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VfL Oythe und Trainer Ali Hobst gehen getrennte Wege

Nach vier Jahren endet das Engagement des Volleyballtrainers beim Damen-Zweitligisten - der wollte eine Veränderung.

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Schluss beim VfL Oythe: Volleyball-Coach Ali Hobst. Foto: Schikora

Schluss beim VfL Oythe: Volleyball-Coach Ali Hobst. Foto: Schikora

Nach vier gemeinsamen Jahren trennen sich die Wege von Volleyball-Zweitligist VfL Oythe und Trainer Ali Hobst. Der Vertrag des 47 Jahre alten Geesthachters läuft noch bis Ende April, aber er ist ab sofort freigestellt. Die Mannschaft und der Betreuerstab wurden am Dienstagabend beim Training unterrichtet. Die Saison ist für Oythes Damen nach Anwendung der Corona-Härtefallregelung seit dem letzten Spiel am 7. März (3:2 beim VC Essen) vorzeitig beendet. Bis Ostern erfolgt nun eine Trainingspause, anschließend soll die Mannschaft das Training bis zur offiziellen Beendigung der Zweitliga-Saison (24. April) unter Co-Trainer Philipp Lenze fortsetzen.

Der Verein teilte zur Trennung von Ali Hobst am Dienstagmittag mit: „Die Entscheidung trafen die Verantwortlichen um Volleyballvorstand Hauke Anders und Volleyballobmann Matthias Schumacher nach einem Treffen gemeinsam mit Ali Hobst und seinem Co-Trainer Philipp Lenze.“ Matthias Schumacher erklärte dazu gegenüber OMonline : „Wir haben einen Punkt erreicht, wo wir eine Veränderung wollten.“ Ali Hobst wollte sich auf Nachfrage nicht zu der Trennung äußern. Deweil hat der Verein damit begonnen, eine Nachfolgerin bzw. einen Nachfolger zu suchen. Matthias Schumacher sagte: „Es gibt erste Gespräche.“

Ali Hobst kam zur Saison 2017/18 als Nachfolger von Danuta Brinkmann, die fünf Jahre Cheftrainerin war, zum VfL Oythe. In seiner sportlichen Bilanz stehen als Abschlussplatzierungen die Ränge drei, vier und acht (nach vorzeitigem Abbruch). In der noch laufenden Saison 2020/21 hatte sich der VfL Oythe im Februar infolge der Auswirkungen der Corona-Pandemie vor Ort von der Volleyball Bundesliga (VBL) die „Härtefallregelung“ attestieren lassen und die Saison am 7. März vorzeitig nach Absolvieren der Hinrundenspiele beendet; damit garantierte die VBL den Oythern den Zweitliga-Verbleib in der kommenden Saison ohne Abstiegswertung.

Der VfL hatte seit November 2020 keine Heimspiele mehr in der Antonianumhalle austragen und hier auch nicht mehr trainieren dürfen. Trotzdem trat die Mannschaft zu einigen Auswärtsspielen noch an. Seit dem 18. Januar war dann Mannschaftstraining in der Sporthalle der Liebfrauenschule möglich, allerdings kein Spielbetrieb. Deswegen wählte der geschäftsführende Vereinsvorstand den Weg über die von der VBL angebotene Härtefallregelung zum vorzeitigen und abgesicherten Ausstieg.

VfL dankt Hobst ausdrücklich für die geleistete Arbeit

Ali Hobst war 2017 mit einem Dreijahresvertrag in Oythe angetreten, der im März 2020 um ein weiteres Jahr verlängert worden war, ehe das Engagement nun beendet wurde. Das Gesicht der Mannschaft hatte sich vor allem vor der laufenden Saison stark verändert; etablierte Kräfte verließen den Verein, neue Spielerinnen auch aus den eigenen Reihen kamen hinzu. Motto: regional statt international. „Oyther Umbruch erreicht neue Dimension“ titelte die OV im vergangenen September zur Saisonvorschau. Unter anderem die Weggänge von Paulina Brys und Dominika Zoltanska hinterließen Lücken, in die Talente aus den eigenen Reihen stießen. Ali Hobst, seit 2018/19 Coach von vier Oyther Mannschaften, führte sie unter anderem aus der eigenen Reserve, die vor Jahresfrist unter ihm die Rückkehr in die Regionalliga geschafft hatte, heran. Erstmals seit Jahren bestand das Zweitliga-Team 2020/ 21 nur aus deutschen Spielerinnen, die auch vermehrt aus der Region kamen.

Dieser schon länger geplante Wechsel in der Ausrichtung und die pandemiebedingten Einflüsse führten dazu, dass sich die verjüngte Mannschaft sportlich nach der Decke strecken musste. In der unvollendeten Saison 2020/21 gab's drei absolvierte Heimspiele – bei zehn Auswärtspartien, von denen neun gewertet wurden; es gab drei Siege, einer davon als Wertung.

Der VfL Oythe teilte am Dienstag mit: „Der Verein möchte sich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bei Ali Hobst für die geleistete Arbeit bedanken. Wir wünschen ihm für seinen weiteren sportlichen Weg und die Zukunft alles Gute.“

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