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VfL Oythe überzeugt mit vielen Emotionen und großem Einsatz

Die Volleyballerinnen schlagen den VC Essen nach extremer Spannung im Tiebreak. Trainer Zoran Nikolic lobt das gesamte Team – aber auch einige Einzelspielerinnen.

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Bereit für den Angriff: Oythes Zuspielerin Paulina Brys (Nr. 5) bringt die kanadische Mittelblockerin Frederique Nicole (Nr. 7) in Schussposition. Foto: Schikora

Bereit für den Angriff: Oythes Zuspielerin Paulina Brys (Nr. 5) bringt die kanadische Mittelblockerin Frederique Nicole (Nr. 7) in Schussposition. Foto: Schikora

Der VfL Oythe hat am „Corona-Ausfall-Wochenende“ ein Glanzlicht in der 2. Volleyball-Bundesliga Nord der Damen gesetzt. Nur zwei der sieben angesetzten Spiele fanden tatsächlich statt, und jene knapp 150 Zuschauer, die am Samstagabend beim 3:2 (21:25, 25:20, 18:25, 25:23, 17:15)-Sieg gegen den VC Essen dabei waren, mussten ihr Kommen wahrlich nicht bereuen. VfL-Trainer Zoran Nikolic sprach vom vielleicht besten Saisonspiel seines Teams: „Das war auch schön für die Fans. Meine Mannschaft hat viele Emotionen gezeigt. Und ich glaube, am Ende war der Sieg auch verdient.“

Die Gastgeberinnen freuten sich am Ende der 120 zum Teil hochspannenden Spielminuten mit einem Freudentanz über den verwandelten Matchball zum 17:15, für den Franka Poniewaz mit einem Angriffsschlag verantwortlich war. Die 24-jährige Kapitänin war mit mehr als 20 direkten Angriffspunkten augenfälligste Akteurin der Partie – aber nicht die einzige VfL-Spielerin, der der Trainer nachher ein gutes Zeugnis ausstellte.

„Ich bin insgesamt mit der Mannschaft sehr zufrieden“, stellte Zoran Nikolic nach den Punkten Nummer fünf und sechs im dritten Spiel hintereinander fest. Der 57-Jährige sagte aber auch, dass es in taktischer Hinsicht noch Verbesserungsmöglichkeiten gebe.

Durch den Essener Block: Sina Albers (Mitte) im Oyther Angriff. Foto: SchikoraDurch den Essener Block: Sina Albers (Mitte) im Oyther Angriff. Foto: Schikora

Aber: Neben Diagonalspielerin Franka Poniewaz, deren Effektivität Nikolic ausdrücklich hervorhob, lobte er auch die eingewechselte Sina Albers sowie Frederique Nicole und Carina Mählmeyer. „Sina hat eine große Rolle gespielt mit ihrer sehr guten Annahme. Das war auch gut für die Stimmung in der Mannschaft.“ Die Kanadierin Frederique Nicole sah Nikolic stark im Block, Carina Mählmeyer attestierte er „Wahnsinnsaktionen in der Abwehr – und sie hat auch wichtige Punkte gemacht und eine schöne Service-Serie gestartet.“ Das 27-jährige Oyther Eigengewächs wurde außerdem von Essens Trainer Marcel Werzinger zum „MVP“ wählt.

Sein Kollege Nikolic war unterdessen mit dem Service im ersten Durchgang nicht einverstanden. „Zu viele Fehler – wir haben ohne Kopf aufgeschlagen“, monierte der Serbe. Nach einer vorangegangenen Schweigeminute für die Opfer des Ukraine-Krieges war die Partie in der Antonianumhalle mit einem 21:25 eröffnet worden. Trotz eines wehrhaften Oyther Blocks knüpften die „Pottperlen“ – so nennt sich Essens Team selbst – nahtlos an die drei vorangegangenen Siege in Folge an.

Aber dann glich Oythe per 25:20 aus. Die wichtigste Phase gab es laut Zoran Nikolic in der Endphase des dritten Satzes: Essen führte mit 24:13, als der VfL mehrere Satzbälle abwehrte. Nikolic hatte zuvor in der Auszeit an sein Team appelliert, den Satz nicht wegzuschenken, sondern zu versuchen, zurückzukommen – das sei wichtig für den vierten Satz. „Und das haben wir gemacht“, freute sich der Coach.

Zwei Matchbälle abgewehrt - und dann vollendet

Der dritte Satz ging mit 18:25 weg. Aber nach einer beiderseits schwächeren Spielphase zu Beginn der vierten Etappe kämpfte Oythe und nahm wieder Fahrt auf, während Essen an Spannung verlor, weil man sich vielleicht auf der Siegerstraße wähnte. Noch mal wurde es spannend: Bei 24:19 brauchte Oythe fünf Satzbälle, um in den Tiebreak zu gelangen. Auch da blieb es extrem eng. Essen vergab zwei Matchbälle, ehe Oythe gleich seinen ersten zum Sieg nutzte.

Jetzt gibt's bis zum nächsten Spiel bei BW Dingden erneut zwei Wochen Pause – „leider“, wie Zoran Nikolic bemerkte.

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