisonpartien weiter auf zwei Zähler, die dem bislang einzigen Saisonsieg bei RC Sorpesee entsprungen sind. Der VfL ist auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht und bestreitet aus dieser Position heraus am kommenden Wochenende einen doppelten Heimeinsatz gegen DSHS Köln – nach vier Partien verlustpunktfrei – und VCO Berlin, der noch ohne Zähler ist.

In Stralsund ging der erste Satz recht klar an die Einheimischen: 3:0, 14:8, 19:10 und 25:17 waren die Stationen. In Durchgang zwei führte der VfL Oythe nach „teilweise sehenswerten Ballwechseln“ (Hobst) mit 8:3 und 18:12, gab den Satz aber über 20:20 mit 22:25 ab. Unter anderem einige Annahmefehler führten zum Satzverlust. Anschließend brachte Oythe den ebenso umkämpften dritten Satz nach Hause (10:1, 18:18, 23:23, 25:23). Ali Hobst: „Das war wichtig, auch für uns selbst.“ Im vierten Abschnitt ging es relativ schnell Richtung Stralsunder Sieg (8:8, 19:13, 25:16). Vor allem Wildcats-Kapitänin Anne Krohn (36), die Ali Hobst anschließend zur wertvollsten Spielerin wählte, hatte im Zweifelsfall immer Lösungen für ihre Mannschaft parat.

Auf Oyther Seite wurde Diagonalspielerin Franka Poniewaz gekürt, was Ali Hobsts Zustimmung fand. Der Coach spekulierte rückblickend: „Es wäre spannend gewesen, zu sehen, was bei einer Oyther 2:1-Führung passiert wäre.“ Leistungen wie in Stralsund hätten bei den vorangegangen Spielen auf jeden Fall mehr Punkte bedeutet, so Hobst. Also: Man hat einen Ansatz, wie es weitergehen kann.

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